Protocol of the Session on September 29, 2011

(Beifall von der LINKEN)

Es ist mit Aufgabe der Politik – auch wenn es natürlich Sache der Gewerkschaften und Tarifpartner ist, dafür zu sorgen –, zu unterstützen, dass das Pflegepersonal in Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Einrichtungen erheblich mehr Geld bekommt. Das haben die Pflegekräfte in der Tat mehr als verdient. Dafür müssen dann aber von der Bundesseite aus die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Dieser Appell richtet

sich wiederum eindeutig an CDU und FDP, die ja schließlich die Bundesregierung tragen.

Das zweite und für viele Pflegekräfte noch drängendere Problem, was Sie, Frau Ministerin, aber auch schon an anderer Stelle angesprochen haben, ist die Arbeitsbelastung. Es ist kaum eine Woche her, da gab es eine Untersuchung in Bezug auf Burnout-Erkrankungen. Das ist mittlerweile Standard in der Pflege – und nicht in erster Linie bei Patientinnen und Patienten, sondern bei Pflegekräften oder auch überhaupt im Gesundheitsbereich arbeitenden Menschen.

Damit dem ein kleiner Riegel vorgeschoben werden kann, brauchen wir nicht nur in den Psychiatrieeinrichtungen, sondern in allen Bereichen Personalbemessungsgrenzen in der Pflege. Ich weiß, dass wir das auch gemeinsam fordern. Da müssen wir dabei bleiben. Das gilt nicht nur für die examinierten Kräfte, sondern erst recht auch für die Auszubildenden. Es ist wichtig, das zu betonen. Dies könnte dann auch die Berechnungsgrundlage für die Ausgleichsmasse weiter präzisieren.

Ich danke fürs Zuhören und gehe davon aus, dass wir im Ausschuss weiter darüber diskutieren. – Danke schön.

(Beifall von der LINKEN)

Danke, Herr Zimmermann. – Damit sind wir am Ende der Beratung.

Wir kommen zur Abstimmung. Der Ältestenrat empfiehlt die Überweisung des Gesetzentwurfs Drucksache 50/2436 an den Ausschuss für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Integration. Wer stimmt der Überweisung nicht zu? – Enthaltungen? – Damit ist diese Überweisungsempfehlung einstimmig angenommen.

Wir kommen zum Tagesordnungspunkt

15 Gesetz zur Änderung des Justizgesetzes

Nordrhein-Westfalen und anderer Gesetze

Gesetzentwurf der Landesregierung Drucksache 15/2803

erste Lesung

Die Fraktionen haben sich zusammen mit der Landesregierung darauf verständigt, dass Minister Kutschaty für die Landesregierung seinen Beitrag zu Protokoll gibt (siehe Anlage) und wir ohne Debatte zur Abstimmung kommen.

Der Ältestenrat empfiehlt die Überweisung des Gesetzentwurfs Drucksache 15/2803 an den Rechtsausschuss. Wer stimmt der Überweisung nicht zu? – Enthaltungen? – Damit ist diese Überweisungsempfehlung einstimmig angenommen.

Damit kommen wir zum letzten Tagesordnungspunkt, der Nummer

16 Einführung eines zentralen, bundesweiten

elektronischen Registers zur Erfassung aller Gewerbetreibenden

Antrag der Fraktion der CDU Drucksache 15/1693

Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft, Mittelstand und Energie Drucksache 15/2407

Der Antrag der Fraktion der CDU Drucksache 15/1693 wurde gemäß § 79 Abs. 2 Ziffer b) der Geschäftsordnung vom Plenum an den Ausschuss für Wirtschaft, Mittelstand und Energie überwiesen mit der Maßgabe, dass eine Beratung und Abstimmung erst nach Vorlage einer Beschlussempfehlung erfolgt.

Die Beratung eröffnet für die Fraktion der CDU Frau Verpoorten.

(Zurufe: Ist nicht da! – Weiter! – Der Nächste, bitte!)

Dann kommen wir zur Fraktion der SPD. Herr Hübner wird für die Fraktion sprechen.

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit und der sehr intensiven Debatten im Ausschuss über die Sinnhaftigkeit der für mehr Transparenz sorgenden Regelung sowie der Zustimmung, die alle Fraktionen signalisiert und praktiziert haben, empfehle ich uns heute auch bei der direkten Abstimmung die Zustimmung und wünsche uns ansonsten noch einen guten Abend. – Danke schön.

(Beifall von der SPD)

Danke, Herr Hübner. – Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen spricht Frau Schneckenburger.

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir haben im Ausschuss intensiv diskutiert. Es ist ein schöner Erfolg für die CDU. – Herzlichen Glückwunsch! Wir stimmen dem zu. Insofern können wir auf eine längere Debatte verzichten.

Ich will nur noch eins sagen – das war uns auch in der Debatte im Ausschuss wichtig –: Die Verbesserungen, die damit einhergehen – deswegen stimmen wir ja zu; es ist schön, wenn eine gute Idee von der CDU kommt; dann kann man sie auch so be

gleiten –, müssen unter Beachtung des Datenschutzes erfolgen. Das ist uns wichtig; das will ich noch einmal unterstreichen. – Danke schön.

(Beifall von den GRÜNEN und von der SPD)

Vielen Dank, Frau Schneckenburger. – Für die Fraktion der FDP spricht Herr Brockes.

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Auch wir finden es schön, dass wir den heutigen Plenartag mit solch einem gemeinsamen Beschluss beenden können. Auch wir finden es gut, wenn bisherige Doppelstrukturen abgeschafft werden. Hier geschieht Verwaltungsvereinfachung. Deshalb schließt sich die FDP der Position gerne an. – Vielen Dank.

(Beifall von der FDP)

Danke, Herr Brockes. – Für die Fraktion Die Linke spricht jetzt Herr Aggelidis.

Frau Präsidentin! Auch wir werden es an dieser Stelle kurz machen. Wir haben im Ausschuss bereits gesagt: Das ist ein vernünftiger Vorschlag. Er dient der Vereinfachung und größerer Transparenz. Da wir vernünftigen Anträgen zustimmen, auch wenn sie von der CDU kommen – bei der CDU ist das leider oft nicht so –, sagen wir einfach nur Ja. Wir halten es für eine gute Sache.

(Beifall von der LINKEN und von der SPD)

Wir befinden uns in Rekordzeit. – Frau Verpoorten, ich …

(Andrea Verpoorten [CDU]: Darf ich noch ei- nen Satz?)

Sie dürfen auch noch drei Sätze sagen.

Ich mache es ganz schnell. – Liebe Kollegen! Ich habe mich sehr gefreut, dass wir den Antrag im Wirtschaftsausschuss einstimmig angenommen haben. Das ist ein gutes Zeichen für die Wirtschaft und für unsere Unternehmer, die wir heute in unserem schönen Hause begrüßen können. Daher sollte das Plenum den Antrag auch annehmen. – Danke sehr.

(Beifall von der CDU und von den GRÜNEN)

Danke sehr, Frau Verpoorten. – Für die Landesregierung spricht jetzt Herr Minister Schneider in Vertretung von Herrn Minister Voigtsberger.

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die Landesregierung freut sich außerordentlich über die Zustimmung aller Fraktionen des Hohen Hauses zum Anliegen des vorliegenden Antrags und schließt sich dem an. Herzliche Grüße von unserem Wirtschaftsminister, der heute an der Verkehrsministerkonferenz des Bundes teilnehmen muss.

Vergessen Sie nicht: Die für das Land sehr wichtigen Unternehmer und ihre Verbände tagen am heutigen Abend in diesem Hause. Machen Sie davon Gebrauch! Führen Sie unternehmer- und arbeitnehmerfreundliche Gespräche!

Die Landesregierung unterstützt den vorliegenden Entwurf. – Danke schön.

(Beifall von der SPD und von der LINKEN)

Danke, Herr Minister Schneider. – Wir sind damit am Schluss der Beratung und kommen zur Abstimmung.

Der Ausschuss für Wirtschaft, Mittelstand und Energie empfiehlt in der Beschlussempfehlung Drucksache 15/2407, den Antrag Drucksache 15/1693 anzunehmen. Möchte jemand gegen die Annahme

stimmen? – Möchte sich jemand enthalten? – Damit sind die Empfehlung und der Antrag einstimmig angenommen.