Protocol of the Session on December 18, 2008

und dass letztendlich auch das, was die Inflationsrate betrifft, wieder zurückgedrängt wird.

Und wenn Sie heute die Zeitung lesen, wissen Sie, die 4 Prozent, die wir bis dato hatten, sind auf 1,4 runtergegangen. Es beginnt langsam wieder eine Situation, dass Vertrauen zwischen den Banken eintritt, dass wir wieder wirtschaftlich handlungsfähig sind,

(Stefan Köster, NPD: Sie haben ja von Wirtschaft überhaupt keine Ahnung. – Zuruf von Dr. Norbert Nieszery, SPD)

und all das versuchen Sie zu ignorieren und in demagogischen Reden hier darzustellen.

(Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)

Und das sollen die Bürgerinnen und Bürger auch draußen mal erfahren. Mit Ihnen würden sie ihre Spareinlagen nicht wiederkriegen,

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der CDU)

die hätten Sie verzockt und das ist Ihre Politik,

(Raimund Borrmann, NPD: Genauso ist es.)

und das muss ich Ihnen noch mal in Ihr Stammbuch reinschreiben, ansonsten ist alles gesagt.

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktionen der SPD, CDU und FDP)

Danke schön, Herr Abgeordneter.

Es hat noch einmal das Wort der Fraktionsvorsitzende der NPD Herr Pastörs. Bitte, Herr Abgeordneter.

Mein lieber Herr Kuhn,

(Werner Kuhn, CDU: Mein lieber Herr Kuhn können Sie sich sparen.)

Sie sind ein Quacksalber.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Oh, Oh!)

Herr Pastörs, für die Beleidigung des Abgeordneten erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Das ist doch das Mindeste.)

Das ist der zweite der Sitzung und ich weise Sie darauf hin, dass bei einem weiteren Ordnungsruf Sie Ihre Redemöglichkeit für den heutigen Sitzungstag verlieren.

Man könnte Sie vielleicht darauf hinweisen, wenn das nicht die Gefahr eines erneuten Ordnungsrufs in diesem Hohen Hause nach sich ziehen würde, dass Sie auch Ihre Rede an den falschen Redner adressierten. Daran sieht man, wo Sie eventuell in den letzten Minuten gewesen sind, nämlich im Tiefschlaf. Hier hat Udo Pastörs gesprochen und nicht mein Kamerad Stefan Köster

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Kamerad! – Zuruf von Ute Schildt, SPD)

und Sie sind in Ihrem Beitrag nicht mit einem Wort

(Ute Schildt, SPD: Sie können nicht mal zuhören.)

auf unseren Antrag eingegangen,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Das muss man auch nicht.)

sondern haben versucht, Ihr Verfehlen und Ihre Bankrottpolitik einer Oppositionspartei in die Schuhe zu schieben, indem Sie apodiktisch sagten, wenn die NPD regiert hätte, dann hättet ihr das Geld verzockt. Wir haben es aber nicht verzockt, ihr habt es verzockt,

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der NPD)

ihr seid dafür verantwortlich,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ja, Ja. – Zuruf von Birgit Schwebs, DIE LINKE)

dass es im nächsten Jahr steil bergab geht.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Schön aufpassen auf den hohen Blutdruck!)

Wir haben im nächsten Jahr bisher zu erwarten 15 Prozent Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Langsam, langsam!)

und diese 15 Prozent Arbeitslosen, die wir zu erwarten haben, sind noch nicht einmal die wahre Zahl, sondern da sind noch nicht mal Ihre versteckten Ein-Euro-Jobs mit beinhaltet.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ganz ruhig!)

Zum Formalrechtlichen noch ein Wort: Die Finanzministerin Polzin hat eben durch Weglassen von Teilen des Artikels 63 hier den Eindruck erwecken wollen,

(Raimund Borrmann, NPD: Genau.)

dass der Ministerpräsident nicht gegen die Verfassung verstoßen habe,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Der hat auch nicht verstoßen. Er hat es auch nicht.)

und ich sage Ihnen und wiederhole das noch mal: Zwar lässt der Artikel 63 Ausnahmen zur gesetzlichen Ermächtigung zu, diese Ausnahmen unterliegen jedoch einer zwingend – und ich wiederhole es für Sie, Herr Kuhn, dass Sie nicht gleich wieder einschlafen, wie Sie das so oft tun hier im Parlament,

(Unruhe bei Abgeordneten der Fraktion der CDU)

noch mal wiederhole ich es –, einer zwingend, zwingend anzuwendenden Regel. Es geht hierbei um das Notbewilligungsrecht. Zwingende Norm ist hierbei die Einleitung eines Konsultationsverfahrens durch den Finanzminister beim Parlament,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Warum gehen Sie denn nicht zum Verfassungsgericht? Machen Sie es doch und erzählen uns hier doch keine Lügenmärchen!)

und das hat der Finanzminister nicht getan

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Na, dann gehen Sie doch! Gehen Sie doch hin zum Verfassungsgericht!)

und deswegen bestehen wir darauf, dass das einer verfassungsrechtlichen Prüfung unterzogen wird,

(Zuruf von Dr. Norbert Nieszery, SPD)

und dass Ihnen das nicht gefällt, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Aber weil Ihnen das nicht gefällt, bringen wir das gerade hier als einzigste oppositionelle Partei vor.

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der NPD – Dr. Norbert Nieszery, SPD: Einzige. – Torsten Koplin, DIE LINKE: Einzige. Mal deutsch sprechen.)

Dass Sie sich dagegen mit Händen und Füßen wehren,