Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Bekämpfung des Rechtsextremismus ist ein zentrales Anliegen aller demokratischen Fraktionen in diesem Haus sowie der jetzigen, aber auch der vorherigen Landesregierung. Wir stehen hier in der Kontinuität und in der Gemeinsamkeit der Demokraten. Das sollten wir bei allen Unterschieden in Einzelfragen auch immer wieder deutlich machen. Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Nationalsozialismus oder gar die Leugnung des
Meine Damen und Herren, wer so versucht, die dunkle Geschichte des
Eines möchte ich hier von Anfang an klarstellen: Die teilweise und moralisch völlig verwerfliche Bombenoffensive der Alliierten im Zweiten Weltkrieg kann nicht annähernd mit dem Unrecht und der moralischen Ungeheuerlichkeit des
Ich kann Ihnen in allen Punkten beipflichten, nur in einem einzigen Punkt eben nicht, in der Unterstellung, dass wir die Ursachen dieses
Den
Frau Stange wird als langjährige Vertreterin der GEW in Sachsen doch wohl wissen, wie die meisten Ihrer Kolleginnen und Kollegen ticken, nämlich links. Die gesamte Mittelstufe und Oberstufe über sind die Schüler in ihrer Mehrheit linken Lehrern ausgesetzt, neben denen sich
Aber wir brauchen gar nicht auf andere Länder zu schauen. Politische Entwicklungen bei uns geben hinreichend Grund zur Sorge um unsere Demokratie. Wenn der Landesvorsitzende einer sich selbst als demokratisch bezeichnenden Partei von einer "dämlichen Bewältigungspolitik" spricht, das Berliner Mahnmal für die Opfer des
Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, hat bei seiner Erklärung zum
Aber diese Aufgabe betrifft nicht nur die Schulen, sondern sie betrifft auch andere Einrichtungen des Staates und darüber hinaus: Zum Beispiel die Hochschulen. Wir haben an allen bayerischen Landesuniversitäten Professuren, Lehrstühle und Institute, die sich in Forschung und Lehre mit politischhistorischer Bildung, mit Antisemitismus und Extremismus befassen. Wir werden gern in unserem Bericht darauf eingehen. Wir haben spezielle weitere Institutionen, etwa die Hochschule für Politik in München, das Institut für Zeitgeschichte mit seinem Zentrum für
Dieses Spektrum besteht aus zahlreichen Facetten. Am Beispiel Halle haben wir erleben müssen, wie besessen der mutmaßliche Täter von antisemitischen Thesen gewesen ist. Laut Tagesspiegel leugnete er den
Letzten Freitag war der alljährliche
Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, vor allem der CDU, lassen Sie mich, bevor ich zum Inhaltlichen komme, meine Verwunderung über die Aktuelle Stunde zum Ausdruck bringen. Wir stehen gemeinsam vor einer Aufgabe, nämlich gute Bildung bereitzustellen für Kinder, die etwas anders sind, Kinder, die mit einer Behinderung leben, Kinder, die aus einem anderen Kulturkreis kommen, oder Kinder, die kein Deutsch sprechen können. Das sind im Moment gerade einmal 3 Prozent aller Thüringer Schülerinnen und Schüler. Mit der Formulierung Ihrer Aktuellen Stunde und mit Ihrer Rede, Herr Tischner, unterstellen Sie, dass die Schulen mit dieser Aufgabe überfordert werden, und Sie sagen, dass dieses Problem so groß sei, dass es heute am
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich persönlich kann mich nicht erinnern, wann wir in Thüringen das letzte Mal in so kurzer Zeit so viele vergleichbar große und eindeutig fremdenfeindliche Aufmärsche erlebt haben, wie das gegenwärtig der Fall ist. Am vergangenen Sonntag folgten tausend Menschen einem antiamerikanischen Demonstrationsaufruf in Erfurt. Bereits drei Wochen hintereinander demonstrieren Hunderte Menschen in Suhl auf Veranstaltungen, organisiert aus dem Südthüringer Neonazispektrum. Pegida-Ableger gibt es zwar inzwischen bundesweit in vielen Städten – Dresden, Leipzig, Magdeburg, Düsseldorf, München, das sind nur einige Beispiele –, aber die Sügida in Suhl ist nach Pegida und nach dem Leipziger Ableger die größte derartige Demonstration bundesweit. Die sogenannte Sügida – Südthüringer gegen die Islamisierung des Abendlandes – tritt dabei als Pegida-Ableger auf. Eine eigenständige Positionierung haben sie nicht, klar ist aber, dass die Demonstrationen organisiert und massiv beworben werden von Personen, die sich der Thüringer und bayrischen Neonaziszene zuordnen lassen. Fremdenfeindliche Parolen, Redner, die wegen Volksverhetzung verurteilt wurden oder den
Unverzüglich wäre etwas anderes gewesen. Aber es sprechen ja auch andere Personen dort, die sich selbst der AfD zugeordnet haben. Nur ein Beispiel: Paul Latussek,
Fremde.“ Genau deshalb lehne ich es auch für mich ab, diesen Begriff zu verwenden, weil er irreführt. Es ist Rassismus, Rassismus, der dazu führt, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft, dass Menschen aufgrund möglicher äußerer Merkmale stigmatisiert werden, ausgegrenzt werden, zu Opfern hier bei uns werden, und das in einer Zeit, in der wir über jede und jeden froh sein sollten, der oder die entscheidet, zu uns nach Thüringen zu kommen und hier mit uns zu leben. Dazu kommt, dass wir hier auch Flüchtlinge beherbergen, Asylbewerberinnen begrüßen, die zu uns kommen, weil sie fliehen mussten, weil sie ihre Heimat verlassen mussten. Es ist selbstverständlich und nicht nur angesichts des gestrigen
Als Bundeskanzler Adenauer sieben Jahre nach dem Ende der millionenfachen Ermordung europäischer Juden 1952 mit dem Wiedergutmachungsabkommen einen ersten Versuch machte, war kaum zu hoffen, dass sich daraus so intensive Beziehungen zwischen den beiden Staaten entwickeln würden. Die Bundesrepublik Deutschland übernahm die Verantwortung für die Bewältigung der Folgen des
Deshalb ist der 12. Mai auch ein Jahrestag der Erinnerung an die Schoa, an den
Ich möchte Sie noch einmal fragen, ob es nicht Herr Gauland war, der sagte, kein anderes Volk habe so deutlich mit einer falschen Vergangenheit aufgeräumt wie das deutsche. Und war es nicht Herr Höcke, der das
Gefördert werden sollte diese Dialogveranstaltung durch das Demokratieprogramm „Weltoffenes Sachsen“. Und genau da, meine Damen und Herren, liegt der Hase im Pfeffer. Zuwendungsfähig sind gemäß dieser Klausel nämlich nur solche Veranstaltungen, deren Ausrichter und deren Referenten sich schriftlich zur freiheitlichdemokratischen Grundordnung bekennen. Also hätten auch die tschechischen Referenten unterschreiben müssen, dass sie die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland unterstützen. Einer von den beiden Herren ist Kind von
lung wie schon 2007 als Redner auftreten. Im Zuge der Haushaltsverhandlungen setzten die Fraktionen von CDU und FDP durch, dass das Land Niedersachsen diese Veranstaltung mit 50 000 Euro fördert. Veranstalter des Deutschlandtreffens ist die Landsmannschaft Schlesien. Dabei wird sie durch ihre Nachwuchsorganisation, die Schlesische Jugend, unterstützt. Diese wiederum pflegt enge Kontakte zur Jugendorganisation des rechtsextremen Witikobundes e. V. Unter anderem führen beide Organisationen gemeinsame Veranstaltungen durch. Der Bundesvorsitzende der Schlesischen Jugend, Gernod Kresse, ist gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender der Jungen Witikonen im Witikobund e. V. Dort kooperiert er mit dem NPDPolitiker Willi Wiener, welcher NPD-Kreisvorsitzender in Regensburg ist. Gernod Kresse sollte auch auf dem Deutschlandtreffen der Schlesier 2007 in Hannover als Redner für die politische Hauptkundgebung auftreten. Erst auf politischen Druck wurde er durch einen anderen Redner ersetzt. Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien ist Rudi Pawelka, welcher auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Preußischen Treuhand GmbH & Co. KG a. A. ist, die durch ihre Aktivitäten das deutschpolnische Verhältnis belastet. Bereits im Jahr 2007 hatte der Ministerpräsident seine Unterstützung der Veranstaltung davon abhängig gemacht, dass rechtsextreme Aktivitäten auf dem Deutschlandtreffen verhindert werden. Trotzdem konnte man an den Ständen Schriften von Autoren wie dem
geeignetes und wirksames Mittel zur Bekämpfung des Rechtsextremismus kann dabei auch das Verbot eines rechtsextremistischen Vereins sein. Daher hat die Landesregierung innerhalb des letzten Jahres die vom Bundesministerium des Innern verfügten Verbote gegen die rechtsextremistischen Vereine „Collegium Humanum“, „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreiten des
„Auschwitz“ ist spätestens seit den Frankfurter AuschwitzProzessen zum Inbegriff der nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen, insbesondere des
ist für breiteste Teile der Bevölkerung in Thüringen und in den neuen Ländern prägend gewesen und gehört in der Unmittelbarkeit des Erlebens zur kollektiven historischen Erfahrung der Menschen. Dies rechtfertigte es, dass man den 17. Juni als einen – wenngleich unglücklichen – Meilenstein der Nachkriegsgeschichte Deutschlands gleichfalls als gesetzlichen Gedenktag festlegt. Dabei freilich sollte man es bewenden lassen. Die der Erinnerung an die Entwicklung des deutschen und jüngeren Thüringer Parlamentarismus gewidmeten Tage sind trotz ihrer historischen Wichtigkeit nicht annähernd in gleicher Weise im breiten Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Mit Blick auf den 9. November wird dem Gedenken an die Wiedervereinigung und die Nachkriegsgeschichte Deutschlands dadurch Rechnung getragen, dass der 3. Oktober als bundesweiter gesetzlicher Feiertag eingeführt worden ist. Die weiteren Bezüge zum nationalsozialistischen Unrecht, zu Schoah und
Zu Recht hat die 95-jährige
Der deutsche Faschismus, der
Heute wissen wir: Mit dem
Wir hatten am Montag eine sehr würdevolle Veranstaltung in der Gedenkstätte Osthofen, die sich dieser Opfergruppe gewidmet hat. Zum allerersten Mal, seit der Landtag die Gedenkveranstaltung zum
Das Gedenken aufrechtzuerhalten ist unsere gemeinsame Aufgabe als Demokratinnen und Demokraten, und dass es nicht zu einer „180-Grad-Wende“ in der Erinnerungskultur kommt, und dass nicht der
Die Aussagen der gewählten Politiker werden von ihnen selbst mit einer Reihe von Ausreden belegt, aber die Worte sind so scharf und erschüttern unsere menschlichen Grundwerte bis in das Mark. Herr Gauland bezeichnete den Nationalsozialismus als Fliegenschiss der Geschichte, er sagte über unseren gefeierten Fußball-Star Jerome Boateng, den wolle niemand als Nachbarn haben. Björn Höcke forderte eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad und bezeichnete das
Im heute beschlossenen zweiten Gesetz zur Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes wird der 17. Juni 1953 in eine Reihe mit dem 8. Mai 1945 gestellt. Das bedient Geschichtsklitterung. Der 8. Mai 1945 ist der Tag der Befreiung vom Faschismus, der Tag, an dem der grauenhafte zweite Weltkrieg mit mehr als 50 Millionen Toten sein Ende in Europa fand, der Tag, an dem der Völkermord an 6 Millionen europäischen Juden beendet wurde. Dieser Tag ist etwas historisch Einmaliges und es ist illegitim, die Befreiung vom
Der 8. Mai soll uns als Gedenktag mahnen, die Verbrechen des Nationalsozialismus niemals zu vergessen, den