Meine Damen und Herren von der Opposition! Sie erwecken den Eindruck, als wollten Sie unser Land chaotisieren. Sie unternehmen nichts, um den übergroßen Zustrom von Zuwanderern zu begrenzen, und Sie unternehmen alles, um die
Die Menschen ordentlich unterzubringen, sie medizinisch zu versorgen und sie wenigstens halbwegs zügig zu registrieren, das kriegt ihr nicht auf die Reihe, aber beim Abschieben wird auf dicke Hose gemacht. Frank Henkel kümmert sich nur um
Senator Heilmann ist der Meinung, dass Geflüchtete in medizinischer und psychotherapeutischer Behandlung ihre Erkrankung oder ihr Trauma nur vortäuschen, um ihrer
Ich sage Ihnen auch, was wir in Deutschland können und was nicht. Wir können verfolgten Menschen Schutz bieten, aber nicht allen Menschen eine neue Heimat. Ich verstehe nicht, warum Sie in Ihrer Aktuellen Stunde hier einen Gegensatz zwischen Willkommenskultur und
Es gibt auch – das wissen Sie, Frau Kollegin Bayram – immer wieder Debatten über Einzelfälle. Sie wissen genau, weil Sie viel Energie und Kraft hineingesteckt haben, wie lange wir hier im Parlament über die
Sofortmaßnahmen und Unterkünfte sind das eine,
Wie kann man sich eigentlich in der Situation, in der wir uns befinden, besoffen reden am Instrument der
Darüber muss gesprochen werden, genauso wie über schnelle Verfahren oder eben auch das Instrument der
Ich will deswegen einmal am Beginn grundsätzlich werden: Wir können dem nicht folgen, dass
Aber – und das kommt sofort als nächste Anmerkung, die unmittelbar in diesem Zusammenhang genannt werden muss: Das Thema
Ein konkretes Beispiel für die zum Teil absurden Gründe, warum es hier in Berlin Aufenthaltsbeendigungen gibt: Das haben wir letztes Jahr, im Jahre 2014, gesehen, als die Berlinerin Simran Sodhi abgeschoben werden sollte. Sie arbeitete im Vorzeigeprojekt von Frau Senatorin Kolat als Integrationslotsin in Treptow-Köpenick. Die Ausländerbehörde verweigerte ihr eine Verlängerung des Aufenthaltsstatus mit der Begründung, ihr Job – noch mal zur Erwähnung: es war ein Vorzeigeprojekt des Senats – sei nicht von öffentlichem Interesse. Erst zahlreiche Medienberichte und eine Petition mit über 20 000 Unterschriften konnten hier ein Umdenken bewirken. Aber nicht alle von
Zur Entscheidungspraxis hat der Kollege Reinhardt schon etwas gesagt. Ich mache es kurz, um an dieser Stelle einfach auch Zeit zu sparen. Es ist richtig – die Härtefallkommission kann mit Zweidrittelmehrheit den Innensenator um die Aufenthaltserlaubnis nach § 23a im Aufenthaltsgesetz ersuchen. Der Senator muss dieses Votum mit in die Prüfung ziehen, hat aber letzten Endes die Letztentscheidungsbefugnis. Wenn es noch neue Situationen oder Fakten gibt, ist es auch möglich, an dieser Stelle nachzuverhandeln und mit ihm das Gespräch zu führen. Für diesen Fall muss darauf hingewirkt werden, dass während des Nachverhandelns die betroffene Person auch noch vor
Es ist nämlich so, dass es eine solche Regelung – die hieß nicht Abschiebestopp – gab: Man hat als Senat die Möglichkeiten genutzt, die man hatte, um eben nicht alle Leute sofort abschieben zu müssen. Es gab eine solche Regelung unter Rot-Rot. Die Grünen sind dafür, die Piraten auch, weil wir das sonst hier nicht gemeinsam eingebracht hätten. Die SPD wäre wahrscheinlich in Mehrheit auch dafür zu haben, und man sieht ja jetzt an dieser Stelle noch mal sehr schön, wie eine parlamentarische Minderheit der Mehrheit dieses Parlaments ihre Minderheitenmeinung aufdrückt, nämlich dass es besonders cool ist, Leute zu jedem Zeitpunkt abzuschieben, auch wenn es Schutzgründe gibt, auch wenn man jetzt sagen kann: Nein, in dem Heimatland ist es jetzt zu kalt! Wir warten lieber noch ein paar Monate mit der
desrepublik Deutschland und auch unserer Stadt verpflichteten Politik sein, den Zuzug nach Deutschland auf das humanitär berechtigte Maß zu beschränken. Deshalb ist das Gebot der Stunde, nicht
Weil hier die Frage aufgeworfen wurde, ob die
Auf dem Landesparteitag 2015 hat die Berliner SPD einen Winterabschiebestopp gefordert. Besonders makaber ist die Entscheidung, das ehemalige Abschiebegefängnis in Berlin in eine Unterkunft für sogenannte aussichtslose Fälle umwandeln zu wollen. Welch eine Ironie, wenn es hier nicht um Leib und Leben der Betroffenen ginge. Das Mindeste, was der Berliner Senat machen muss, um dem Auftrag des Grundgesetzes zu genügen, ist, eine gründliche Einzelfallprüfung – so wird übrigens auch in Thüringen vorgegangen – vor jeder
Besonders schwerwiegend wird es daher schutzbedürftige Flüchtlinge treffen – Kranke, Traumatisierte und Minderjährige –, gerade wegen der Einführung beschleunigter Verfahren und wegen des Mangels an der Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen. Kranke müssen in detaillierten Attesten nachweisen, warum eine Erkrankung gegen die
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Dilek Kolat! Ihr Koalitionspartner hat gerade eben Ihren Masterplan als ein Dokument von Abschottung,
Ein Blick nach Österreich, wo wir über den Ausgang der Präsidentschaftswahlen erst einmal erleichtert, aber keinesfalls beruhigt sein dürfen, zeigt: Rechtspopulisten bekämpft man nicht durch die Erfüllung ihrer menschenfeindlichen Forderungen nach Abschottung und
Ein weiterer Aspekt ist die gesundheitliche Versorgung, die hier schon mehrfach eine Rolle gespielt hat. Da sagen wir ganz klar, nach wie vor: Für die Gruppe derjenigen Menschen, die in Berlin ohne Papiere leben und aus Angst vor
8 % der abschließend behandelten Petitionen – leider ein neuer Negativrekord. Die Anzahl der aufenthaltsrechtlichen Petitionen hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert, nur der Schwerpunkt der Herkunftsländer ist ein anderer. Kosovo und Albanien waren früher stark vertreten; nun sind es Pakistan und die Türkei. Diese Verschiebung hat allerdings zu keinen besseren Bedingungen für den Aufenthalt der Menschen geführt. Nach wie vor leben Migrantinnen und Migranten in der Unsicherheit und der Angst vor
Der Gesundheitsbereich ist genauso prekär. Werden Menschen ohne Papiere krank, sind sie vom regulären Gesundheitssystem ausgegrenzt. Vertreterinnen und Vertreter staatlicher oder gesundheitlicher Behörden müssen Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus, die sich medizinisch behandeln lassen, melden, denn nach § 87 Abs. 2 des Aufenthaltsgesetzes haben alle öffentlichen Stellen die Pflicht, Informationen über den fehlenden rechtmäßigen Status eines Ausländers an die Ausländerbehörde zu übermitteln, wenn sie davon Kenntnis erlangen. Das Problem ist, dass natürlich aus Angst vor Registrierung und
Lassen Sie uns diesen Menschen die Gewissheit geben, dass sie hier in Berlin nicht um Leib und Leben fürchten müssen, dass sie sich in unserer Stadt frei von Repressionen bewegen können, dass sie nicht ständig unter Druck stehen, sich bei ihrer eigenen
Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Da ich angesprochen wurde, möchte ich nur diese kurze Bemerkung machen, Herr Woldeit. Es ist genau das, wovor ich gewarnt habe, dass durch eine beispiellose Vermengung und durch Verquirlen von allen möglichen Sachverhalten eine Stimmung erzeugt wird, die bei den Beobachtern den Eindruck erweckt, überall seien Verschwörer am Werk, die eine Strafverfolgung oder eine
jahrelang die Augen vor den Realitäten verschlossen. Wir haben jahrelang nicht erkannt, wo die Probleme liegen. Wir sind auch heute nicht bereit, die Realitäten beim Namen zu nennen, insbesondere was konsequente
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Herr Czaja! Ich habe die Ressortverantwortung für Inneres wahrgenommen. Getroffen haben sich die Innensenatoren von Hamburg, Bremen und Berlin aus dem Grund, dass wir in einer angespannten Sicherheitssituation sind – abstrakt angespannt –, und das nun schon seit geraumer Zeit, und da insbesondere die großen Städte in Deutschland besonderen Herausforderungen gegenüberstehen. Wir haben das auch im Hinblick auf die Innenministerkonferenz getan, die in der nächsten Woche in Leipzig stattfindet, und im Hinblick auf entsprechende Äußerungen des Bundesinnenministers, der den großen Städten, darunter auch Berlin vorwirft, bei der Bekämpfung und der
Richtig ist, dass wir für die
Richtig ist auch, dass die beiden Ressorts miteinander in Verhandlungen sind, um eine weitere Hafteinrichtung für Gefährder zu schaffen. Ich gehe davon aus, dass die in der ersten Jahreshälfte 2018 vom Justizressort an das Innenressort übergeben wird und wir diese Einrichtung eröffnen können, um dann tatsächlich handlungsfähig zu sein. Das bezieht sich aber insbesondere auf die
Also, Herr Wansner, durchaus nicht. Ich habe Herrn Taş so verstanden, dass er darauf aufmerksam macht, dass jeder Einzelfall sorgfältig geprüft wird, dass dieses Instrument der
Das ist absolut richtig, Herr Kollege Zimmermann! Aber Sie können nachher in Ihrem Redebeitrag darauf eingehen. – Wir missbilligen übrigens auch die Haltung des Senats, und ich zitiere noch einmal die Aussage des innenpolitischen Sprechers der Linksfraktion, wonach jede einzelne