(Lebhafter Widerspruch bei der CSU – Thomas Kreuzer (CSU): Und wie ist es in den Jahren 1973 bis 1978 gewesen?)
Noch eine Frage, Herr Dr. Beckstein: Wie hoch ist der Anteil der Krippenplätze in der Landeshauptstadt München im Vergleich zum Freistaat Bayern?
(Zuruf von der CSU: Wie viele Eltern suchen denn in München Krippenplätze und wie viele fehlen in München? – Gegenruf von der SPD: Wie viele fehlen denn in Bayern?)
Darf ich einmal vorlesen, was die CSU in München fordert? – Ja, es fehlen Krippenplätze in München, aber in München fehlen weniger Krippenplätze als anderswo.
(Lebhafter Beifall bei der SPD – Zuruf des Abge- ordneten Dr. Ludwig Spaenle (CSU) – Weitere Zurufe von der CSU und der SPD)
Und es geht so weiter. Moment! – Es geht munter so weiter: Weil Krippenplätze fehlen, muss jetzt der Bund Gas geben, obwohl er keinerlei Zuständigkeit dafür hat.
Die Bundesrepublik Deutschland – Frau Ministerin und Frau Staatssekretärin! – musste – muss nicht, aber sie tut es. Der Bund muss nicht, aber wenn er zahlt, neh-men wir es gern, oder?
Ja, wunderbar! – Weil wir einen so großen Rückstand in der Kinderbetreuung haben – sage ich es einmal so –, sieht sich der Bund herausgefordert und legt – ohne eigene Zuständigkeit – Geld auf den Tisch.
(Weitere Zurufe von der CSU – Susann Biedefeld (SPD): Die anderen brauchen nicht so viel, weil sie schon mehr Krippenplätze haben!)
Für Bayern springen heraus – Moment, ich muss nachschauen – 340 Millionen Euro bis zum Jahr 2013, 340 Millionen des für Krippenplätze in Bayern nicht zuständigen Bundes.
Lesen Sie dazu einmal die Pressemitteilung Ihres Parteifreundes Schaidinger, was der zu diesem Thema sagt.
Jetzt wollte ich Ihnen, Herr Spaenle, noch etwas vorlesen, und zwar aus Ihrem Wahlprogramm für München;
aus Ihrem kommunalen Wahlprogramm für München möchte ich Ihnen noch schnell etwas vorlesen. Dort heißt es folgendermaßen – Münchner CSU –: „Der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen ist das vorrangige familienpolitische Anliegen. Wir streben ein kostenfreies letztes Kindergartenjahr an.“
Toll! Tolle Sache! Wie oft haben wir das in diesem Hause gefordert und beantragt? Und wie oft haben Sie das in namentlicher Abstimmung selber abgelehnt? Wie oft?
Sie belügen doch die Leute, dass es nur so rauscht! Hier lehnen Sie ab, und in München schreiben Sie das in Ihr Programm.