onsplan zur Gesundheitsförderung und Prävention formulierte Anspruch, chancengleich gesund aufwachsen, in Mecklenburg-Vorpommern berücksichtigt werden. Es soll dargestellt werden, wie armutsbedingte Risikofaktoren minimiert werden können, und hierüber soll die Landesregierung den Landtag bis Ende September 2013 unterrichten.
Und was würde sich im Falle einer Annahme dieses Antrages konkret für die Kinder in unserer Heimat ändern? Rein gar nix, denn so lange sich nicht radikal, also grundsätzlich, die Rahmenbedingungen für Familien in unserem Land ändern, wird sich die Lebenssituation für viele Kinder ebenfalls überhaupt nicht ändern, sie wird sich eher verschlechtern.
Kosmetische Versuche wie dieser Antrag verändern die Lebenswirklichkeit nicht im Geringsten. Jeder, der Kinder hat, weiß, was es bedeutet, in Sorge zu sein, in Sorge darüber, dass es den Kleinen gut geht, dass es ihnen an nichts fehlt, dass sie gesund aufwachsen und dass sie eine anständige Bildung erfahren sowie weiterhin in ihrem weiteren Leben erfolgreich diesen Lebensweg meistern können.
Die NPD-Fraktion hat gerade Beschwerde geführt beim Präsidium, dass der Redner nicht mehr zu verstehen ist.
(Unruhe vonseiten der Faktionen der SPD und CDU – Beifall vonseiten der Fraktion der NPD – Zurufe aus dem Plenum: Oooh!)
unsere Sprösslinge bestens gerüstet durch den rauen Alltag zu lotsen? Wehren wir uns ausreichend gegen die immer stärker werdenden krankhaften Auswüchse dieser Gesellschaft?
Sie von der politischen Klasse vertreten sicherlich die Ansicht, dass alles Mögliche für die Kinder getan wird. Wir haben es ja auch von Herrn Barlen gehört, die Landesregierung macht alles. Doch warum, wenn die Landesregierung angeblich alles macht, verschlechtert sich die Situation jährlich für die Kinder?
Die Landesregierung scheint hier absolut zu versagen. Die Wirklichkeit sieht nämlich radikal anders aus.
Und ich mache Ihnen diese anhand einiger Schlagzeilen aus den regionalen Medien unseres Landes deutlich. „Kinder zu dick: Sportlehrer müssen die Latte tiefer legen“, so die „Ostsee-Zeitung“. „Kinder immer unsportlicher“ titelte der „Nordkurier“ vor wenigen Tagen.
„Hebammen erreichen gefährdete Familien nicht“, so ebenfalls eine Schlagzeile des „Nordkuriers“, „Kinder in Vorpommern schlucken häufiger Antibiotika“, „Sprachstörung als neue Kinderkrankheit“, „Viele Kinder ohne fachärztliche Betreuung“, „Immer mehr Kinder haben Kopfschmerzen“, „Kitas stark belastet mit Weichmachern“, „Zahl der jugendlichen Koma-Säufer steigt weiter an“, „Hasch an fast jeder Schule“,
Und dass in kaum einer anderen Region Deutschlands, das muss ich Ihnen ja nicht noch mal hier vorhalten, so viele Kinder in Armut leben wie in Mecklenburg-Vorpommern, das ist Realität. So sieht leider die bittere Wirklichkeit aus,
eine Wahrheit, die sich nicht mehr verheimlichen lässt. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen, aber sie reicht aus, um deutlich zu machen, welche zerstörerische Wirkung Ihre Politik hat. Unter Ihrer politischen Verantwortung wird es keine Veränderung geben, nicht in fünf und auch nicht in zehn Jahren. Es ist höchste Zeit für einen politischen Richtungswechsel. Es ist an der Zeit, dass endlich eine Politik für die Kinder und für die Familien erfolgt, die diesen Namen auch verdient. Und diesen heuchlerischen Antrag der LINKEN lehnt die NPDFraktion selbstverständlich ab.
Herr Köster, ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf. Sie haben das Parlament bezeichnet als „Schwatzbude“, das entspricht nicht unserer Geschäftsordnung.
(Stefan Köster, NPD: Herr Schubert hat doch selbst zugegeben, dass dieses Parlament eine Schwatzbude ist.)
Also ich finde die Art und Weise, wie wir mit diesem Thema umgehen und welche Abgründe sich hier auftun, was eine nicht zu erkennende Ernsthaftigkeit mit der Befassung dieses Themas betrifft, das halte ich für unerhört, das muss ich wirklich mal sagen.
mit welcher Selbstgefälligkeit die Regierungskoalition, die Regierung an das Thema herangeht. Also Sie weiden sich,