Protocol of the Session on July 18, 2013

(Abg. Peter Hauk CDU: Wo ist der Keller ein Leucht turm?)

Der Keller nicht, Herr Hauk, aber die Gedenkstätte an sich kann so, wie sie konzipiert ist, ein Leuchtturm für das Land sein und später auch die Arbeit für die anderen Gedenkstätten befruchten.

(Abg. Peter Hauk CDU: Die Konzeption kennen wir doch noch gar nicht!)

Dann sollten Sie sich damit beschäftigen, denn am runden Tisch wird die Konzeption im Oktober diskutiert.

(Abg. Peter Hauk CDU: Wird sie!)

Ich glaube, auch Sie, Frau Kurtz, sind Mitglied bei diesem runden Tisch. Das heißt, die CDU-Fraktion ist dabei. Dann kann diese Konzeption dort auch weiter besprochen werden.

(Beifall der Abg. Brigitte Lösch GRÜNE – Abg. Sa bine Kurtz CDU meldet sich. – Abg. Sabine Kurtz CDU: Dazu hätte ich noch eine Frage! – Gegenruf des Abg. Dr. Friedrich Bullinger FDP/DVP: Fünf Fra gen!)

Nein. – Es liegen kei ne weiteren Fragen vor. Vielen Dank, Herr Staatssekretär.

Herr Kollege Dr. Bullinger, wenn Sie mir versprechen, Ihre Mündliche Anfrage unter Ziffer 5 rasch vorzutragen und nur

noch die Antwort der Regierung entgegenzunehmen, ohne dass ich Zusatzfragen zulasse – denn die Fragestunde darf 60 Minuten nicht überschreiten –, erhalten Sie das Wort.

Damit rufe ich die Mündliche Anfrage unter Ziffer 5 auf:

M ü n d l i c h e A n f r a g e d e s A b g. D r. F r i e d r i c h B u l l i n g e r F D P / D V P – G e s u n d h e i t s - u n d n o t ä r z t l i c h e V e r s o r g u n g i m L i m p u r g e r L a n d

Bitte, Herr Abgeordneter.

Herr Präsident! Ich werde gemäß der Geschäftsordnung eine Mündliche Anfrage und keine Rede vortragen.

(Abg. Helmut Walter Rüeck CDU: Das war schon ei ne Rede! – Abg. Thaddäus Kunzmann CDU: Schon passiert!)

Ich frage die Landesregierung:

a) Hält die Landesregierung die ärztlich-medizinische Versor

gung des Limpurger Landes mit den Gemeinden Gaildorf, Sulzbach-Laufen, Fichtenberg und Oberrot nach Schlie ßung des Kreiskrankenhauses Gaildorf für ausreichend?

b) Hält sie die rettungsdienstlich-notärztliche Versorgung un

ter Beachtung der gesetzlichen Rettungsfristen im Limpur ger Land einschließlich der Gemeinden Obersontheim, Mainhardt, Gschwend, Bühlertann und Bühlerzell für aus reichend?

(Abg. Helmut Walter Rüeck CDU: Vellberg hat noch gefehlt!)

Vielen Dank. – Zur Be antwortung dieser Anfrage bitte ich Frau Sozialministerin Alt peter ans Rednerpult.

Sehr geehrter Herr Präsi dent, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Namens der Landesregierung beantwor te ich die Anfrage wie folgt:

Die ärztlich-medizinische Versorgung durch niedergelassene Ärzte ist die Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung in Ba den-Württemberg. Zum 1. Juli dieses Jahres wurde ein neuer Bedarfsplan für das Land aufgestellt. Diese Bedarfsplanung richtet sich bundesweit nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses und der dortigen Bedarfsplanungs-Richt linie. Daraus ergibt sich folgender Sachverhalt:

Grundlage für die Ermittlungen zum Stand der vertragsärzt lichen Versorgung im hausärztlichen Bereich sind jeweils die Mittelbereiche als Planungsbereich nach der Zuordnung des zuständigen Bundesinstituts. Daraus abgeleitet werden die Ge meinden Fichtenberg, Gaildorf, Oberrot und Sulzbach-Lau fen dem Mittelbereich Schwäbisch Hall zugeordnet.

Nach den derzeit gültigen planungsrechtlichen Kriterien und dem Beschluss des Landesausschusses vom 25. Juni dieses Jahres beträgt der rechnerische Versorgungsgrad im Mittelbe reich Schwäbisch Hall in der Facharztgruppe der Hausärzte

119,8 %. In der allgemeinen fachärztlichen Versorgung erfolgt die Planung der Versorgungssituation auf der Landkreisebe ne. Auch dort stellt sich die Situation so dar, dass aus pla nungsrechtlicher Sicht der Landkreis Schwäbisch Hall und die genannten Gemeinden ausreichend versorgt sind.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in den Facharztgrup pen der Haus-, Augen-, Kinder- und Nervenärzte eine rechne rische Überversorgung besteht. Vor diesem Hintergrund sind natürlich die Planungsbereiche für diese Arztgruppen gesperrt. In weiteren Fachbereichen besteht weder eine Unterversor gung noch eine Überversorgung. Das heißt, Neuzulassungen sind hier jederzeit möglich.

Herr Präsident, darf ich jetzt die zweite Frage noch beantwor ten?

Natürlich.

Oder sollen wir das schrift lich machen?

Nein, das können Sie auch noch mündlich beantworten.

Vielen Dank.

Dann zur zweiten Frage, der Frage zur rettungsdienstlich-not ärztlichen Versorgung. Nach dem Bereichsplan für den Ret tungsdienstbereich Schwäbisch Hall haben wir dort drei Ret tungswachen: Blaufelden, Crailsheim und Gaildorf. Die vor klinische Versorgung der Menschen dort einschließlich der Gemeinden Obersontheim, Mainhardt, Gschwend, Bühlertann und Bühlerzell wird insbesondere durch die Rettungswachen Schwäbisch Hall und Gaildorf sichergestellt. Die Versorgung in Gschwend erfolgt dabei mit Unterstützung von und in Ko operation mit der Rettungswache Eschach.

Es hat sich allerdings gezeigt – das möchte ich an dieser Stel le nicht verhehlen –, dass das Versorgungsniveau derzeit nicht gewährleistet werden kann. Deshalb gilt es, diesem Umstand entgegenzuwirken. Steigende Einsatzzahlen sowie sich än dernde Rahmenbedingungen durch Konzentrations- und Spe zialisierungstendenzen in Krankenhäusern stellen zunehmend eine Herausforderung dar. Nach der Auswertung des Landes verbands des Deutschen Roten Kreuzes hat sich allein im Ret tungsdienstbereich Schwäbisch Hall die Zahl der Notarztein sätze 2012 gegenüber 2011 um über 11 % erhöht. Das heißt schlicht und ergreifend, dass es da Handlungsbedarf gibt. Zu ständig ist der örtliche Bereichsausschuss. Er ist um Abhilfe bemüht.

(Abg. Dr. Friedrich Bullinger FDP/DVP: Gut!)

Man will organisatorische Verbesserungen erreichen, die die Situation sukzessive verbessern würden.

(Abg. Dr. Friedrich Bullinger FDP/DVP: Die Ret tungsfristen!)

Rettungsfristeinhaltung: notärztliche Hilfe 78,6 % und ret tungsdienstliche Hilfe 90,8 %. Das bedeutet – das habe ich ja gesagt –, da ist noch Luft nach oben.

(Abg. Dr. Friedrich Bullinger FDP/DVP: Verbesse rungsbedarf! Okay! Vielen Dank!)

Gern.

(Beifall der Abg. Brigitte Lösch GRÜNE)

Herzlichen Dank, Frau Ministerin.

Damit ist die Fragestunde beendet. Die Anfragen, die jetzt in der Fragestunde nicht von der Landesregierung beantwortet werden konnten, werden von der Landesregierung schriftlich beantwortet.

(Abg. Dr. Friedrich Bullinger FDP/DVP: In welchem Zeitraum?)

Einen Zeitraum dafür haben wir in der Geschäftsordnung nicht festgelegt. Ich gehe davon aus, dass die Antworten zeit nah gegeben werden.

(Abg. Dr. Friedrich Bullinger FDP/DVP: Okay!)

Wenn Sie da eine Beschwerde haben, Herr Kollege, wen den Sie sich an mich. Dann schreibe ich an die Regierung.

(Vereinzelt Heiterkeit – Abg. Dr. Friedrich Bullinger FDP/DVP: Das mache ich sicher, Herr Präsident!)

M ü n d l i c h e A n f r a g e d e s A b g. D r. F r i e d r i c h B u l l i n g e r F D P / D V P – E i n r i c h t u n g e i n e r A u ß e n s t e l l e e i n e r t e c h n i s c h e n H o c h s c h u l e m i t d e m S c h w e r p u n k t M a s c h i n e n b a u i n C r a i l s h e i m , d e r d r i t t g r ö ß t e n S t a d t d e r R e g i o n H e i l b r o n n - F r a n k e n

a) Wie beurteilt die Landesregierung den dringenden Wunsch