Protocol of the Session on May 14, 2009

Wir brauchen keine Frauenquoten in Aufsichtsräten oder ähnlichen Quatsch.

(Zuruf von Peter Ritter, DIE LINKE)

Der deutschen Frau muss die Möglichkeit geboten werden, sich als Mutter zu adeln

(allgemeine Unruhe)

oder im Berufsleben durch ihr Können …

Augenblick.

… sich selbst zu verwirklichen.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Stullen schmieren?!)

Herr Müller, einen Augenblick bitte.

Ganz egal...

Herr Müller, einen Augenblick.

Meine Damen und Herren, ich muss hier oben noch verstehen,

(allgemeine Unruhe)

ich muss hier oben noch verstehen, was gesagt wird. Ich bitte deshalb, ich bitte deshalb, so ruhig zu sein, dass ich hier oben den jeweiligen Redner noch verstehe.

(Jörg Heydorn, SPD: Das wollen Sie nicht wirklich hören.)

Der deutschen Frau muss die Möglichkeit geboten werden, sich als Mutter zu adeln

(Heiterkeit bei Abgeordneten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

oder im Berufsleben durch ihr Können sich selbst zu verwirklichen. Ganz egal, welchen Weg sie wählt, sie muss für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden. Und dabei spielt es keine Rolle, ob im Berufsleben oder im Dienst am Volke als Mutter.

(allgemeine Unruhe – Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der NPD)

Wir stehen für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, aber jedes Geschlecht hat seine Aufgabe

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ja, ja.)

im Dasein eines Volkes,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Das war vor 20.000 Jahren so.)

und dieser Rolle gilt es gerecht zu werden, Herr Nieszery.

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der NPD)

Wer die Unterschiede zwischen Mann und Frau nicht erkennt,

(Glocke des Vizepräsidenten)

also die Naturgesetze nicht anerkennt, der versündigt sich an der Zukunft unseres Volkes

(allgemeine Unruhe und Heiterkeit – Dr. Norbert Nieszery, SPD: Jo, jo.)

und verdient nichts weiter als Verachtung. Die Frauen sind, wenn sie sich zum Mutterdasein entschließen,

(Birgit Schwebs, DIE LINKE: Freiwillig!)

der wertvollste Teil eines Volkes und die Garanten der Zukunft für jede Nation.

(Zuruf von Dr. Margret Seemann, SPD)

Daher wäre es sinnvoller, die deutsche Mutter für ihr Dasein an der Schicksalsgemeinschaft zu entlohnen und ihnen ein Müttergehalt zu zahlen,

(allgemeine Unruhe – Irene Müller, DIE LINKE: Frauen als deutsche Gebärmaschine.)

anstatt Frauen, die sich nur für ihren Beruf entscheiden, mit Aufsichtsratsposten zu belohnen. Die große Aufgabe der Frau kann von Männern nun einmal nicht wahrgenommen werden. Schon deshalb verdient die Frau die höchste Achtung durch den Mann. Wenn Sie der Überalterung unserer Art entgegenwirken wollen, dann fördern Sie endlich die deutsche Frau als Mutter und Hüterin der Familie und hören Sie auf, unsere Frauen mit Ihrem Wahnsinn von Frauenquoten verrückt zu machen!

(Unruhe bei Abgeordneten der Fraktionen der SPD, CDU und DIE LINKE – Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der NPD)

Das Wort hat jetzt noch einmal der Abgeordnete Herr Ritter von der Fraktion DIE LINKE.

(Zuruf von Minister Lorenz Caffier)

In der von mir zitierten Zeitschrift, Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist auch ein Bericht über ein Buch enthalten über die Geschichte der parlamentarischen Zwischenrufe im Deutschen Bundestag.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Ja, richtig.)

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Zwischenruf von Herrn Joseph Fischer dort enthalten ist, der da lautete, umgesetzt: Herr Müller, mit Verlaub... Ich will es dann nicht weiter ausführen. Die meisten von Ihnen werden

wissen, was Herr Fischer damals im Bundestag gerufen hat.

(allgemeine Unruhe)

Und eins, Herr Müller, muss ich Ihnen noch sagen. Mit Ihrer Rede haben Sie sich,

(Zuruf von Raimund Frank Borrmann, NPD)

mit Ihrer Rede haben Sie sich wirklich für das Mutterkreuz beworben. Sie sollten vielleicht mal bei Ihren Ahnen nachfragen, ob noch eins übrig ist.

(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Er soll sich mal operieren lassen.)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Frau Reese, wenn Sie einen Änderungsantrag einbringen für eine 50-prozentige Frauenquote, dann liegen Sie bei mir genau richtig, denn 50 Prozent ist die Quote in der Partei DIE LINKE.

(Irene Müller, DIE LINKE: So ist es.)

Wir haben aber im Ringen um Mehrheiten