Protocol of the Session on March 3, 2004

(Dr. Armin Jäger, CDU: Kandidieren Sie doch mal! – Zuruf von Torsten Koplin, PDS)

Die Stadt Schwerin leistet sich also diese Kita gGmbH schon einige Jahre und zweigt neben den Regelkosten in erheblichem Umfang Beträge ab, um diese Kita gGmbH zu finanzieren.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Richtig. – Dr. Margret Seemann, SPD: Na, das ist ja interessant.)

Und jetzt bin ich mal gespannt,

(Eckhardt Rehberg, CDU: Und wer hat alles zugestimmt? Auch die SPD?)

was hier in dieser CDU-regierten Stadt Schwerin passieren wird.

(Heiterkeit bei Eckhardt Rehberg, CDU – Dr. Armin Jäger, CDU: Ja, das war eigen- ständig. Das war unter Herrn Rößler.)

Ich bin gespannt, was hier passieren wird.

(Eckhardt Rehberg, CDU: Jaja!)

Herr Dr. Jäger, Sie sind maßgeblich mit dabei,

(Dr. Armin Jäger, CDU: Na klar!)

ob Sie in Ihrem Einflussbereich perspektivisch die Möglichkeit nutzen werden, diese erheblichen Summen, die Sie zurzeit noch aus dem eigenen Säckel zahlen müssen, an die Eltern zu verklappen oder ob Sie nach wie vor hier in Schwerin als CDU dazu stehen und sagen,

(Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Hauptsache, das Land ist raus.)

damit belasten wir unsere Eltern nicht, sondern die Stadt Schwerin leistet sich den Luxus weiter, das finanzieren zu können.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Die Eltern wissen, was sie an uns haben, Herr Heydorn.)

Ich bin sehr gespannt, wie Sie sich perspektivisch zu diesem Thema verhalten werden,

(Dr. Armin Jäger, CDU: Auf jeden Platz in dieser Stadt, auf jeden Platz.)

denn auch das belastet die Elternbeiträge in erheblichem Umfang.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Reden Sie doch mal zum Gesetz!)

Wenn es in Schwerin perspektivisch so sein sollte, dass die Stadt hier die Entscheidung trifft, diese Beträge nicht mehr aus dem städtischen Haushalt finanzieren zu wollen, dann bedeutet das, dass wir an die Eltern weitergeben. Daran, was sich in dieser Hinsicht tut oder nicht tut, werde ich Sie als CDU in der Stadt messen.

(Beifall bei Abgeordneten der SPD – Torsten Renz, CDU: Das kann doch die SPD zusammen mit der PDS beschließen. – Wolfgang Riemann, CDU: Gucken Sie doch einmal in das CDU-regierte Rostock!)

Insgesamt kann ich mich abschließend meinen Vorrednern anschließen und sagen: Wir machen hier ein gutes Gesetz,

(Dr. Ulrich Born, CDU: Wie sieht denn das in Rostock aus?)

es ist wegweisend und es findet bundesweit Anerkennung!

(Heiterkeit bei Eckhardt Rehberg, CDU)

Ich kann Sie nur bitten, gerade auch die CDU, hier Ihre Zustimmung zu erteilen,

(Unruhe bei Abgeordneten der CDU – Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Neid, Neid!)

denn was das Thema pädagogische Konzepte und Ziele angeht, haben Sie dem nichts entgegenzusetzen. Im Grunde genommen haben Sie letztendlich dadurch, dass hier nichts anderes vorgetragen wurde, insoweit zugestimmt.

(Heiterkeit bei Rudolf Borchert, SPD, und Dr. Margret Seemann, SPD)

Und deswegen jetzt munter die Hand mit hoch! – Ich bedanke mich.

(Beifall bei Abgeordneten der SPD und einzelnen Abgeordneten der PDS)

Herr Abgeordneter, gestatten Sie jetzt die Anfrage des Abgeordneten Dr. Born?

Herr Kollege Heydorn, nachdem ich mit großem Interesse zur Kenntnis genommen habe, dass Sie sehr intensiv mit den Kulturpolitikern Ihrer Fraktion über den Gesetzentwurf beraten haben, frage ich Sie: Sind Sie der Meinung, dass dann konsequenterweise auch der Kultusausschuss des Landtages

(Beate Mahr, SPD: Bildungsausschuss!)

sich mit diesem Gesetzentwurf befassen sollte, oder meinen Sie, dass man die Ausschussarbeit einsparen kann und ausschließlich in den Fraktionen Gesetzentwürfe beraten sollte?

(Unruhe bei einzelnen Abgeordneten der SPD – Heiterkeit bei Volker Schlotmann, SPD)

Ich halte die Ausschüsse für eminent wichtig, denn sie müssen hier ihre Arbeit leisten. Aber bei diesem Thema geht es um frühkindliche Bildung. Es geht hier, um auch die Ausführungen Ihrer Kollegin Fiedler-Wilhelm aufzugreifen, nicht darum, Kindertageseinrichtungen zu verschulen,

(Beifall bei Abgeordneten der SPD und PDS – Rudolf Borchert, SPD: Eben.)

sondern es geht um vorschulische Pädagogik und Bildung. Das ist ganz klar eine Sache, die den Sozialausschuss betrifft.

(Rudolf Borchert, SPD: Eindeutig.)

Herr Abgeordneter Heydorn, gestatten Sie eine weitere Frage?

(Zuruf von Egbert Liskow, CDU)

Gerne, wenn sie der Klarstellung dient.

Bitte, Herr Dr. Born.

Kollege Heydorn, ist Ihnen auch aufgefallen, dass weite Teile der Rede der Ministerin sich mit Bildungsinhalten befasst haben, und meinen Sie, dass es sinnvoll ist, dass die Ministerin ihre Vorstellungen ausschließlich im Sozialausschuss darlegt oder dass das dann nicht auch einmal im Fachausschuss diskutiert werden sollte?

(Beifall Kerstin Fiedler-Wilhelm, CDU)

Das ist eine Geschichte, die in den Sozialausschuss gehört. Sie wissen ja, dass es das Selbstbefassungsrecht der Ausschüsse gibt.

(Beifall Volker Schlotmann, SPD, und Gabriele Schulz, PDS – Heiterkeit bei Dr. Armin Jäger, CDU, und Eckhardt Rehberg, CDU – Torsten Koplin, PDS: Richtig, richtig.)

Es wäre dem Tür und Tor geöffnet gewesen, sich damit zu beschäftigen.

(Unruhe bei einzelnen Abgeordneten der PDS – Zurufe von Dr. Armin Jäger, CDU, und Karsten Neumann, PDS)