Das Mäzenatentum – die Mäzene – bewegen sich also immer in dem Spannungsfeld zwischen der Begrenztheit finanzieller staatlicher Möglichkeiten und den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten des Marktes, also zwischen großzügiger Spende, einer Leistung ohne Gegenleistung, und der Möglichkeit persönlicher Einflussnahme über kulturelles und wirtschaftliches Handeln.
Beurteilt man nun dieses Spannungsfeld von außen, kann man zu sehr unterschiedlichen Schlüssen kommen. Für die einen steht die Großzügigkeit der Spender im Vordergrund, während die anderen vielleicht als überwiegendes Motiv eher den Willen zur indirekten Einflussnahme vermuten. Dieses Spannungsfeld zeichnete sich auch bei uns in der Fraktion im Vorfeld ab und wird sich im Abstimmungsverhalten der einzelnen Abgeordneten widerspiegeln.
Fest steht für mich: Die moderne Zeit braucht genauso Mäzene, wie die alten Römer sie benötigt haben. Der Staat ist immer weniger in der Lage, kulturelle und wissenschaftliche Förderung aus eigenen Mitteln in der Höhe zu betreiben, in der wir sie benötigen.
Fest steht auch: Es gibt viele Menschen, die viel Geld besitzen, aber es gibt nur wenige, die viel Geld davon abgeben.
Zu diesen wenigen gehören Sie, sehr geehrte Frau Greve, sehr geehrter Herr Greve. Sie haben sich nicht nur in Hamburg, sondern auch, wie schon vernommen, bundesweit und international – erwähnen möchte ich hier das Kinderheim in Rumänien – mit Spenden und Stiftun
Wer möchte dem Antrag des Senates folgen und zustimmen, dass Frau Professor Dr. Hannelore Greve und Herr Professor Dr. Helmut Greve das Ehrenbürgerrecht der Freien und Hansestadt Hamburg verliehen wird? – Gegenstimmen? – Stimmenthaltungen? – Dieses ist dann mit sehr großer Mehrheit bei einigen Gegenstimmen und einigen Stimmenthaltungen so beschlossen.
Meine Damen und Herren! Senat und Bürgerschaft bitten die geladenen Gäste zum anschließenden Festakt in den großen Festsaal unseres Rathauses.