Insofern freue ich mich über die weitere Beratung und hoffe, dass wir an diesem Antrag noch einiges verbessern können. - Danke schön.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Eigentlich ist schade, dass ich nicht nach meinem Urlaubsziel gefragt werde.
Die Debatte um die Entzerrung der Sommerferien ist nicht neu. Immer wieder hat es Diskussionen gegeben, nachdem die bundesweiten Sommerferientermine von der Kultusministerkonferenz für mehrere Jahre festgelegt wurden. Der Grund für die Uneinigkeit hierfür ist ganz einfach: In der Kultusministerkonferenz wird ausschließlich der pädagogische Aspekt der Ferienregelung in den Vordergrund gerückt.
Wenn es nun wie in diesem Fall zu einer Verkürzung der bundesweiten Sommerferien kommt und sie beispielsweise auf 71 Tage zusammengestaucht werden, hat das natürlich negative Auswirkungen auf die hiesige Tourismusbranche. Das ist klar. Eine Verkürzung der Sommerferien auf die Monate Juli und August führt zu einer Verkürzung der Hauptsaison in der Tourismusbranche. Damit sind enorme wirtschaftliche Einbußen für Hotellerie und Gaststätten verbunden.
Den wirtschaftlichen Wert des Tourismus für Schleswig-Holstein brauche ich nicht extra hervorzuheben. Aus diesem Grund bin ich unserem Tourismusminister Meyer für seinen Vorstoß dankbar, dieses Problem in der Wirtschaftsministerkonferenz angehen zu wollen.
Ich bin aber auch der Ministerin Wende dankbar, dass sie den Vorstoß sozusagen aus pädagogischer Sicht unterstützt und sich in der Kultusministerkonferenz für eine 90-Tage-Regelung einsetzen will. Das ist ein sehr gutes Signal an die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein und verdient die Unterstützung des Landtags.
Den Kreuzfahrt- und Fährtourismus werde ich an dieser Stelle nur kurz anreißen, da wir dieses Thema zu einem späteren Zeitpunkt gesondert behandeln werden.
Auf zwei weitere Dinge möchte ich in diesem Zusammenhang eingehen. Es ist schon bemerkenswert, dass die CDU in ihrem Antrag an die Landesregierung die Forderung stellt, sie möge mit der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein über eine intensivere und zielgerichtete Vermarktung Schleswig-Holsteins als Kreuzfahrt- und Schiffdestination diskutieren.
Wenn ich mich recht erinnere, war es die CDU, die die Mittel für die TASH massiv kürzen wollte. Wir haben uns zur TASH bekannt und diese Kürzung zurückgenommen. Denn wir wissen, wie wichtig die TASH für den Tourismus in diesem Land ist und was sie leistet.
Für den Bericht rege ich noch an, auch auf die Angebote der Hafenstädte einzugehen. Speziell sollte aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten die Kreuzfahrttouristen beim Landgang erwarten, um das Stadtleben zu genießen, und wie sich die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort darstellen.
Als sozialpolitischer Sprecher des SSW freut es mich, dass wir die Stärkung des barrierefreien Tourismus auch auf der heutigen Tagesordnung haben, obwohl sie einen eigenständigen Platz verdient hätte.
Dieses Thema ist seit Längerem ein Anliegen des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung. Uli Hase hat hierzu bereits einiges in die Wege geleitet und auf die Problematik aufmerksam gemacht. Daher begrüßen wir die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen der TASH und dem Landesbeauftragten sehr.
Schleswig-Holstein soll ein Tourismusland für alle sein. Die ersten Schritte sind bereits getan. Die Anforderungen der mobilitätseingeschränkten Men
Ich hatte zwischen dem 31. Mai 2013 und dem 2. Juni 2013 Besuch von der Handicapforeninger Århus und Randers. 36 Menschen mit Behinderung wollten gern unsere Kulturmetropole in SchleswigHolstein, also die Stadt Schleswig, besuchen. Es war eine Herausforderung, 36 Menschen mit Behinderung unterzubringen. Ich habe gerade gehört: Der Kreisbahnhof in Schleswig ist super.
Wir waren da. Auch dort kann man ganz klar merken, dass man an seine Grenzen stößt. Der Fahrstuhl war zum Beispiel gerade so groß, dass kaum ein Elektrofahrzeug hineinpasst.
Es gibt dabei wirklich noch Nachholbedarf. Daher brauchen wir Konzepte und Strukturen, die genau all dies berücksichtigen und nach außen darstellen. Denn es nützt nicht viel, wenn ich ein Hotel suche, in dem ich mit einer Behinderung unterkommen kann, und mir die Tourismusbüros nicht sagen können, wo ich so etwas finde.
Auch das muss gewährleistet sein. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Aber es gibt noch genug zu tun. - Danke.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ein Tourismusminister kann sich ja nur freuen, wenn zu drei Themen sechs Anträge vorliegen, die alle ein Ziel im Blick haben, nämlich den Tourismus in Schleswig-Holstein zu stärken und ihn weiter voranzubringen.
Wir wollen, dass mehr Menschen in SchleswigHolstein Urlaub machen. Deswegen haben wir auf der Wirtschaftsministerkonferenz die Initiative für eine Entzerrung der Sommerferientermine ergriffen. Wir wollen möglichst auf 90 Tage kommen. Herr Kumbartzky, ich kämpfe schon länger dafür. Jetzt wird es aber ernst. Die Frage ist: Wie machen wir weiter?
Zunächst einmal ist zu sagen, dass es viele Gründe für eine Entzerrung der Sommerferientermine der einzelnen Länder gibt. Ich sage Ihnen aber ganz offen: Die Wirtschaftsminister können das nicht allein umsetzen. Ich danke deshalb Bildungsministerin Wara Wende für ihre Unterstützung in der Kultusministerkonferenz.
Jetzt wird es zum Schwur kommen. Ich glaube, dass sich am Ende auch die Ministerpräsidenten mit dieser Frage befassen müssen. Das hatten wir alles schon einmal im Jahr 2009. Es ist wichtig, dass wir alle, egal welcher politischen Fraktion wir angehören - das gilt auch für die Kolleginnen und Kollegen in Bayern und Baden-Württemberg -, dafür werben müssen, dass ein Kompromiss geschlossen wird.
Wir müssen allerdings auch prüfen, ob es Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich der anderen Ferientermine in Deutschland gibt. Herr Tietze, vielen Dank, dass Sie in diesem Zusammenhang die DTVStudie erwähnt haben; ich hätte das nicht gewagt. Die Diskussion darüber müssen wir entfachen; denn es ist wichtig, auch hinsichtlich der übrigen Ferien zu einer Entzerrung zu kommen. Wir wollen insgesamt eine Saisonverlängerung.
Damit sind wir bei einem Kernthema: Wir brauchen die Saisonverlängerung, aber wir müssen auch überzeugende Angebote haben. Das bedeutet, dass Themen wie Städtetourismus, Gesundheitstourismus, Kulturtourismus sowie Geschäfts- und Tagungstourismus wieder häufiger auf die Tagesordnung gesetzt werden müssen. Ganz wichtig dabei ist: Hinsichtlich des Tourismus muss SchleswigHolstein für alle offen sein. Das Thema Barrierefreiheit ist keine Selbstverständlichkeit, aber wir müssen es im Tourismus zu einer Selbstverständlichkeit machen,
weil wir dadurch neue Zielgruppen erschließen können. Wir müssen auch den Unternehmen, den Investoren klarmachen: Barrierefreiheit ist ein Qualitätsmerkmal. Wir werden das Förderkriterium Barrierefreiheit auf jeden Fall beibehalten.
Wir fördern die entsprechenden Projekte bei der TASH, und wir sichern die Vertretung in Bundesprojekten und in überregionalen Gremien. Wir brauchen eine gute Vernetzung, Standards und gute Ideen. Herr Hamerich hat ja auf einige gute Ideen hingewiesen. Wir werden natürlich auch den Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“ prüfen.
Beim Thema Barrierefreiheit ist es wichtig, dass wir nicht immer nur singuläre Lösungen finden, sondern alle an einem Strang ziehen. Wir müssen Barrierefreiheit als übergreifendes Thema verstehen, und alle Akteure müssen beteiligt werden. Der ÖPNV und der Schienenpersonennahverkehr sind hinsichtlich der Barrierefreiheit noch nicht optimal. Auch das ist wichtig für ein Tourismusland wie Schleswig-Holstein.
Wir müssen darüber nachdenken, ob Menschen mit Handicap eine Beschäftigung im Gastgewerbe finden können, insbesondere, wenn das Gastgewerbe für Barrierefreiheit steht. Auch das sind Dinge, über die wir gemeinsam mit den Unternehmen im Rahmen der Fachkräfteinitiative sprechen.
Ein weiteres Thema ist der Kreuzfahrttourismus. Darüber werden wir an dieser Stelle und in den Ausschüssen sicher noch diskutieren. Ich begrüße das ausdrücklich. Wir werden gern einen Bericht dazu verfassen. Wir werden Sie informieren und dann eingehender über dieses Thema diskutieren. Ich sage zu diesem Thema aber schon hier und heute: Angesichts mancher Investitionen, die wir in Kiel oder Lübeck getätigt haben, dürfen wir die kleineren Häfen mit ihrem Fähr- und Ausflugsverkehr nicht vergessen. All dies trägt zum Bild des Urlaubslandes Schleswig-Holstein bei.