Protocol of the Session on September 25, 2008

(Udo Pastörs, NPD: Weil keine Deutschen mehr da sind. Die hat man totgeschlagen oder weggejagt. – Zuruf von Raimund Borrmann, NPD)

welche Entwicklung wir in der grenznahen Region haben. Menschen kommen zusammen, Menschen begegnen sich. Der eine zieht hierüber, der andere zieht hier zu uns.

(Michael Andrejewski, NPD: Ja, ganz toll!)

Es ist im Grunde sogar viel Kreativität damit verbunden. Und wir wollen sie zurückdrängen, für uns haben sie in diesem Lande nichts zu suchen und deswegen unterstützen wir explizit Maßnahmen, die darauf gerichtet sind, das herzustellen.

(Michael Andrejewski, NPD: Die aber nichts bewirken.)

Wir wollen die Begegnung von Menschen in der grenznahen Region zu Polen. Wir wollen sie isolieren und wir wollen sie loswerden. Sie haben hier nichts zu suchen. Und das ist das andere Element dieses Antrages.

(Raimund Borrmann, NPD: Sie vertreiben die eigenen Landsleute. Dazu sind Sie fähig!)

Und deswegen bitte ich Sie hier heute um Zustimmung zu diesem Antrag. – Herzlichen Dank.

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der SPD – Raimund Borrmann, NPD: Das haben schon mal Kommunisten gemacht.)

Vielen Dank, Herr Abgeordneter Heydorn.

Das Wort hat jetzt der Abgeordnete Herr Kreher für die Fraktion der FDP. Bitte schön, Herr Vizepräsident.

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren!

(Raimund Borrmann, NPD: Am besten vertreiben Sie sie ins Meer!)

Ich glaube, ich brauche hier nicht lange Worte zu machen. Dieser Antrag hat die Unterstützung der FDP.

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der FDP)

Wir wissen aus Erfahrung, dass gerade in Grenzbereichen, wenn auf beiden Seiten die Sprache des anderen beherrscht wird, das dazu beiträgt, dass die Menschen auch lernen, miteinander umzugehen.

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktionen der SPD, CDU und FDP)

Und wir wissen zweitens, das hat der Minister schon ausgeführt, dass es wirklich so ist – auch wenn Herr Pastörs das wahrscheinlich bestreiten wird –, dass, wenn früh verschiedene Sprachen gelernt werden, dadurch das Gehirn gleich flexibler ist und in der Lage ist, andere Sprachen, auch weitere Sprachen, besser zu erlernen.

(Michael Andrejewski, NPD: Vielleicht auch verwirrter.)

Das eben ist – das hat der Minister vorhin gesagt –, das eben ist bewiesen, dass das, was Sie gesagt haben, falsch ist.

(Tino Müller, NPD: Experten sagen was anderes. – Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)

Es hat sogar dazu beigetragen – hören Sie gut zu –, es hat sogar dazu beigetragen, dass die eigene Sprache durch die Kenntnis einer anderen Sprache bereichert wird,

(Raimund Borrmann, NPD: Wahnsinn ist auch eine Bereicherung.)

dass dadurch das Wissen und das Können in der eigenen Sprache wirklich verbessert werden. Das sind die Erfahrungen, die tausendfach inzwischen bestätigt sind,

(Michael Andrejewski, NPD: Tausendfach bestätigt, ja.)

die können Sie nicht mehr bestreiten.

(Raimund Borrmann, NPD: Tausendmal berührt und tausendmal ist nichts passiert. – Heiterkeit bei Abgeordneten der Fraktion der NPD)

Der Änderungsantrag, der von den LINKEN vorliegt...

(Zuruf von Irene Müller, DIE LINKE)

Der Änderungsantrag, der von den LINKEN vorliegt, scheint uns logisch zu sein, wenn...

(Michael Roolf, FDP: Scheint.)

Nein, er ist logisch. Er ist logisch.

Wenn wir also wollen, dass da etwas in Gang gebracht wird, müssen wir uns natürlich auch Gedanken machen, wie das in den einzelnen Bereichen verwirklicht wird. Wir werden also Ihrem Änderungs- oder Ergänzungsantrag zustimmen, allerdings sagen wir auch, wenn er abgelehnt wird, dann werden wir dem Grundantrag trotzdem zustimmen, allerdings – meine Damen und Herren von der Koalition – dann darauf achten, dass auch in Zukunft die Voraussetzungen geschaffen werden, dass wir vor Ort nicht mit einer Forderung stehen, aber die Mittel und Möglichkeiten dazu nicht da sind. Darauf werden wir dann sehr genau achten, auch darauf, was mit dem KiföG geschieht. Danke schön, meine Damen und Herren. Wir werden uns also so verhalten, wie ich es eben gesagt habe. – Danke schön.

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktionen DIE LINKE und FDP)

Vielen Dank, Herr Kreher.

Das Wort hat jetzt der Abgeordnete Herr Müller von der Fraktion der NPD.

(Jörg Heydorn, SPD: Der Kampf geht weiter.)

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren!

(Jörg Heydorn, SPD: Der Kampf geht weiter.)

Die Vermittlung der polnischen Sprache in Kindergärten soll, das zeigt ein Blick auf die Netzseite der DeutschPolnischen Gesellschaft, nach der sogenannten Immersionsmethode erfolgen. Der Anspruch genannter Methode lautet, Kindern eine zweite Sprache so gut zu vermitteln, dass sie wie eine eigentliche Muttersprache benutzt werden kann. Schnullerpolnisch also.

(Jörg Heydorn, SPD: Sie können nicht mal eine!)

Genutzt werden soll gerade bei der Immersion die tatsächlich hohe Auffassungsgabe von Vorschulkindern. Sie saugen Wissen auf wie ein Schwamm.

(Jörg Heydorn, SPD: Und wo ist das Problem?)

Die Schlussfolgerung aber lautet, am besten alles gleichzeitig machen. Sprachüberschneidungen sind dabei gang und gäbe, weil die Kinder unbewusst verlernen, zwischen Muttersprache und Fremdsprache zu unterscheiden.

(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Das geht doch nicht ins Blut über. – Irene Müller, DIE LINKE: Ach du meine Güte!)

Letztlich unterbricht der Immersionsunterricht einen Prozess, in dessen Mittelpunkt zunächst ein muttersprachlich gewachsenes Begriffssystem stand.

(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Wie eine Infektion. – Zuruf von Irene Müller, DIE LINKE)

Ein völlig anderes Begriffssystem verhindert nunmehr die weitere Nutzung und Schärfung der eigenen Begriffe. Kinder werden einer Vielschichtigkeit ausgesetzt, die sie schlichtweg überfordert.

(Birgit Schwebs, DIE LINKE: Falsch.)

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, also im Gegensatz zur Landesregierung durchaus Experten

auf diesem Gebiet, warnte davor, Kinder zu früh mit Fremdsprachen zu überfordern. Laut Akademie präsident...