Protocol of the Session on December 13, 2006

(Beifall bei der SPD und bei Christiane Blömeke und Dr. Till Steffen, beide GAL)

Wir können – und das ist eine grundsätzliche Frage für unsere Demokratie – nicht ständig von Zivilcourage in diesem Bereich sprechen und dann, wenn es ernst wird, lassen wir die couragierten Menschen in diesem Bereich im Stich. Hier geht es um nicht weniger als um die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie. – Vielen Dank.

(Beifall bei der SPD und vereinzelt bei der GAL)

Das Wort bekommt Herr Dr. Jäger.

Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Dr. Dressel, Sie haben das Verbindende an den Anfang gestellt, denn…

(Dr. Andreas Dressel SPD: Wussten Sie nicht, dass der Senator im Urlaub war?)

Herr Dressel, hören Sie doch zu –

… selbstverständlich dankt auch die CDU den Beamtinnen und Beamten für ihre Arbeit. Aber Herr Dressel, Sie wären nicht Sie gewesen, wenn Sie dieses Verbindende nicht anschließend noch mit Ihrer billigen Polemik gegen den Senator vereinigt hätten.

(Beifall bei der CDU – Zurufe von der SPD)

Und, Herr Kollege Dressel, auch wenn Sie sich noch so sehr bemühen, die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt

nehmen der SPD den Wandel in der Inneren Sicherheit vom Saulus zum Paulus nicht ab.

(Beifall bei der CDU – Zurufe von der SPD)

Gegen die SPD spricht ihr Totalversagen in diesem Bereich in den letzten Jahren.

(Zuruf von Dr. Till Steffen GAL)

Nein, das ist immer noch aktuell, Herr Steffen, nur das hören Sie nicht so gern.

(Beifall bei der CDU – Zuruf von Dr. Mathias Petersen SPD)

Seit der Regierungsübernahme durch die CDU stellt die Innere Sicherheit einen Schwerpunkt der Politik dar. Aber – und das ist mir ein ganz besonderes Anliegen und

(Zuruf von Michael Neumann SPD)

ich hoffe, Herr Neumann, dass ich das partei- und fraktionsübergreifend hier feststellen kann –, die entscheidende Arbeit vor Ort leisten die Polizistinnen und Polizisten.

(Michael Neumann SPD: Aber die müssen auch da sein! – Dr. Mathias Petersen SPD: Der Senator war im Urlaub!)

Ja, es sind doch auch 700 mehr. Hierüber werden Sie in meiner Rede noch hören, Herr Neumann.

Sie leisten unermüdlich und erfolgreich ihre Arbeit, damit die Hamburgerinnen und Hamburger in unserer schönen Stadt noch sicherer leben können. Hierfür möchte ich ihnen ganz herzlich danken.

(Beifall bei der CDU)

Senat und CDU-Fraktion haben durch ihr Wirken die Grundlagen dafür gelegt, dass sich die Hamburgerinnen und Hamburger wieder sicher in Hamburg fühlen.

(Dr. Mathias Petersen SPD: Da lachen ja die Hüh- ner!)

Die Hühner lachen bei Ihren aberwitzigen Vorstellungen zum Internetpranger, Herr Petersen. Da lachen die Hühner.

(Beifall bei der CDU)

Das Thema Innere Sicherheit ist – und das hat die Generaldebatte am Montag ganz deutlich gezeigt – in den Hintergrund getreten. Das liegt allerdings nicht daran, dass den Bürgerinnen und Bürgern dieses Thema nicht mehr wichtig ist.

(Dr. Mathias Petersen SPD: Sie haben gar nicht zugehört!)

Nein, das liegt daran, dass die Probleme der Inneren Sicherheit nunmehr angegangen und gelöst werden.

(Beifall bei der CDU)

Hamburg hat ein neues Polizeirecht, eines der besten, wenn nicht sogar das Beste in Deutschland.

(Michael Neumann SPD: Das knackigste!)

Die SPD hat gegen das Gesetz gestimmt.

(Beifall bei der CDU)

Hamburg bekommt eine der modernsten und innovativsten Polizeihochschulen in Deutschland. Die SPD wird heute gegen das Gesetz stimmen.

(Beifall bei der CDU – Michael Neumann SPD: Und womit? Mit Recht!)

Die Kriminalitätsraten sinken und befinden sich auf dem niedrigsten Stand seit über 20 Jahren. Die Aufklärungsquote steigt. Meine sehr verehrten Damen und Herren von der SPD, wenn einer Ihrer Innensenatoren derartige Zahlen zustande gebracht hätte, dann hätten Sie Dankprozessionen von der Parteizentrale zur Innenbehörde abgehalten.

(Beifall bei der CDU)

Wir haben heute über 700 Polizistinnen und Polizisten mehr im Einsatz als 2001. Diese Polizisten sind im Dienste der Bürgerinnen und Bürger tätig. Die SPD aber behauptet immer noch, dass es Einsparungen beim Personal gäbe.

(Zuruf von der SPD: Gibt es ja auch!)

Es würde mich in diesem Zusammenhang allerdings interessieren, Herr Kollege Dressel, wie viele Dienststunden der Mitarbeiter der Innenbehörde nötigt waren, um Ihre Kleinen und Großen Anfragen zu beantworten.

(Beifall bei der CDU – Zurufe von der SPD: Buh, buh!)

Ich weiß zwar, dass das die Kosten der Demokratie sind,

(Thomas Böwer SPD: Denken Sie an Osmani! – Zurufe von der SPD)

aber – hören Sie doch zu – diese Kosten zahlen wir gern.

Aber manchmal wünschte ich mir, Herr Dressel würde an den Spruch "Weniger ist mehr" denken.

(Beifall bei der CDU)

Einen Vorwurf, Herr Dressel, kann ich Ihnen aber wirklich nicht ersparen: Musste es ein zweiter Untersuchungsausschuss sein, nur damit Sie auch noch Obmann der SPD werden konnten?

(Beifall bei der CDU)

Natürlich gibt es auch Bereiche, in denen wir in Zukunft etwas tun müssen.