Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! An die 200 000 Menschen leben seit mehr als fünf Jahren in der Bundesrepublik, manche zehn bis zwölf Jahre und länger, ohne gesicherten Aufenthaltsstatus. Viele von Ihnen haben Familie und etwa 50 000 Kinder befi nden sich unter ihnen. Zum Alltag dieser Menschen gehört die tägliche Angst vor einem Ende der Kettenduldung, vor der
Ich möchte noch einige Worte zum Thema „
Meine Damen und Herren, seit 1993 sind bundesweit 120 Menschen in Abschiebehaft oder aus Angst vor
Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sachsen braucht – und zwar unverzüglich – eine Härtefallkommission für Ausländerinnen und Ausländer, die vollziehbar ausreisepflichtig sind, das heißt, vor der
Um Missverständnissen bei allen, die das nicht so ganz koscher finden, vorzubeugen: Eine solche Kommission regelt keine Altfälle, das heißt, sie regelt nicht für ganze Personengruppen oder auch Einzelpersonen das Bleiberecht – das ist es nicht. Die Härtefallkommission hat eine andere Funktion: Sie regelt den Umgang mit Härtefällen und prüft, inwieweit soziale, persönliche und humanitäre Gründe einer
Kriegstraumata ausgenommen von der
Ich möchte das Beispiel eines 17-jährigen Mädchens vietnamesischer Herkunft aus Baden-Württemberg geben, das morgens um 4 Uhr aus dem Bett geholt, in ein Auto gesetzt und nach Frankfurt zum Flughafen gebracht wurde. Von dort aus wurde es sofort abgeschoben. Das Mädchen sprach kein Wort vietnamesisch; es lebte seit 16 Jahren in Deutschland, wo es aufgewachsen ist. Drei Monate nach seiner
Ihre täglich wiederkehrende Angst vor Ausweisung, vor
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte sehr den Eindruck vermeiden, dass ich den Kompromiss schlechtreden will, im Gegenteil. Ich bleibe dabei, es ist ein erster und erfreulicher Schritt mit kalkulierbaren finanziellen Auswirkungen. Im Übrigen reden wir hier über Menschen, die bisher in ständiger Angst vor
Zu wenig Kitas, zu volle Klassen, zu viele Schulabbrecher, viel zu wenig Lehrstellen, Studiengebühren, Kinderarmut,
Das ist eine ganz beachtenswerte Leistung. Flüchtlingspolitik ist aber nicht statisch. Ihre Instrumente müssen weiterentwickelt werden. Daher ist es richtig und wichtig, was die UNHCR in ihrem Konzeptvorschlag zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Drittländern als sogenanntes Resettlement vorgestellt hat. Dabei geht es darum, Flüchtlingen, die aus begründeter Furcht vor Verfolgung ihren Herkunftsstaat verlassen mussten, neben dem unmittelbaren Schutz vor
In Schleswig-Holstein leben immer noch Tausende Menschen ohne einen gesicherten Aufenthaltstatus mittels der sogenannten Kettenduldung. Diese Geduldeten leben von einem Tag zum anderen, immer von
Eindrucksvoll hat der Redner dargestellt, wie der Innensenator nur von Gewalt und Koller begleitet, durch die Stadt reitet, über seine Videokameras sieht er alles, bannt das Verbrechen, rechte und linke Demonstrationen hat er lange verboten, ganz ihm gehört der Verfassungsschutz, der nur ihm die Auskunft gibt, Ausländer hält er am kurzen Zügel, kein Rechtsschutz hindert ihre
Da wird berücksichtigt oder positiv erledigt, dass einem nur so die Augen überquellen. Bei ausländerrechtlichen Petitionen haben wir als GRÜNE immer wieder unsere großen Probleme in diesem Ausschuss. Hier tendiert der Anteil der Petitionen, die im Sinne der Petenten entschieden werden, weiterhin gegen Null. Die CSU-Mehrheit entschied in diesen Fällen in der Regel nach dem Motto: Nur keinen Präzedenzfall schaffen. Im Zweifel Augen und Ohren zu und die Hand heben für die
Beim Ausländerrecht kommen wir naturgemäß politisch bedingt öfter zu unterschiedlichen Einschätzungen. In der Mehrzahl der Fälle werden aber auch hier einstimmige Entscheidungen getroffen. Darunter sind positive Entscheidungen wie im Fall der Aufenthaltsgenehmigung für einen georgischen Studenten, der schon in Abschiebehaft genommen worden war; aber auch die Grenzen unserer Möglichkeiten werden uns gelegentlich geradezu drastisch vor Augen geführt, wenn wir an die Ausgangsentscheidungen von Bundesbehörden gebunden sind und entgegen unseren Gefühl im Ergebnis manchmal wohl eher auch falsche Entscheidungen wegen der eindeutigen Rechtslage zu treffen haben. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die
fraktion immer noch gescheut. Insbesondere wird zwischen der Härtefallkommission und dem Petitionsausschuss ein Konfl iktpotenzial gesehen. Ich habe diese Bedenken nicht. Ich meine, dass es einige ganz besondere Fälle gibt.Der Herr Vorsitzende hat ja in seinem Beitrag selbst auf einen solchen besonderen Fall hingewiesen, nämlich auf den Angehörigen der chinesischen Falun Gong Sekte, der das Land verlassen musste. Wir waren der Meinung, dass diese Petition hätte berücksichtigt werden müssen. Die Mehrheit war anderer Auffassung. Der gute Mann befi ndet sich inzwischen in China im Arbeitslager. Auch darauf ist hingewiesen worden. Meine Damen und Herren, Sie können von uns nicht verlangen, dass wir die Hand zur
Dies ändert aber nichts an rigoroseren Forderungen vor allem in Ballungsgebieten mit hohem Ausländer- und Aussiedleranteil. Dabei stehen das obligatorische Erlernen der Sprache und deren Praktizieren in Schule und Ausbildung als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingungen für Integration im Vordergrund. Zugleich wird eine rigorosere Sanktionierung krimineller Aktivitäten bis hin zur
Dieser ungeheuerliche Vorgang ist folgender: Die Flüchtlinge, Familien und Kinder, die jetzt auf der Bibby Altona leben, werden seit zehn Jahren ehrenamtlich mit bürgerlichem Engagement und durch verschiedene Initiativen betreut – besonders Frauen und Kinder –, zum Beispiel gibt es Malprojekte. Sie kennen das wahrscheinlich. Die Sozialbehörde hat seit zehn Jahren die "Bibby Altona" dahingehend unterstützt, dass dort jedes Jahr ein Sommerfest für die Kinder und die Familien stattfinden kann. Dieses Jahr, kurz vor der eben genannten
(Zurufe von der CDU – Harald Krüger CDU: Ab- schiebung! – Frank-Thorsten Schira CDU: Eine
Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren. Frau Goetsch, das, was Sie eben gesagt haben, reizt mich, noch einmal nach vorne zu gehen und etwas zu sagen. Hier von einer
Nach dieser Sammelanhörung haben Flüchtlinge, die diese Anhörung erlebt haben, den damaligen Delegationsleiter als Schleuser, als Menschenhändler identifiziert, der sie gegen Geld ins Land gebracht hat und ihnen jetzt gegen Geld, aber gegen Geld des deutschen Staates, diese Passersatzpapiere für die
Danach wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Diese Zeuginnen und Zeugen haben aber natürlich aus Angst vor der folgenden
Ich erwarte von dieser Landesregierung, dass sorgfältig geprüft und abgewogen wird, mit wem man zusammenarbeitet und ob das eine legitimierte Zusammenarbeit war. Der Zweck, nämlich die
Meine Damen und Herren, Sie dürfen sicher sein, dass jeder Einzelfall genau geprüft wird und den ausreisepflichtigen Personen vor einer
Es handelt sich hierbei um ein für die
Weiter wird mir gesagt, es sei einmalig, dass eine Härtefallregelung nicht mehr möglich ist, wenn die
Zum Thema Abschiebehaft bzw.
In Sachsen-Anhalt wurde einvernehmlich zwischen dem Ministerium der Justiz, dem Ministerium für - wie es damals noch hieß - Arbeit, Gesundheit und Soziales und dem Ministerium des Innern per Runderlass des Ministeriums des Innern vom 15. März 2000 die Zusammenarbeit zwischen den Ermittlungsbehörden, den Verwaltungsbehörden und der Fachberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt Vera geregelt. Der Erlass enthält eine vierwöchige Ausreisefrist und sieht bei der Bereitschaft zur Zeugenaussage die Aussetzung der
Die
Der Antrag, der Ihnen vorliegt, meine Damen und Herren, weist deutlich darauf hin, dass die Länderkompetenz in Bezug auf die
Wir alle müssen uns allerdings die Frage stellen, ob eine