Der 27. Januar wird seit 1996 in Deutschland und seit 2005 auch weltweit als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Als Teil unserer Weltgesellschaft gedenken wir heute auch im Schleswig-Holsteinischen Landtag und bei unserer Gedenkveranstaltung heute Abend in Rendsburg aller Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Unzählige Menschen aus Schleswig-Holstein verloren ebenfalls ihr Leben durch
Für uns Liberale ist klar, dass die stetige Obliegenheit der Behörden, geltendes Recht anzuwenden und auch verhältnismäßig durchzusetzen, von uns allen akzeptiert werden muss. Das gilt auch und gerade für das Asylrecht. Die Frage ist, ob das Senatsvorgehen in den vergangenen Wochen und die Eskalation im öffentlichen Raum zu diesem Zeitpunkt wirklich nötig waren. Diese Frage kann man ernsthaft stellen, denn auch das zögerliche Verhalten, das sogenannte Moratorium, das zufälligerweise direkt nach der Bundestagswahl ausgesetzt wurde, gibt Anlass zu Fragen. Aber auch den sogenannten Unterstützern muss man diese Frage stellen. Halten Sie und Ihre Sympathisanten, auch hier im Hause, das gewählte Vorgehen, vor allem die Diktion, für hilfreich? Auch hier würde ich es begrüßen, wenn wir uns gemeinschaftlich darauf einigen könnten, dass Begriffe wie
Frau Charlotte Knobloch, die ehemalige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, hat in ihrer eindrucksvollen Rede am 10. Mai 2012 im Thüringer Landtag zum Gedenken an die Opfer der
Der Ausschwitz-Erlass, der die
In Bulgarien war es so, dass die Vertreter der orthodoxen bulgarischen Kirche zu den Juden, die schon auf den Bahnhöfen, wo die Züge präpariert waren, gestanden und auf ihre
aus ihren Mainzer Wohnungen abgeholt und auf Lastwagen zum Güterbahnhof gebracht wurden. Am 27. September 1942 folgten weitere 453 Mainzer Jüdinnen und Juden, am 30. September noch einmal 178. Das Jüdische Krankenhaus wurde komplett geräumt, samt Ärzten und Pflegepersonal. Ein Sonderzug der Reichsbahn fuhr sie in das Lager Piaski bei Lublin, wo Anna Seghers Mutter bereits ermordet worden war, auch nach Theresienstadt oder direkt in ein Vernichtungslager. Viele, die von ihrer bevorstehenden
Aufschluss gab mir ein Dorf, Buttenhausen, in BadenWürttemberg, im Schwäbischen. Der Ort war einst zur Hälfte jüdisch, zur Hälfte christlich. Mitten durch das Dorf ging eine Straße, die die beiden Teile trennte. Rechts davon die kleine steinerne Synagoge, links davon die Kirche. Die Einwohner waren gute Nachbarn, seit mehr als dreihundert Jahren. Man heiratete nicht untereinander, die Christen verkehrten aber mit den Juden und umgekehrt. Das änderte sich, schleichend, ab 1933. Da gingen schon einige Christen lieber auf die Straßenseite hinüber, auf der die Juden gerade nicht entlangliefen. Die jüdischen Einwohner wurden nach und nach deportiert. 1943, davon zeugt der Grabstein auf dem kleinen jüdischen Friedhof, nahm sich ein altes jüdisches Ehepaar vor der
Ich möchte noch ergänzen: Die Fraktionen werden daran natürlich beteiligt. Es ist wichtig, die Schulen zu informieren und sie auf diesen Tag hinzuweisen, auf Flucht, Vertreibung und
Hier wurden Menschen zum Teil ohne Urteil, nicht selten ohne konkreten Tatvorwurf interniert. Oft reichte die bloße Mitgliedschaft in einer nationalsozialistischen Organisation aus. Später wurden hier auch sowjetische Staatsbürger gefangen gehalten, denen nach ihrer Verurteilung durch Militärtribunale die
50 Jahre Gerhart-Hauptmann-Haus Erinnern an die Opfer von Flucht, Vertreibung und
Gestern vor 80 Jahren, am Vormittag des 7. November 1938, feuerte der 17-jährige polnische Jude Herschel Grynszpan in der deutschen Botschaft in Paris zwei Kugeln auf einen deutschen Diplomaten. Der Jugendliche wollte mit seiner Tat auf die
Schwerpunkt ist der 70. Jahrestag der ersten
Meine sehr geehrten Damen und Herren, hier sehe ich eine Verantwortung des Landes, und zwar des ganzen Landes. Die Deportierten waren unsere Bürgerinnen und Bürger, und der Befehl zur
Es scheint mir angeraten, heute, am Vorabend des 9. November, des 80. Jahrestags der Reichspogromnacht, an den Grund und den Ausgangspunkt des Thüringen-Monitors zu erinnern. Und wenn ich das in diesem Haus sage, in diesem Hohen Haus, dann auch in Sichtachse auf das Gebäude, in dem diejenigen saßen, die die
vielen Tausenden von Toten aus, und im Rahmen der Diktatur Stalins erfolgte eine
Erklärbar wird das, wenn man sich ein paar ausgewählte Anträge der AfD im Kulturausschuss näher ansieht. Ich habe am 30. November 2017 in der Diskussion zu „Rheinland-pfälzischer Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und
Ich meine die Oberschlesier. Für uns ist es wichtig, dass nicht nur die Russlanddeutschen angesprochen werden. Am 30. November 2017 haben wir einen rheinlandpfälzischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und
Die Landesausstellung blendet die Wirkungsgeschichte der Marx’schen Lehre aus, also kein Wort über die Gesellschaftsexperimente der Marxisten, die doch stets in Verbrechen stecken blieben, vom Urakt der Machteroberung 1917 über Stalin, über Mao bis hin zur
Wir haben den höchsten kommunalen Finanzausgleich der Geschichte – über 8,3 Milliarden Euro für die bayerischen Kommunen. Das ist ein Spitzenbetrag. Wir können mit dem Haushalt 2015/16 eine Milliarde Euro tilgen. Wir werden bis zum Jahr 2018 ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz – Breitband – ausbauen. Wir haben eine bessere Ausstattung unserer Polizei erreicht. Wir werden den bedarfsgerechten Ausbau der schulischen Ganztagsangebote vorantreiben. Wir haben mehr Sprachförderangebote in Kindergärten und Grundschulen. Wir werden die Technologietransferzentren weiter ausbauen. Wir werden ein Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg errichten. Wir haben einen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und
Die NS-Diktatur deklarierte den Pogrom als „berechtigte und verständliche Empörung des deutschen Volkes“, und in der Rückschau wissen wir, dass das ein Wendepunkt war - von der Diskriminierung hin zur
der mit Mord und
„Am Morgen des 13. Februar 1945 kam der Befehl, die letzten in Dresden zurückgebliebenen Sternträger zu evakuieren. Bisher vor der
In Bayern wird man des Schicksals und des Beitrags der Vertriebenen zum wirtschaftlichen Aufbau künftig auf würdige Weise gedenken. Im Mai dieses Jahres hat die Bayerische Staatsregierung die Einführung eines landesweiten Gedenktages für die Opfer von Flucht, Vertreibung und
Bayern und Hessen haben in der Tat vor Kurzem den 14. September zum Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und
Im Falle der Sinti und Roma ist zusätzlich anzumerken, dass die Diskriminierung nicht mit dem Nationalsozialismus begann und auch nicht mit ihm endete. Diese Gruppen wurden bereits vorher benachteiligt und auch in der Bundesrepublik kam es zu weiteren Diskriminierungen. Nichtsdestotrotz, die von der LINKEN gestellte Anfrage ist in ihrer extremen Tiefe nicht nur Teil der bereits in der Presse thematisierten Anfragenflut mit maximaler Forderung einzelner Behörden, sondern die angestoßene Debatte erscheint mir auch ein wenig bemüht, denn – es wurde bereits erwähnt – die Aufarbeitung solcher historischen und zeitgeschichtlichen Fragen ist keineswegs eine Aufgabe für die Senatskanzlei oder die Kernmannschaft des Staatsarchivs. Nein, im Gegenteil, die Verantwortung dafür haben Institutionen der Wissensvermittlung, Aufklärung und Bildung längst übernommen, und so sind neben zahlreichen Fachpublikationen auch Unterrichtsmaterialien für Schulen, zum Beispiel das konzeptionell hervorragende Werk "Entrechtung, Widerstand,
Deswegen entschuldige ich Torge Schmidt. Wir haben überlegt, dass es richtig ist - gerade, wenn wir über Europa und Minderheiten und anderes reden -, dass unser Fraktionsvorsitzender in dieser Sekunde an der Gedenkveranstaltung im Hiroshimapark zur Erinnerung an die
Wir hatten im Vorgriff auf den Staatsvertrag eine sehr gute und intensive Zusammenarbeit mit dem Landesverband; wir haben in diesem Jahr auch gemeinsam die Gedenkveranstal tung zum 70. Jahrestag der
Meine sehr geehrten Damen und Herren, dieser Vertrag steht aber auch in einem historischen Kontext, den wir nicht ver gessen dürfen. Am kommenden Montag, den 16. Dezember, jährt sich der berüchtigte Auschwitz-Erlass, mit dem 1942 reichsweit die
Was man nicht bedacht hatte: Es gab daraufhin eine öffentliche Diskussion über den Begriff Ordnungspolizei. Dieser Begriff war zwar schon in der Weimarer Republik gebräuchlich, er wurde jedoch nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten missbraucht.Die „Deutsche Ordnungspolizei“, wie sie damals hieß, wurde SS-Führer Himmler direkt unterstellt. Sie war maßgeblich an der
Jeder musste es sehen: die brennenden Synagogen, die zerstörten und geplünderten Geschäfte von jüdischen Inhaberinnen und Inhabern, jede folgende Zwangsarisierung im gesamten Reich. Das spielte sich ebenso vor den Augen der übrigen Bevölkerung ab wie später die