heißt, wenn man sich für ein Kind entscheidet und von vornherein feststeht – bei mir war es von vorn herein so –, dass es eine Ein-Eltern-Familie wird, und ich weiß, und da muss ich Frau Motschmann ganz dringend widersprechen, dass das ganz klar bedeutet, dass man ein erhöhtes Armutsrisiko hat, und zwar von Anfang an.
gegen Kinder entscheiden, Frau Motschmann. Das heißt nur einfach, dass Frauen, die Kinder allein er ziehen, ganz klar wissen, dass sie einen Lebensweg haben, der es schwer macht, in die Berufstätigkeit zurückzukommen, der viel Teilzeitarbeit mit sich bringt, weil die Betreuungsmöglichkeiten nicht so sind, wie wir sie gern hätten, und der natürlich auch, wenn man in klassischen Frauenberufen arbeitet – und das habe ich getan –, bedeutet, dass man überhaupt keine Rentenanwartschaften erwirbt.
und ist als Rentnerin sicher arm, nicht nur gefähr det, sondern sicher arm. Das besagt nicht, dass wir uns deswegen gegen Kinder entscheiden, aber es bedeutet, dass wir diese Bedingungen verändern müssen. Das ist einer der Gründe, warum ich in die Politik gegangen bin.
ich selbst erlebt habe, die mich wahnsinnig wütend gemacht haben und die sich bis heute nicht geändert haben. Damit meine ich nicht einmal die strukturel len Bedingungen, also dass es immer noch Berufe gibt, die als klassische Zuverdienstberufe angesehen werden, obwohl sie mittlerweile Familien komplett ernähren müssen. Damit meine ich auch nicht nur die fehlenden Betreuungsplätze von klein auf bis hin zu fehlenden Hortplätzen hinterher in der Schule. Damals gab es überhaupt keine Ganztagsschulen, mein Sohn ist mittlerweile 17 Jahre alt, das hat sich ein bisschen geändert, aber auch nicht so, wie wir es gern hätten.
ein, dass ich einmal mit Frau Hauffe gedroht habe. Als mein Sohn eineinhalb Jahre alt war, wollte ich eine Umschulung machen, und das Arbeitsamt hat mir gesagt, ich sei keine richtige Arbeitnehmerin, weil ich alleinerziehend sei, ein Kind hätte, und Kinder würden krank. Deswegen würden sie ihre Gelder für Umschulungsmaßnahmen, die es damals nach dem Arbeitsförderungsgesetz noch gab, nicht an Frauen wie mich verschwenden. Wörtlich! Ich musste drei Monate lang kämpfen, obwohl ich einen Ausbildungsplatz hatte, und es hat erst geklappt, als ich dem Direktor des Arbeitsamtes mit Frau Hauffe gedroht habe. Da ging es auf einmal ganz schnell.
Frauen gesprochen habe –, dass sie sich bis heute nicht geändert haben. Vor diese Probleme werden Frauen heute noch gestellt.
glaube, wir haben uns missverstanden. Ich bezweifle nicht, dass Kinder, die von Frauen allein großgezogen werden, für sie ein großes Armutsrisiko darstellen, aber mir ging es darum, dass wir über Kinder nicht nur als Armutsrisiko oder Karrierehemmnis reden, sondern vielleicht irgendwann auch einmal sagen, dass Kinder eine Bereicherung des Lebens und eine Freude sind und dass sie Glück bringen. Darum geht es mir! Was sollen denn die Kinder denken, wenn sie das später einmal lesen?
weshalb, meinen Sie, habe ich mich dafür entschie den, ein Kind zu wollen und ein Kind zu bekommen? Ich liebe meinen Sohn, und ich finde ihn, ehrlich gesagt, großartig.
men. Das sind einfach Bedingungen, an denen sich leider in den letzten 16, 17 Jahren nicht viel geändert hat, und hier ist auch die Politik gefordert.
kommen, der in dem Bericht steht und der auch in dem Ausschussbericht erwähnt wird, das Programm „Gute Arbeit für Alleinerziehende“, das jetzt leider ausgelaufen ist. Wir hatten hier im Dezember bean tragt, dass dieses Programm in Kooperation mit den jetzt beteiligten Organisationen und Institutionen fortgeführt wird. Der Antrag ist überwiesen worden – endlich einmal ein Antrag von uns, der hier nicht schlichtweg abgelehnt worden ist – an die Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen und wird dort am 27. Februar 2013 debattiert und behandelt. Wenn Sie, liebe Abgeordnete, diese Debatte heute ernst nehmen, sollten Sie am 27. Februar 2013 auch die nötigen Konsequenzen daraus ziehen, und darum möchte ich Sie hier bitten.
ge der Sozialassistenzen und der Pflegehelferinnen. Was die Sozialassistenzen angeht, bin ich geneigt, meiner Vorrednerin Frau Böschen in einem Punkt recht zu geben. Es ist natürlich eine Möglichkeit für Frauen, die in der allgemeinbildenden Schule Schwierigkeiten haben, dann tatsächlich in eine hö her qualifizierte Ausbildung zu kommen. Es hat aber auch einen Grund, weshalb ich ihr jetzt zustimme, und zwar den, dass die Erfahrungen bislang gezeigt haben, dass diese Frauen nicht in die Pflegeassistenz gehen, sondern zum überwiegenden Teil tatsächlich in die Erzieherinnenausbildung. Ich habe damals mit Schulleitern gesprochen, als es darum ging, ob diese Ausbildung umgestellt wird oder nicht. Da mals habe ich mich dem Votum der Schulleitungen angeschlossen und gesagt, das ist eine Möglichkeit, sogar eine relativ gute, da machen wir mit.
gesagt hatten, wir machen das, gab es diesen ominö sen Koalitionsausschuss, der zur Refinanzierung von Lehrerstellen bestimmte Maßnahmen im Bildungs bereich beschlossen hat. Unter anderem wurde dort beschlossen, die zusätzliche Klasse in der Erzieherin nenausbildung wieder zu streichen. Ich habe in der Bildungsdeputation nachgefragt, weil ich gesagt habe, dass das eigentlich unseren Beschluss konterkariert, Frauen, die den Zugang über allgemeinbildende Schulen nicht haben, ihn aber vielleicht über die vorgelagerte, zweijährige Ausbildung erreichen, in eine höherwertige Ausbildung zu bekommen. Frau Senatorin Jürgens-Pieper, die damals noch im Amt war, hat mir recht gegeben. Ich denke, daher müs sen wir sehr genau darauf schauen, wie es dieses Jahr aussieht, ob die Frauen tatsächlich wieder in eine bessere Ausbildung kommen, nämlich die zur Erzieherin.
generalistisch ausgerichteten Ausbildung für Pfle gehelferinnen sagen. Ich kann, ehrlich gesagt, nicht nachvollziehen, dass es aus einem ganz bestimmten Grund einen Feldversuch am Schulzentrum Walle gibt. Sie beziehen sich auf Frauen, die überhaupt keine Chance haben. Sowohl der amtierende Schul leiter als auch der bisherige Schulleiter, Herr Zachau, wollen überhaupt nicht, dass dieser Feldversuch ausgeweitet und es dann eine generelle Berufsaus bildung auf einem niedrigeren Niveau wird.
damals froh, dass in der Gesundheitsdeputation die Vorlage von der Tagesordnung genommen wurde, und bedauere es sehr, dass sie diese Woche sowohl in der Gesundheits- als auch in der Sozialdeputation beschlossen worden ist. – Danke!
Präsident, meine Damen und Herren! Ich habe vorhin bei der Vorstellung des Berichts deutlich gemacht, wie viele Themenbereiche und welche Vielfalt die ZGF bearbeitet hat. Hier zeigt sich deutlich die Querschnittsaufgabe der Frauenpolitik und die damit verbundene Arbeit in allen Politikbereichen. Über das Hilfesystem von Frauen und Kindern, die von Gewalt betroffen sind, haben wir das letzte Mal hier in der Bürgerschaft debattiert, und die Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes werden wir in der nächsten Bürgerschaftssitzung behandeln. Daher bespreche ich bei meinen Ausführungen jetzt diese beiden Themenfelder nicht.
Arbeitsmarkt eingehen und noch einmal deutlich machen, wie wichtig Beratung und Programme sind, die sich gezielt an Frauen wenden. Wie hoch die Zahl der arbeitslosen und alleinerziehenden Frauen in Bremen ist, habe ich vorhin genannt. Es handelt sich immer noch um eine strukturelle Benachteiligung, die Frauen vom Arbeitsmarkt fernhält oder sie nur teilweise daran teilhaben lässt. Ich denke, ich kann hier für viele reden, gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt muss das Ziel sein, und das überge ordnete Ziel muss die eigene Existenzsicherung von Frauen sein.
aussteigen, eine Teilzeitarbeit annehmen und, Frau Motschmann, ich würde auch sagen – jetzt hört sie mir gar nicht zu –,
deshalb Nachteile in Kauf nehmen, Nachteile in der Rente und Nachteile darin, dass sie ihre Karriere, die sie vielleicht geplant hatten, nicht in dem Tempo erreichen können und dafür den Vorteil von Kindern genießen. Die Pflegezeit, die dazu beitragen sollte, ist in dem Bereich aber ja auch gescheitert.
rend an dem Verbundprojekt Beruf und Familie im Land Bremen beteiligt. Sie war ein wichtiger Baustein dafür, dass es überhaupt von der Stelle gekommen ist, jetzt heißt es Impulsgeber Zukunft. An diesem Verbundprojekt fand ich nicht nur die einzelnen Teile wichtig, die in den Firmen entwickelt und umgesetzt worden sind, sondern darüber hinaus, dass auch noch einmal deutlich gemacht hat, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht eine originäre Frauensache, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe ist. Schauen wir in die nordischen Länder, dort ist es selbstverständlich!