Protocol of the Session on November 16, 2018

Weiter geht es damit, wer denn die Geräte pflegt. Alle Lehrerinnen und Lehrer sagen: Schön, wenn wir die Geräte bekommen. – Aber wer sorgt denn dafür, dass sie im nächsten Jahr auch noch nötig sind? Oder vernichten wir damit im Grunde Ressourcen und öffentliche Steuergelder?

Dann ist die Frage:

(Florian Braun [CDU]: Und wo sind Ihre Antworten?)

Mit welcher Infrastruktur pflegen wir die Geräte?

(Zuruf von Franziska Müller-Rech [FDP])

Die Ministerin hat zu Recht darauf hingewiesen, dass über vieles berichtet wurde und ein paar Dinge angegangen worden sind.

Die Redezeit.

Ja, ich komme zum Schluss. – Das ist völlig richtig. Es wäre aber vernünftig …

(Zurufe von der CDU und der FDP)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ihr könnt euch ja das ganze Wochenende wieder darüber freuen, dass ihr gleich mit Mehrheit den Antrag ablehnen werdet, aber wenn es einen solchen Antrag gibt, dann setzt euch doch bitte fachlich damit auseinander und macht nicht so ein Gemurkse wie heute.

Die Redezeit.

Das ist des letzten Tagesordnungspunktes unwürdig, und die Leute auf der Tribüne fragen sich, warum es bei einem solchen Thema eine derartige Aggressivität gibt. Das ist alberner Quatsch!

(Beifall von der SPD und den GRÜNEN)

Vielen Dank, Herr Kollege Ott. – Jetzt hat für die Landesregierung Frau Ministerin Gebauer das Wort.

(Jochen Ott [SPD]: Dann kriegen wir ja wieder Redezeit!)

Nein, Sie werden keine Redezeit bekommen, Herr Ott, weil ich noch Redezeit übrig hatte.

(Michael Hübner [SPD]: Mal gucken, wie lange Sie reden!)

Ganz kurz: Herr Ott, wenn Sie hier das Thema „Aggressivität“ ansprechen, würde ich Sie bitten, auch in Ihrem Redebeitrag zu versuchen, die Lautstärke ein wenig herunterzudrehen,

(Beifall von der CDU, der FDP, Herbert Strotebeck [AfD] und Alexander Langguth [fraktionslos])

weil auch das die Harmonie nicht fördert. Das muss ich in diesem Zusammenhang sagen.

(Jochen Ott [SPD]: Sie wissen doch, das Ge- maule motiviert mich! – Unruhe – Glocke)

Frau Beer, wenn Sie sagen, dass Sie von den Regionalkonferenzen nichts hatten, dann tut mir das sehr leid. Wir hatten sehr viel davon. Diejenigen, welche die Regionalkonferenzen besucht haben, …

Frau Kollegin Gebauer …

… haben uns bestätigt, dass sie sehr dankbar für dafür waren, weil wir da Best-Practice-Beispiele aufgezeigt haben.

Nur weil Ihnen die Ergebnisse der Gespräche mit den kommunalen Spitzenverbänden nicht bekannt sind, weil ich sie nicht im Einzelnen und zu jeder Zeit nach außen trage, heißt das nicht, dass wir noch keine Lösungen gefunden hätten. Sobald sie spruchreif sind, werde ich sie auch verkünden. – Herzlichen Dank.

(Beifall von der CDU, der FDP und Alexander Langguth [fraktionslos])

Frau Ministerin, entschuldigen Sie erstens bitte, dass ich Sie mit „Frau Kollegin“ angesprochen habe.

Zweitens würde Ihnen Herr Kollege Ott gerne eine Zwischenfrage stellen.

(Daniel Sieveke [CDU]: Oh!)

Ja, das kann er tun.

Abgesehen von der Frage, ob es der Regierung zusteht, die Reden von Abgeordneten zu bewerten, hätte ich noch eine Frage. Haben Sie das Protokoll …

(Zurufe von der CDU und der FDP)

Ich bin frei gewählter Abgeordneter, und in der Gewaltenteilung ist das geregelt. Dass ihr das nicht kapiert, weiß ich.

(Unruhe – Glocke)

Ich empfehle Montesquieu! Der hat es klar aufgeschrieben; das ist schon ein paar Jahrhunderte her. Das ist Allgemeinbildung.

(Zurufe von Josef Hovenjürgen [CDU] und Thomas Nückel [FDP])

Jetzt zurück zu meiner Zwischenfrage. Ich habe nur eine Frage: Sehr geehrte Frau Ministerin, haben Sie das Protokoll der Anhörung, die wir durchgeführt haben, gelesen?

Ja!

(Beifall von der CDU und der FDP – Frank Müller [SPD]: Echt jetzt? So gehen wir ins Wo- chenende, Frau Ministerin? – Unruhe – Glo- cke)

Jetzt habe ich das Wort! – Vielen Dank, Frau Ministerin.

(Frank Müller [SPD]: Für nichts!)

Es gibt keine weiteren Wortmeldungen. Wir sind am Ende der Debatte. Da die Landesregierung die

Redezeit nicht überzogen hat, haben sich auch die Redezeiten für die Fraktionen nicht verlängert. Damit schließe ich die Debatte zum Tagesordnungspunkt 4.

Wir kommen zur Abstimmung. Die antragstellende Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat direkte Abstimmung beantragt. Wer dem Inhalt des Antrags Drucksache 17/4110 zustimmen möchte, den bitte ich jetzt um das Handzeichen. – Das sind die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD. Wer stimmt dagegen? – Das sind CDU, FDP, AfD und die drei fraktionslosen Abgeordneten. Möchte sich jemand enthalten? – Das ist nicht der Fall.

Damit ist der Antrag Drucksache 17/4110 mit dem soeben festgestellten Abstimmungsergebnis angenommen und Tagesordnungspunkt 4 beendet.

Wie Sie der allgemeinen Aufbruchsstimmung entnehmen können, sind wir damit...

(Herr Dr. Kober vom Geschäftsordnungs- dienst gibt Vizepräsidentin Carina Gödecke ei- nen Hinweis.)

Entschuldigung – der Antrag Drucksache 17/4110 ist abgelehnt.

(Heiterkeit – Michael Hübner [SPD]: Wir hätten das auch anders genommen!)

Gut, dass Herr Dr. Kober aufgepasst hat. Aber wir hätten das auf jeden Fall aufgrund des festgestellten Abstimmungsergebnisses richtig vorliegen gehabt. Von daher – das war nur ein Versehen sprachlicher Art meinerseits.

Wir sind am Ende der heutigen Sitzung.