Aber das würde ein Umdenken erfordern, das heißt, wir müssten uns von der Kriminalisierung von Migrantinnen und Migranten verabschieden und eine Entkriminalisierung von
Denn eines steht für mich fest:
Meine Überzeugung ist:
Vielen Dank, Herr Präsident! – Ich war ein bisschen überrascht, dass es nicht wie sonst, wenn Herr Dregger spricht, eine Kurzintervention gegeben hat. Ich glaube, das perlt mittlerweile schon an uns ab. – Es gibt momentan einen paradoxen Trend in Deutschland und Europa. Zum einen gibt es immer mehr Ressentiments gegenüber Zuwanderern oder als fremd empfundenen Menschen. Es gibt einen Anstieg von Angriffen auf Geflüchtete und auf religiöse Einrichtungen von Muslimen und Juden in Deutschland. Gleichzeitig wächst die Zahl der Menschen, die aus Deutschland auswandern Jahr für Jahr an. Das betrifft vor allem junge Menschen und gut Qualifizierte. Das geht aus einer Studie hervor, die gerade diesen Monat vom Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und
In Deutschland ist es auch fünf Jahre nach der großen Flüchtlingswelle noch nicht möglich, ein heißes Herz mit einem kühlen Kopf in Einklang zu bringen. Die Lernkurve in Sachen
In Frankreich z. B. ist es das Credo der Regierung, keine Anreize für
Nachvollziehbare Regeln, die ausnahmslos umgesetzt werden, sind die einzige Möglichkeit, Menschen in Not zu helfen. „Flucht hat Gründe“, heißt es im Titel der Aktuellen Stunde der Fraktion DIE LINKE. Das ist richtig: Einer dieser Gründe besteht in der vielfältig kommunizierten Überzeugung von GRÜNEN, LINKEN und Teilen der SPD, sich gegen jede Regulation von
Wir kommen noch dazu. – Ja, wir haben ein gesamtgesellschaftliches Problem mit der Gewalt gegen Frauen und Kinder. Wir haben dieses Problem in Hessen, in Deutschland, in Europa und weltweit. Aber diese Thematik bewusst mit
Sie picken sich einen soziostrukturellen Faktor heraus und blenden alle Risikofaktoren aus. Sie suchen gezielt die Verknüpfung zur
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Frau Abgeordnete Radziwill! Wir gehen auf Basis der Prognosen des Bundesamtes für
Es wird dieser Tage viel darüber geschrieben, um welche Menschen es sich da eigentlich handelt. Es gibt heute eine Übersicht, aus der deutlich wird, dass diese ganze Schlepperbanden- und Asylmissbrauchsdebatte so was von deplatziert ist; denn die meisten kommen aus Syrien, aus Eritrea oder den anderen arabischen Ländern, in denen ihnen ihre Lebensgrundlage genommen wurde. Das sind Menschen, die sich auf einen Weg begeben und dabei auch sterben. Für die Angehörigen ist es kaum möglich herauszufinden, wer eigentlich in diesem Boot war. Es ist fürchterlich und für uns schwer vorstellbar. Umso wichtiger ist es, dass wir uns deutlich machen und auch klar davon distanzieren, wenn nur über die Schlepper geredet wird statt über die Menschen, die kommen. Sie fliehen vor Krieg und Diktatoren. In Eritrea zum Beispiel fliehen die Menschen vor einer Diktatur. Wir haben auch das Thema hier immer wieder gehabt, dass meiner Meinung nach
Es wird allzu leicht sein, weiterzumachen wie bisher. Das stimmt traurig. Es brauchte ein Umdenken in Europa in Richtung eines Kontinents, auf dem
Wir müssen anfangen,
Das müssten insbesondere Sie von der Linkspartei doch wissen. Das hat schon in der DDR nicht funktioniert. Es wird auch hier bei uns nicht funktionieren. Das große Problem, das wir auf dem Wohnungsmarkt haben, ist doch die seit 2015 mehr oder weniger unkontrolliert stattfindende
Was hat sich seit der Debatte im April substanziell verändert? – Nicht viel, außer dass mehr Menschen gestorben sind. Bei der ersten Lesung sagte ich schon, dass diese Seenotrettung von Geflüchteten in Europa nicht gewollt ist. Sie wird als Anreiz für
Die EU hat die Schlepper so sehr als Feindbild und als einzige Lösung für dieses Problem identifiziert, dass sie nun versucht, die gesamte Problematik auf dem Mittelmeer militärisch zu lösen. Das ist absurd, das ist grotesk, und das ist eine Gefahr für die gesamte Situation und
Die Lösungen für die demografischen Probleme in der EU und in Deutschland müssen in Europa gesucht und gefunden werden. Wenn man aber diese Menschen unter rechtlich fragwürdigen Umständen und aus eigennützigen Motiven unter Ausnutzung der miserablen, unmenschlichen Bedingungen in ihren Heimatländern in die EU und nach Deutschland lockt und holt, um eigene Probleme für die folgende demografische Entwicklung abzumildern oder zu umgehen, dann muss man allerdings auch bereit sein, den Preis zu zahlen. Die
Abschließend merken wir an, dass bei konsequenter Politik gerade im Bereich der
Verehrte Damen und Herren, schauen wir uns die Politikbereiche an, in denen Sie Ihr Unwesen treiben:
Es sind nämlich die klugen Köpfe an den Hochschulen, die am Ende dafür sorgen, dass wir Impfstoffe bekommen, dass wir an Medikamenten forschen, dass wir an den vielen Herausforderungen von heute und morgen arbeiten: Umweltschutz und Klimaschutz, der Kampf gegen Armut und Hunger, internationale Konflikte und Herausforderungen durch
Alle sagen, wir brauchen schnellere Verfahren. Wenn man sich aber anschaut, dass beim BAMF, beim Bundesamt für
Wir sind in der Kooperation mit dem Bundesamt für
Das Bundesamt für
Wir haben am vergangenen Samstag geprüft, wie dies an einem weiteren Standort möglich sein kann, nämlich in einer Einrichtung der Polizei in der Kruppstraße gegenüber der Traglufthalle, wo eine Bearbeitungsstraße vorhanden ist, die sonst für Großlagen genutzt wird. Wir werden dort damit auch am Wochenende Registrierungen vornehmen können. Sie wissen, dass ab kommendem Montag zumindest das bundesweite System ISI des Bundesamts für
Dass das ein Thema ist, das uns länger beschäftigen wird, ist mittlerweile auf allen Ebenen verstanden worden, nicht nur im Land Berlin, sondern auch auf der Bundes- und – ja – auf der europäischen Ebene. Aber was heißt diese Veränderung eigentlich? Diese Veränderung heißt: Auch wir im Land Berlin müssen jetzt dringend nicht nur die Notunterkünfte und Zelte aufbauen, nein, wir müssen uns auch auf eine Stadt vorbereiten, die sich verändert, die internationaler wird, in der mehr
Die kurzfristigen Lösungen, so wichtig sie in der Not sind, werden nicht helfen. Wir wollen nicht in einem Jahr immer noch Menschen in Zelten unterbringen müssen, und wir wollen auch nicht, dass sich die langen Schlangen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales oder vor der Ausländerbehörde bilden. Das heißt, wir müssen das machen, was bisher versäumt wurde. Wir müssen schauen: Wo gibt es Synergien? Wo kann man zum Beispiel das Bundesamt für
Umso wichtiger und interessanter ist es, dass wir nun mit Herrn Glietsch einen Staatssekretär haben, der auch für das Thema zuständig ist und beim Regierenden Bürgermeister angesiedelt ist. Die Entscheidung, diese Verantwortung beim Regierenden Bürgermeister anzusiedeln, finden wir richtig, und wir möchten, dass das nicht nur für ein Jahr, sondern dauerhaft gilt. Denn eines ist doch klar: Das Thema Flucht – damit einhergehend auch
Worum geht es konkret? – Wir haben in Berlin anhaltend die Situation, dass Flüchtlinge kommen. Im Moment kommen ungefähr 1 000 Flüchtlinge am Tag. Es werden im LAGeSo aber nur 250 Flüchtlinge am Tag registriert, die dann eine Bescheinigung darüber bekommen, dass sie als Asylsuchender gemeldet sind, und diese Gemeldeten müssen sich dann zum Bundesamt für
mit dem Bundesamt für
Auch zum Bereich Integration und
Herr Präsident! Frau Abgeordnete Radziwill! Der Aufenthaltstitel wird von der Ausländerbehörde erteilt und verlängert, die Aufenthaltsgestattung dann vom Bundesamt für