Beispiel fünf: Sie haben keine Konzeption für die Informationstechnologie innerhalb der Staatsverwaltung. Die Abhängigkeit der gesamten Staatsverwaltung von der Firma „
Sie erwähnten
Dringend erforderlich ist ein Standardangebot mit einem Katalog von Hard- und Software, insbesondere von Arbeitsplatzsystemen, Notebooks, kleineren Servern,
Aus dieser ersten Telekooperation für Brandenburg sind namhafte Projekte hervorgegangen. Ich möchte die elektronische Melderegisterauskunft der Stadt Rathenow oder den elektronischen Fördermittelantrag für Landwirte nennen, die in diesem Zusammenhang entwickelt und umgesetzt wurden. Schon damals ist es dem Land gelungen, einen großen Investor für die Durchführung einzelner IT-Projekte zu gewinnen. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit setzen wir fort. Wir haben einen neuen Kooperationsvertrag mit der Telekom über 10 Millionen Euro geschlossen, um kommunale E-Government-Projekte durchführen zu können. Zur Sicherstellung eines fairen Wettbewerbs haben wir dieses Angebot nicht unmittelbar angenommen, sondern europaweit ausgeschrieben, um Kooperationspartner für die Durchführung insbesondere kommunaler Projekte zu gewinnen. Im Rahmen dieses Auswahlverfahrens konnten wir gemeinsam mit dem Wirtschaftsminister erfreulicherweise neben der Telekom auch die Firmen IVU und
Problematisch ist auch, dass das gesamte noch in der Hand der Telekom befindliche Kabelnetz anscheinend an eine einzige private Investorengemeinschaft veräußert wird. Diese Investorengemeinschaft wird das Kabelnetz für Fernsehen, Telefonie, Internet und Multimediaanwendungen ausbauen und hierbei technische Standards setzen wollen. Diese Standards werden wahrscheinlich nicht mit den technischen Standards deutscher beziehungsweise europäischer Unternehmen übereinstimmen, sondern sich an den amerikanischen Standards des Investors orientieren. Hier entsteht eine enorme Abhängigkeit vom Investor, die man auf einem anderen Gebiet schon kennt. In der Computerbranche gibt der Riese
Ich werte dies auch als Erfolg einer Politik, die nicht den Versuch unternimmt, sich massiv in den Wettbewerb mit den großen Medienstandorten Köln, Hamburg, Berlin oder München zu begeben, sondern die gezielt danach sucht, wo insbesondere das Internet in neu geschaffenen Nischen die Möglichkeit schafft, zusätzliche Arbeitsplätze, und zwar hoch qualifizierte Arbeitsplätze, zu errichten. Das gilt genauso für strategische Kooperationen des Landes mit der Telekom, mit
Es gibt viele, viele weitere Beispiele: ThyssenKrupp und das Dortmunder Oberflächenzentrum oder auch die von Ihnen angesprochene Zusammenarbeit von Eon mit der Aachener Hochschule. Aber da sind andere Weltunternehmen vorangegangen. Ich erinnere nur an
(Beifall von CDU und FDP – Marc Jan Eu- mann [SPD]: Wie war das denn mit
Die Chronologie spricht für sich. Seitdem im Dezember 1999 das Aktionsprogramm n-21 von Ministerpräsident Gabriel angekündigt wurde, hat sich eine beispiellose Erfolgsbilanz entwickelt. Ziel des Aktionsprogramms ist es, Schülerinnen und Schüler für die Wissensgesellschaft zu qualifizieren. Perspektive ist eine Lernkultur, in deren Zentrum problemorientiertes, selbstgesteuertes und kooperatives Lernen und die Vermittlung von Medienkompetenz stehen. Realisiert wird das Aktionsprogramm im Rahmen einer Public Private Partnership durch den Verein n-21 und durch eine Projektgruppe im Kultusministerium. Die Bilanz ist sehenswert. Im Januar 2001 fand eine erste Förderrunde statt. Im Februar 2001 wurde ein Kooperationsvertrag mit einem Volumen von mehr als 10 Millionen DM von Ministerpräsident Gabriel und dem Chef von
Beschlussfassung über den von der DIE LINKE-Landtagsfraktion eingebrachten Antrag betreffend: Abhängigkeit von
6. Beschlussfassung über den von der DIE LINKE-Landtagsfraktion eingebrachten Antrag betreffend: Abhängigkeit von
Beschlussfassung über den von der DIE LINKE-Landtagsfraktion eingebrachten Antrag betreffend: Abhängigkeit von
Im Übrigen haben die amerikanischen Behörden die Daten aus unserer öffentlichen Verwaltung, also beispielsweise Daten der Polizei, des Verfassungsschutzes und - das hier sollte Ihnen vor allen Dingen zu denken geben - die gespeicherten Informationen zu Firmen und Unternehmen. Wenigstens das sollte Sie in diesem Zusammenhang doch beunruhigen, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wenn Sie schon nicht auf mich hören möchten, so hören Sie doch wenigstens auf das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Dort sagt man über
Wir erreichen mehr Sicherheit eben nicht einfach durch den Einsatz von Open-Source, sondern durch eine Kombination aus proaktiven Maßnahmen und mehr Transparenz. Um Sicherheitslücken zu schließen und sich somit vor Hackerangriffen zu schützen, werden alle eingesetzten Produkte regelmäßig auf die aktuelle Gefährdungslage hin überprüft und durch sogenannte Patches angepasst. Hierzu untersucht unter anderem auch der von Ihnen kritisierte Konzern
Eine Einbeschränkung der überbordenden Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit und We r b u n g brächte zusätzliche Mittel für den Haushalt. Wir fordern, alle Effizienzreserven in der Verwaltung zu mobilisieren. Als Beispiele nenne ich das Leasing aller Dienstfahrzeuge, insbesondere bei der Polizei nach dem Vorbild Baden-Württembergs, Herr Finanzminister; das Sparen von Lizenzgebühren im IT-Bereich durch den Umstieg von
also gar nicht überprüfen, ob diese Systeme, in die er millionenschwere Investitionen getätigt hat, auch wirklich sicher sind. Bestimmt erinnern Sie sich an vorletztes Jahr, als es weltweit plötzlich zu Systemausfällen gekommen ist. In England wurden zahlreiche Krankenhäuser lahmgelegt. In Russland betraf es das Innen- und Katastrophenschutzministerium und hier in Deutschland wurde teilweise die Deutsche Bahn außer Gefecht gesetzt. Der Cyberangriff „WannaCry“ hatte zugeschlagen. Mittels einer Schadsoftware wurden in 150 Ländern über 230.000 Computer infiziert, um Lösegeld von den Nutzerinnen und Nutzern erpressen zu können. Als Folge konnten die Nutzer bei dieser sogenannten Ransomware ihre Rechner nicht mehr benutzen, sofern sie nicht zahlungswillig oder -fähig waren, also ein globaler Angriff mit katastrophalen Folgen. Der Sicherheitsfehler, sozusagen das Einfallstor für diesen Angriff, wurde jahrelang von
Regelmäßig erscheinen neue Sicherheitslücken bei
Liebe Kolleginnen und Kollegen, mittlerweile ist Open Source schon längst in Wirtschaft und Wissenschaft der Standard, zum einen natürlich aus Kostengründen und zum anderen, weil die Weiterentwicklung dieser Systeme viel dynamischer verläuft, wenn viele kreative Geister sich daran beteiligen, als wenn nur ein einziges Unternehmen in der Verantwortung steht. Hierbei - das hatte ich eben schon erwähnt - ist der Quellcode öffentlich. Die sogenannte Schwarmintelligenz findet und schließt die Sicherheitslücken. Umgekehrt stehen
unsere französischen Nachbarn nutzen bereits Open-Source-Programme in 15 von 22 Ministerien. Italien verpflichtet seit 2012 seine Behörden dazu, primär auf Open-Source-Basis umzusteigen. Selbst in Deutschland, in Schleswig-Holstein, wurde vor kurzem im Landtag beschlossen, dass man sich zukünftig von
Nach der Frage des Supports komme ich zum nächsten wichtigen Thema, das anzureißen ist, wenn wir über den Softwareeinsatz in der Verwaltung sprechen: die Kompatibilität und Standardisierung. Die Landesregierung setzt im Zuge eines effizienten IT-Einsatzes auf größtmögliche Standardisierung. Essenziell bei der Software- und Betriebssystem-Auswahl ist die Kompatibilität mit anderen Programmen. Es wird eben nicht nur mit
Doch warum machen dann so wenige Unternehmen und Privatpersonen davon Gebrauch? Das hat natürlich Gründe. Der vielleicht wesentlichste Grund ist die leichte Bedienbarkeit und die altvertraute Windowsoberfläche, mit der man sich auch zu Hause auseinandersetzen muss, und das nun seit mehr oder weniger 27 Jahren. Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht, besagt eine alte deutsche Redensart. Genauso verhält es sich bei vielen Windowsbenutzern, wenn es um das Betriebssystem ihres Computers geht. Lieber das Altvertraute nutzen, mit dem man sich auskennt, als irgendwelche Experimente machen. Aber auch das in der Breite auf
men und nicht zuletzt auch an Computerspielen sorgt dafür, dass
Lassen Sie uns auf die Performance von OpenSource-Lösungen blicken. In diesem Zusammenhang möchte ich auch mal erwähnen, dass die Bediensteten unserer Verwaltungen sehr gut ausgebildet sind und sich stets auch mit neuen Programmen arrangieren könnten. Aber unsere Bediensteten haben vor allem Vorkenntnisse im Umgang mit den
Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kollegen! Je nachdem, welcher Schätzung oder Statistik man Glauben schenkt, werden weit über 80 Prozent der Heim- und Office-PCs beziehungsweise Notebooks mit
Letzten Endes bezweifeln wir, dass eine Umstellung auf Open-Source-Systeme der große Wurf wäre. Darüber hinaus sind die Kosten nicht abschätzbar, auch wenn es einem nicht gefallen mag. Ein Umstieg von
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Kollege Lander, als ich Ihre Rede zu Anfang verfolgte, kam ich mir ein bisschen wie bei James Bond 007 im Auftrag Ihrer Majestät vor. Vielleicht ist auch das der Grund, warum die Briten aus Europa austreten wollen, weil wir mit
Werte Kolleginnen und Kollegen der Fraktion DIE LINKE, was machen Sie nun mit all diesem Wissen? Sie schauen sich das Projekt LiMux von München an, bringen verschiedene Ausführungen einiger ITExperten ins Gespräch, stellen die Sicherheit von
Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren! Vor etwa einem halben Jahr haben wir zu der Haushaltsdebatte als Entschließungsantrag beantragt, dass das Land Rheinland-Pfalz verstärkt Open-SourceSoftware einsetzen soll und diesen Einsatz prüfen soll, vor allem prüfen soll, wie viel Geld eingespart werden könnte, wenn eine solche Software – um es deutlich zu sagen: nicht
Wir sind im Land natürlich nicht die einzigen, die sich Gedanken über den Open-Source-Software-Gebrauch machen, sondern der Bundesminister des Innern hat schon seit langem angekündigt und umgesetzt, dass in vielen Bereichen der Bundesverwaltung, beispielsweise auch im Bundestag, Open-Source-Software, hauptsächlich für die Server, auch genutzt wird. Aber auch Städte machen sich Gedanken. Die Stadt München hat die Verträge mit
Gestern haben in Mainz zum ersten Mal neun Städte getagt, die gemeinsam beraten haben, wie eine Umstellung von der bisherigen
Es geht um Software, deren Quellcode offen gelegt ist, auf der keine Patente ruhen und an der auch – beispielsweise im Bereich Linux – eine weltweite Gemeinde an deren Weiterentwicklung und Umsetzung in ganz konkrete Anwendungen arbeitet, im Gegensatz zu einer proprietären Software, wie sie beispielsweise von