Lassen Sie mich erst einmal zu zwei anderen Schwerpunkten kommen. Den Schwerpunkt
Petra Čagalj Sejdi, BÜNDNISGRÜNE: Sehr geehrter Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Es fehlte noch ein Teil, den ich mir für die zweite Runde aufgehoben habe, weil er mir persönlich besonders am Herzen liegt. Das ist das Thema
Den Vorschlag, ein humanes
Wir gewinnen aus dem NSU-Prozess die Erkenntnis, dass wir für unser freiheitliches Menschenbild jeden Tag verantwortlich sind und es jeden Tag neu zu verteidigen haben. Staat, Polizei, Medien – wir dürfen uns fragen: Wie verhalten wir uns, wenn rechtsnationaler Terror stattfindet? Sicherheitsbehörden können nur begrenzt wirken. Verbotsgesetze erweisen sich auch nur begrenzt als sinnvoll. Das Schüren fremdenfeindlicher Klischees setzt die parlamentarischen Ebenen unter Druck. Rechtsradikalen Ressentiments zu widersprechen und Flagge zu zeigen sollte Stimmen bringen statt Stimmen kosten. Politiker tragen eine besondere Verantwortung, weil sie Vorbilder sind – im Positiven wie im Negativen. Sie müssen ihre Worte besonders abwägen, vor allem bei Themen wie
Eine ambitionierte Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems, die den Grundsätzen von Verantwortung und Solidarität gerecht wird und die Genfer Flüchtlingskonvention achtet, ist notwendig. Ein umfassender Ansatz sollte dabei die Zusammenarbeit mit Herkunfts-, Aufnahme- und Transitstaaten auch zur Bekämpfung der Ursachen von Flucht und Vertreibung intensivieren, Schleusungskriminalität bekämpfen sowie verbesserte Möglichkeiten legaler
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Keine Themen eignen sich offenbar so gut für den Stammtisch wie Kriminalität und
sich ändern, und zwar drastisch, und ich freue mich darauf.“ Damit hat sie das ganze Land und nicht ein einzelnes Bundesland gemeint, und es ging um
Kurz nach seiner Verhaftung hat ihn das Landeskriminalamt als Gefährder eingestuft. Später hat ihm das Bundesamt für
Der Vertrag von Lissabon ist kein festgefügtes Instrument. Er steht am Anfang eines langen Weges. Mir ist wichtig zu sagen, dass wir viele Fragen im Rahmen dieses Vertrages beantworten müssen, und zwar: Welche soziale Dimension will dieses gemeinsame Europa? Wie leben die Nationen mit ihren unterschiedlichen Wirtschaften und Kulturen zusammen? Welche Mindeststandards wird es verbindlich geben? Wie sieht es aus mit Mindestlöhnen? – Das Thema haben wir bereits gehabt. Aber wie sieht es aus mit dem Wettbewerb der Regionen? Wie werden
Das ändert aber nichts daran, dass wir in der Integrationspolitik viele Fragen viel offensiver angehen können. Der Punkt ist, dass der Hessische Landtag in den letzten eineinhalb Jahren eigentlich eine gute Plattform dafür war, dass genau das passiert. Mich ärgert, dass zwar vor 14 Tagen,als Thilo Sarrazin rauf- und runterdiskutiert wurde, die Enquetekommission des Hessischen Landtags siebeneinhalb Stunden genau über die Frage von Wirtschaft, Arbeit und
Selbstverständlich haben Sie dafür unsere Unterstützung bekommen. Man hört, dass es in der Praxis noch nicht überall rund läuft, dass sich die Situation aber insgesamt beruhigt hat. Laut einer Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und
Ich bin mir sehr sicher, dass auch Herr Bellino damit nicht einverstanden sein wird; denn es würde die Anstrengungen der Enquetekommission für
Im Gegensatz zu den Horrorgemälden durch Sarrazin und Co. in den letzten Wochen sind die Bemühungen um Integrationserfolge trotz der schwierigen Bedingungen bei uns viel zu selten Gegenstand der Debatte. Aktuelle Untersuchungen beispielsweise des Bundesamts für
Wir haben eine Diskussion über die Integration auf dem Arbeitsmarkt geführt. In der Sitzung der Enquetekommission „
Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen, meine Herren! Ich möchte zu Beginn das aufgreifen, was Kollege Schäfer-Gümbel am Dienstag in seiner Aussprache zur Regierungserklärung gesagt hat, und noch einmal darauf hinweisen, dass wir vor zwei Wochen eine der, wie ich finde, interessantesten und produktivsten Sitzungen unserer Enquetekommission „Integration und
Wir haben es mit einer Querschnittsaufgabe zu tun, die sowohl im Sozialministerium als auch im Wirtschaftsministerium, im Kultusministerium und insbesondere – worauf ich auch noch zu sprechen komme,wenn es um die
Das ist übrigens auch eine Frage der Integrationsdebatte, die wir hier zu führen haben. Die Frage lautet nämlich: Kommen wir jenseits modellhafter Regionen, denen man ein bisschen Geld gibt, damit sie ihre gute Arbeit noch ein bisschen besser machen können, dazu, dass auch die Landesregierung in diesem Punkt aktiv wird? Die Enquetekommission „
Bei dem Thema Integration möchte ich darauf hinweisen, dass das, was wir machen, von den anderen Bundesländern offensichtlich als so positiv angesehen wird, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zuständigen Abteilung – so will ich es einmal ausdrücken – fast wöchentlich zu Kongressen in anderen Bundesländern eingeladen werden, wobei insbesondere das Thema „Modellregionen Integration“ überall gefragt ist. Das ist eine völlig neue Idee, die es bisher nirgendwo gegeben hat und bei der man versucht, die Programme, aber auch die Bedürfnisse der Kommunen, der Kreise, des Landes, des Bundes und von Stiftungen im Zusammenhang mit dem Thema
Nicht jedes Programm, das wir in den letzten Jahren zu dem Thema
Auf der anderen Seite – das zeigen auch die Beratungen, die wir in der Enquetekommission Integration und
in dem von meiner Senatsverwaltung vorgelegten Bericht an den Hauptausschuss über die verbindliche Zielstruktur für den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Berlin abgebildet, den der Senat am 18. März 2008 beschlossen hat. Der Rat der Bürgermeister hat sich mit Beschluss vom 17. April 2008 der Stellungnahme seines Ausschusses für Gesundheit, Soziales, Gleichstellung und
Grundsätzlich finden die Abschiebungen statt nach abschließender Behandlung durch das Bundesamt für
Was die fremdfinanzierten Kurse durch das Bundesamt für
Wandel sind keine leeren Schlagworte, sondern sie beschreiben eine Gesellschaft, die weltweit im Umbruch ist, der in Quantität und Qualität nur mit wenigen Epochen der Menschheitsgeschichte vergleichbar ist. Die zentralen Phänomene dabei sind: einerseits die kulturelle Mischung als Folge der
Hören Sie einfach zu, ich habe Ihnen auch zugehört! – Die Aufarbeitung ist auch wichtig, um die Propagandaformen der SED wirksam zu entkräften. Erinnern wir uns, wie oft die SED die Übersiedler dazu benutzte, sich als das wahre soziale Deutschland darzustellen! Darum ist es wichtig, die wirklichen Motive der Übersiedlung herauszuarbeiten und öffentlich zu machen. Uns zu unterstellen, wir wollten eine Gleichstellung, ist Unfug. Dass auch die West-Ost-
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben gerade eine durchaus emotionale Debatte zu einem emotionalen Thema erlebt. Das ist völlig verständlich – zum einen, weil es Kinder und Jugendliche sind, die überall auf der Welt am meisten unter Missständen leiden, zum anderen, weil
Außerdem müssen wir darüber reden, wie wir sicherstellen, dass Frauen, die arbeiten wollen, auch arbeiten können. Natürlich müssen wir über eine Ausweitung der
Vielen Dank! – Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Die Überweisung an den Ausschuss für Gesundheit, Soziales,
Ferner wird sich der Senat dafür einsetzen, dass in den Integrationskursen des Bundesamtes für
In der Tat, Herr Wansner: Mit den Integrationskonzepten I und II haben die rot-rote Koalition und der Berliner Senat nicht nur den Paradigmenwechsel in der Integrationspolitik Berlins vollzogen, sondern wir haben uns auch aufgemacht, die angehäuften Probleme von 40 Jahren Ignoranz und Borniertheit in diesem Themenfeld beharrlich anzugehen und zu bearbeiten. Die Geschichte dieser gefährlichen Borniertheit und der vertanen Chancen einer Politik, die die Einwanderungsrealität Berlins zu leugnen versuchte, liebe Kollegen von der CDU, können Sie jetzt in diesem kleinen Büchlein von Sanem Kleff und Eberhard Seidel: „Stadt der Vielfalt – das Entstehen des neuen Berlin durch