Protocol of the Session on January 17, 2018

(Beifall von der SPD)

Vorsichtshalber lasse ich nach Rücksprache mit den beiden Schriftführerinnen aber die komplette Rede auf rügenswerte Ausdrücke und Formulierungen überprüfen. Wir werden nachher oder spätestens morgen vor Eintritt in die Tagesordnung entsprechend dazu berichten und eventuell handeln.

Wir sind aber nach diesem Redebeitrag am Ende der Debatte zu Tagesordnungspunkt …

(Henning Höne [FDP] meldet sich zu Wort.)

Entschuldigung, Herr Kollege Höne. Ja, Sie haben noch Redezeit.

Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Die Rede von Herrn Wagner provoziert geradezu, dass man noch einmal ein, zwei Punkte richtigstellen muss.

Herr Wagner, Sie sprechen von „bereichern“, von „in die eigene Tasche stecken“. Es kann nur zwei Gründe haben, warum Sie davon sprechen. Entweder wollen Sie populistisch Stimmung machen,

(Rainer Schmeltzer [SPD]: Stimmt!)

oder – vielleicht aber auch beides, Herr Wagner – Sie haben nicht verstanden, was hier passiert

(Bodo Löttgen [CDU]: So ist es! – Rainer Schmeltzer [SPD]: Beides!)

und wie die Systematik der Mitarbeiterpauschale funktioniert. Eines von beidem muss es sein.

(Beifall von der FDP, der CDU, der SPD und den GRÜNEN)

Herr Wagner, Sie werfen den vier antragstellenden Fraktionen Intoleranz vor und fragen sich, warum die AfD weder hier noch bei anderen Punkten eingebunden wird. Ich kann Ihnen eine Antwort darauf geben.

(Roger Beckamp [AfD]: Ja, bitte!)

Sie sind in einer Partei, deren Landtagsfraktion in anderen Bundesländern beantragt, Gelder zu streichen, mit denen Schülerinnen und Schüler zu KZGedenkstätten fahren. Das ist die DNA dieser Partei.

(Beifall von der FDP, der CDU und der SPD – Vereinzelt Beifall von den GRÜNEN)

Sie sind die Partei, die den Hobbyrassekundler Höcke – ob er jetzt Bernd oder Björn mit Vornamen heißt – in den Bundesvorstand wählt.

(Markus Wagner [AfD]: Sie haben überhaupt keine Ahnung! – Weitere Zurufe von der AfD)

Mit einer solchen Partei, die das in der DNA trägt, kann und will eine demokratische Partei niemals zusammenarbeiten!

(Beifall von der FDP, der CDU, der SPD und den GRÜNEN)

Herr Kollege Höne.

(Markus Wagner [AfD]: Sie sind nicht einmal sachkundig! Stattdessen erzählen Sie hier Lü- gen! Sie erzählen Lügen! – Weitere Zurufe von der AfD)

Oh, Herr Wagner, oh, Herr Wagner! Das können wir dann ja einmal prüfen.

(Zurufe von der AfD)

Die Anträge liegen ja vor.

(Weitere Zurufe von der AfD)

Ich kann ja noch weitere Anträge nennen, mit denen Ihre AfD-Kollegen in Thüringen beantragen, homosexuelle Menschen zu zählen. Das ist Ihre DNA!

(Erneut Zurufe von der AfD)

Wahnsinn ist das!

(Beifall von der FDP, der CDU, der SPD und den GRÜNEN)

Herr Kollege Höne.

(Unruhe – Glocke)

Getroffene Hunde …

Herr Kollege Höne.

Welchen Tages- und Nachtrhythmus man hat, liebe Kolleginnen und Kollegen, wenn man ein Pressegespräch um 13:30 Uhr unter „Nacht und Nebel“ abspeichert, muss jedem Einzelnen überlassen werden.

(Zuruf von Christian Loose [AfD] – Gegenruf von Dr. Günther Bergmann [CDU])

Nach Ihren Äußerungen schließe ich mich nur der Bemerkung meiner Vorredner der mitantragstellenden Fraktionen an: Wenn Sie das wirklich durchziehen wollen und glauben, dass Ihre Arbeit jetzt schon Ihrem eigenen Anspruch oder dem Anspruch der Bürgerinnen und Bürger draußen genügt, dann gehe ich fest davon aus, dass Sie nicht einen Euro oberhalb der bisherigen Finanzmittel ausschöpfen. – Vielen Dank.

(Beifall von der FDP, der CDU, der SPD und den GRÜNEN)

Herr Kollege Höne, Sie haben wahrscheinlich überhaupt nicht mitbekommen können, dass ich mehrfach versucht habe, Sie erstens zu unterbrechen und Sie zweitens darauf aufmerksam zu machen, dass Ihre Redezeit

überschritten ist. Demzufolge konnte ich Sie drittens auch nicht darauf aufmerksam machen, dass es den Wunsch nach Zwischenfragen gibt.

Jetzt haben wir folgende Situation: Sie haben Ihre Redezeit um 1:53 Minuten überzogen.

(Rainer Schmeltzer [SPD]: Aber gut überzo- gen! – Bodo Löttgen [CDU]: Davon war doch schon eine Minute Beifall!)

Ich werde jetzt allen Fraktionen das gleiche Recht zugestehen, weil ich davon ausgehe – ich habe eben mit den beiden Schriftführerinnen abgestimmt, dass wir so handeln –, dass es ein öffentliches Interesse an der Debatte gibt. Das sollten wir nicht durch formale Einschränkungen der Redezeit erschweren, wenn ein Kollege die Redezeit in der Weise überzogen hat.

Von daher frage ich jetzt, ob es den Wunsch nach weiteren Wortmeldungen gibt. – Von der AfD-Fraktion meldet sich Herr Beckamp.

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Nachdem sich Herr Höne hier als kräftiger antifaschistischer Kämpfer und Partisan deutscher Herkunft geriert hat

(Unruhe)

und in seiner Stakkato-Rede leider nicht vernommen hat,

(Guido van den Berg [SPD]: Was soll das hei- ßen?)

dass man eine Zwischenfrage stellt, …

(Guido van den Berg [SPD]: Was heißt das denn? Was soll das heißen?)

Ich komme zum Punkt. Lassen Sie mich ausreden.