lnte_grationsbemĂŒhungen sind allein schon deshalb bei uns in Rheinland-Pfalz zwingend; denn ĂŒber 50% der AuslĂ€nder leben sch.on mehr als zehn Jahre bei uns. Ăber ein Drittel der AuslĂ€nder lebt schon ĂŒber 15 Jahre bei uns, ein Viertellebt schon ĂŒber 20 Jahre bei uns. Daraus sieht man eindeutig: Diese Menschensehen ihre Lebensperspektive auf Dauer bei uns.
Wir sind ·damit zum Einwanderungsland geworden, ob das der ei_ne oder andere wahrhaben will oder nicht. Das ist aber Fakt.
Vor diesem Hintergrund ist ganz besonders wichtig: lntegrationsbemĂŒhungen_sind am erfolgreichsten bei IS!,ndern. Es gibt eine Studie aus diesem Jahr vom Deutschen Jugendinstitut-. Das hat festgestellt, dass auslĂ€ndische Kinder, die bei uns in Deutschland leben, relativ mĂŒhelos- so die wörtliche Formulierung in der Studie
zwischen zwei Kulturen wechseln, dass 60% von ihnen vielfÀltige stabile Kontakte zu gleichaltrigen Deutschen haben und 40% der Kinder im Kindergarten und 70 o/:: der Schulkin
der, die AuslĂ€nder sind, zweisprachig reden, je nachdem, mit wem sie gerade Kontakt haben, im Laufe des Vormittags auf Griechisch und dann hinterher auf Deutsch. Diese Sprachkompetenz, die vorhanden ist, ist-ein hohes Gut fĂŒr die wei
tere Integration. Wir sollten auf diesem Weg weitergehen, dass wir all dies fördern, was integrative Wirkung haben kann. Dazu gehört auch die Zweisprachigkeit. Wenn uns das gelingt, dass wir damit gelassener umgehen, dann bin ich _ganz sicher, dass wir wieder ein besseres Klima fĂŒr die Inte
Herr PrĂ€sident, meine Damen und Herren! Nach dem, was wir zuerst von Frau GrĂŒtzmacher gehört haben, hatte ich fĂŒr einen Moment noch die Hoffnung, dass diese Aktuelle Stunde
- Jch hatte die Hoffnung, dass das so war, nachdem ich Frau GrĂŒtzmacher gehört habe. Warum -regen Sie sich eigentlich auf?
Aber nachdem ich dann die AusfĂŒhrungen des Kollegen Redmer gehört habe, ist genau diese Hoffnung geschwunden;
denn ich kann das sehr wohl sa_gen: ln diese Diskussion, in der wir ĂŒber Kinder reden, die vor ln-Kraft-Treten des (3ese~zes geboren sind, die rechtmĂ€Ăig ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, die das zehnte Lebensjahr zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollendet hatten, und wenn es· darum geht, diesen EinbĂŒrgerungsanspruch geltend zu machen, ge
grationsklimas. Die unertrĂ€gliche VerknĂŒpfung der Frage der Kinder, die bereit sind, diesen Pass zu beantragen, oder die Eltern fĂŒr die Kinder, hat nichts mit einer Diskussion zu tun, die Sie aus tendenziellem GrĂŒnden so fĂŒhren, wie Sie sie fĂŒh
- Nein, das ist genau nicht das Problem. Wenn sie nach den Problemen fragen, dann will ich Ihnen einmal etwas ganz an-. deres vorfĂŒhren.
wenn er sagte, dass l"ntegration nur ĂŒber die Sprachkompetenz möglich ist. Dies ist aber von niemandem bestritten worden. Aber es ist in der Tat die Frage zu stellen: Was tut dieses
Unser Antrag, Förderkurse im Vorschulalter einzurichten, ist von der Mehrheit aus SPD und F.D.P. in diesem HaĂse abgelehn_t worden.
schen Kindern durch gezielte Sprachförderung die Teilnahme am deutschen Bi_ldungssystem erfolgreich zu ermöglichen.
Sie haben ferner unseren Antrag abgelehnt, Vorbereitungsund Förderklassen fĂŒr_auslĂ€ndische Kinder insbesondere an Grund- un~ Hauptschulen einzurichten. Wenn im Rahmen einer schlechten Politik, was die Unterrichtsversorgung anbelangt, zuerst an den Förderkursen gespart wird, so wird dies gleichzeitig zum Doppelschlag gegen diese auslĂ€ndischen.
Kinder. Dabei schreibt unsere Schulordnung in§ 31 sogar die Förderung auslÀndischm Kinder vor:·.. um ihnen eine rasche Eingliederung zu ermö~Jiichen, sollen auslÀndische Kinder mit
unzureichenden Deutschkenntnissen nach Möglichkeit eine zusÀtzliche schulische Förderung erhalten." So weit, so gut.
-Nein, es passiert nicht nur nichts, sondern es wird nur nac\1 den Voraussetzungen fĂŒr eine Sprachförderung gefragt. Die Kinder, die lĂ€nger als drei Jahre in Deutschland leben, haben keinen Anspruch mehr auf die Sprachförderung. Das ist genau das Problem. Ein Kind, das in Deutschland geboren ist, er
fahrt im Kindergarten keinerlei Förderung auĂer dem, was die- Kommune bzw. die Erzieherinnen anbieten. AnschlieĂend kommt es in die Schule, wohnt mehr als drei Jahre in Deutschland und hat keinen Anspruch darauf, einen Förderunterricht zu erhalten. Das sind die Probleme, die im Zusam