Protocol of the Session on November 9, 2006

(Abg. Hagen Kluck FDP/DVP: Was ist mit Kaspar Hauser?)

Kaspar Hauser will ich jetzt einmal weglassen. Er könnte die ganze Sache noch erheblich komplizieren.

(Beifall bei Abgeordneten der CDU – Vereinzelt Heiterkeit)

Wir werden danach eine umfassende Darstellung der Eigentumsverhältnisse haben. Wir werden auch eine Liste haben. In dieser Liste wird aller Voraussicht nach stehen, was relativ eindeutig dem Land und was relativ eindeutig dem Haus Baden gehört. Aber es werden viele Zweifelsfälle übrig bleiben.

(Abg. Christine Rudolf SPD: Das haben Sie schon einmal gesagt!)

Vielleicht können wir auch Prozentzahlen der Wahrscheinlichkeit von Eigentumsverhältnissen angeben.

Ich glaube, dass sich insgesamt diese Arbeit lohnt, weil wir jetzt eine fundierte Basis für die weiteren Vergleichsverhandlungen brauchen, und weil es dann besser ist, dies so aufbereitet zu haben.

Wenn dies erstellt ist, werden wir die Verhandlungen weiterführen. Das heißt aber nicht, dass das jetzige Ergebnis schon tot ist, denn dies hieße, den Ergebnissen der Prüfung vorzugreifen.

(Abg. Christine Rudolf SPD: Das heißt, Sie stim- men unserem Antrag zu?)

Ich glaube, wir sollten es dann eigentlich schaffen, nach 1918 – oder 1818, wie man will – die Eigentumsverhältnisse zu regeln.

Wenn Sie diese Regierung kritisieren, müssen Sie wissen, dass es eine Aufgabe ist, an der bisher zwar nicht viele gescheitert sind, aber wegen der Schwierigkeit der Sachlage viele eben nicht zu einem vernünftigen Ergebnis gekommen sind.

(Zuruf der Abg. Heiderose Berroth FDP/DVP – Zurufe von der SPD, u. a. der Abg. Christine Ru- dolf)

Wir tun dies. Wir haben es aufgegriffen, übrigens bevor Sie es beantragt haben. Es wird uns gelingen. Ich bitte bis dahin aber auch darum, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen aus Veröffentlichungen in der Zeitung oder Ähnlichem,

(Abg. Johannes Stober SPD: Wer hat die denn ge- zogen?)

denn jetzt haben wir eine Phase, in der wir prüfen.

(Abg. Jürgen Walter GRÜNE: Warum jetzt und nicht schon früher?)

Das habe ich erläutert:

(Abg. Jürgen Walter GRÜNE: Das habe ich nicht gehört!)

(Minister Dr. Peter Frankenberg)

weil wir jetzt den Weg des Vergleiches, nämlich der einfachen Lösung der Eigentumsverhältnisse, aus den gegebenen Umständen so nicht mehr gehen können und den Detailweg gehen müssen. Das wird schwieriger, das wird langwieriger, das wird arbeitsaufwendiger. Aber es muss nun einmal so sein. Wir werden diese Arbeit solide, wie man das von dieser Regierung gewohnt ist und erwarten kann, erledigen.

(Anhaltender lebhafter Beifall bei der CDU und der FDP/DVP – Zuruf des Abg. Johannes Stober SPD)

Meine Damen und Herren, es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor.

Wir kommen jetzt zur geschäftsordnungsmäßigen Behandlung der Anträge. – Herr Abg. Walter.

Im Namen meiner Fraktion beantrage ich namentliche Abstimmung.

(Oh-Rufe von der CDU)

Zunächst lasse ich über den Änderungsantrag der Fraktion der SPD, Drucksache 14/526, zur laufenden Nr. 1 der Beschlussempfehlungen des Finanzausschusses, Drucksache 14/495, abstimmen. Hierüber wünschen Sie namentliche Abstimmung?

(Abg. Jürgen Walter GRÜNE: Nein, über die Be- schlussempfehlung!)

Dann lasse ich über den Änderungsantrag der Fraktion der SPD, Drucksache 14/526, abstimmen. – Wer diesem Änderungsantrag zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – Gegenprobe! – Enthaltungen? – Das Zweite war die Mehrheit. Der Änderungsantrag ist abgelehnt.

Ich lasse jetzt über die laufende Nr. 1 der Beschlussempfehlungen des Finanzausschusses, Drucksache 14/495, abstimmen. Dazu wünschen Sie namentliche Abstimmung. – Dieser Antrag hat die erforderliche Unterstützung.

Meine Damen und Herren, wer der laufenden Nr. 1 der Beschlussempfehlungen des Finanzausschusses, Drucksache 14/495, zustimmen möchte, den bitte ich, mit Ja zu antworten. Wer ihn ablehnen möchte, der möge mit Nein antworten. Wer sich der Stimme enthalten möchte, der antworte mit „Enthaltung“.

Ich bitte Frau Schriftführerin Kurtz, den Namensaufruf vorzunehmen. Der Namensaufruf beginnt mit dem Buchstaben C.

Ich darf Sie um Ruhe während der Abstimmung bitten, damit wir diese zügig erledigen können.

(Namensaufruf)

Meine Damen und Herren, ist noch eine Abgeordnete oder ein Abgeordneter im Saal, die noch nicht abgestimmt haben? – Das ist nicht der Fall. Damit schließe ich die Abstimmung und bitte, das Ergebnis festzustellen.

(Auszählen der Stimmen)

Meine Damen und Herren, das Ergebnis der Abstimmung liegt vor:

Insgesamt haben 113 Abgeordnete abgestimmt.

Mit Ja haben 70 Abgeordnete gestimmt, mit Nein haben 43 Abgeordnete gestimmt.

Damit ist der laufenden Nr. 1 der Beschlussempfehlungen des Finanzausschusses, Drucksache 14/495, mehrheitlich zugestimmt.

Mit J a haben gestimmt:

CDU: Dr. Dietrich Birk, Thomas Blenke, Dr. Carmina Brenner, Elke Brunnemer, Gundolf Fleischer, Michael Föll, Manfred Groh, Friedlinde Gurr-Hirsch, Peter Hauk, Hans Heinz, Klaus Herrmann, Bernd Hitzler, Andreas Hoffmann, Manfred Hollenbach, Karl-Wolfgang Jägel, Karl Klein, Wilfried Klenk, Rudolf Köberle, Joachim Kößler, Andrea Krueger, Sabine Kurtz, Dr. Bernhard Lasotta, Ursula Lazarus, Johanna Lichy, Paul Locherer, Dr. Reinhard Löffler, Ulrich Lusche, Winfried Mack, Stefan Mappus, Ulrich Müller, Paul Nemeth, Veronika Netzhammer, Günther Oettinger, Christoph Palm, GüntherMartin Pauli, Werner Pfisterer, Werner Raab, Nicole Razavi, Heribert Rech, Klaus Dieter Reichardt, Karl Rombach, Helmut Walter Rüeck, Bernhard Schätzle, Volker Schebesta, Dr. Stefan Scheffold, Winfried Scheuermann, Peter Schneider, Dr. Klaus Schüle, Katrin Schütz, Marcel Schwehr, Dr. Monika Stolz, Peter Straub, Klaus Tappeser, Stefan Teufel, Karl Traub, Christa Vossschulte, Georg Wacker, Guido Wolf, Karl Zimmermann.

FDP/DVP: Dr. Birgit Arnold, Dietmar Bachmann, Heiderose Berroth, Dr. Friedrich Bullinger, Dieter Ehret, Beate Fauser, Dieter Kleinmann, Hagen Kluck, Dr. Ulrich Noll, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Michael Theurer.

Mit N e i n haben gestimmt:

SPD: Katrin Altpeter, Christoph Bayer, Stephan Braun, Carla Bregenzer, Fritz Buschle, Wolfgang Drexler, Reinhold Gall, Rosa Grünstein, Gustav-Adolf Haas, Rita Haller-Haid, Ursula Haußmann, Helen Heberer, Walter Heiler, Peter Hofelich, Karl-Heinz Joseph, Gunter Kaufmann, Birgit Kipfer, Margot Queitsch, Christine Rudolf, Ingo Rust, Nikolaos Sakellariou, Dr. Nils Schmid, Wolfgang Staiger, Wolfgang Stehmer, Rainer Stickelberger, Johannes Stober, Ute Vogt, Norbert Zeller.

GRÜNE: Theresia Bauer, Winfried Kretschmann, Siegfried Lehmann, Brigitte Lösch, Bärbl Mielich, Dr. Bernd Murschel, Boris Palmer, Reinhold Pix, Renate Rastätter, Hans-Ulrich Sckerl, Edith Sitzmann, Dr. Gisela Splett, Franz Untersteller, Jürgen Walter, Werner Wölfle.

Zu den laufenden Nummern 2 bis 5 der Drucksache 14/495 stelle ich gemäß § 96 Abs. 5 der Geschäftsordnung die Zustimmung entsprechend dem Abstimmungsverhalten im Finanzausschuss fest. – Es ist so beschlossen.

Damit ist Punkt 12 der Tagesordnung erledigt.

(Stellv. Präsidentin Christa Vossschulte)

Ich rufe Punkt 13 der Tagesordnung auf:

Beschlussempfehlung und Bericht des Finanzausschusses zu der Mitteilung des Rechnungshofs vom 7. August 2006 – Beratende Äußerung zur Struktur der Sportselbstverwaltung in Baden-Württemberg – Drucksachen 14/243, 14/458

Berichterstatterin: Abg. Christine Rudolf