(Lebhafter Beifall von der CDU und von der FDP – Heiterkeit von der SPD, von den GRÜNEN und von der LINKEN)
Der Kollege Vesper ist ein wesentlicher Promoter der Bewerbung. Sie wissen es genau; Sie sind ja für den Antrag von der SPD. Das sehe ich Ihnen doch an.
(Beifall von der CDU und von der FDP – Hei- terkeit von der SPD, von den GRÜNEN und von der LINKEN – Britta Altenkamp [SPD]: Was muss man nehmen, damit man diesen Zustand wie Sie erreichen kann?)
Herr Priggen, jetzt ein von mir wirklich ernstgemeintes Wort an die Grünen: Sie wissen genau, dass der Kollege Dr. Vesper die Nachhaltigkeit und das ökologische Konzept maßgeblich beeinflusst hat. Sie wissen, dass es Alternativen gibt.
Hören Sie doch einmal zu! Der liebe Gott hat auch Ihnen zwei Ohren und einen Mund gegeben, damit Sie mir hin und wieder mal zuhören.
Entschuldigung! Herr Priggen, Herr Dr. Vesper hat das Konzept maßgeblich beeinflusst. Wenn München kaputt geht, ist die Alternative Pyeongchang in Südkorea. Dort wird hemmungslos enteignet und abgeholzt, damit alles möglich gemacht wird. Da wird gegen die Ökologie verstoßen. Ich muss sa
gen: Es ist schon irgendwo heuchlerisch, hier ein ökologisches Konzept abzulehnen und damit ein antiökologisches Konzept in einem anderen Teil der Welt zu fordern.
Herr Kollege Müller, der Abgeordnete Markert hatte Ihnen eine Zwischenfrage gestellt. Deswegen hatte ich Sie vorhin auch unterbrochen. Aber Ihre Redezeit ist bereits abgelaufen.
Herr Müller, herzlichen Dank für die Möglichkeit, Ihnen noch eine Abschlussfrage zu stellen. Angesichts Ihres leidenschaftlichen Plädoyers für die Olympischen Spiele frage ich Sie: Warum setzt sich Ihre Fraktion nicht für Olympische Winterspiele in NordrheinWestfalen ein, wo wir hier doch so wunderbare Wintersportstandorte haben?
Die Beantwortung dieser Frage liegt über meinen geistigen Qualitäten. Dazu kann ich Ihnen nichts sagen.
(Lebhafter Beifall von der CDU und von der FDP – Heiterkeit von der SPD, von den GRÜNEN und von der LINKEN)
Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen, ich finde es schon bedauerlich, dass der Antrag nur abgelehnt wird, weil wir ihn gestellt haben. Über diese Kultur des Parlaments sollte man auch noch mal nachdenken.
Ich gehe davon aus, dass Sie den Antrag ablehnen werden. Sie wissen, dass das falsch ist. Sie wissen auch meistens nicht, warum. Aber ich gehe davon aus, dass Sie sich privat für Olympia einsetzen. – Schönen Dank.
(Anhaltender lebhafter Beifall von der CDU und von der FDP – Heiterkeit von der SPD, von den GRÜNEN und von der LINKEN – Zuruf von Heike Gebhard [SPD])
Noch einmal Dank an den Abgeordneten Müller. – Als nächster Redner hat noch einmal für die SPD-Fraktion der Abgeordnete Roth das Wort – mit 43 Sekunden.
Herr Müller, das war eine bekannt humoristische Einlage von Ihnen. Mir ist das leider nicht so wie Ihnen in die Wiege gelegt. Ich bin auch keine rheinische Frohnatur, will aber zumindest noch ein paar Dinge klarstellen.
Erstens. Ich habe zu Beginn meiner Rede, damit Sie es auch mitbekommen, klipp und klar die Absichtserklärung der SPD, der gesamten sozialdemokratischen Familie, deutlich gemacht, dass wir diese Olympischen Spiele unterstützen. Das ist doch überhaupt keine Frage.
weil er in der Begründung grottenschlecht ist, weil er abgeschrieben ist und auch noch falsch abgeschrieben ist. Ich werde Ihnen das bei Gelegenheit noch nachweisen. Das kann ich jetzt leider nicht, aber ich habe die Unterlagen da. Er ist schlampig und grottenschlecht gemacht. Deswegen lehnen wir ihn ab.
Noch etwas zu den Grünen. Ich habe es deutlich ausgeführt: Der Antrag ist schlecht gemacht und schlecht gemeint. Ja, er ist von Ihnen schlecht gemeint.
Sie haben das natürlich vor dem Hintergrund, gegebenenfalls etwas stiften zu können, angestrengt. Ansonsten ist er doch viel zu spät. Er ist doch vollkommen sinnlos und zu spät.
Das müssen Sie einfach zur Kenntnis nehmen. Dann können Sie auch den ganzen Klamauk lassen. Seien Sie sicher: Mein Arbeitgeber hat volles Verständnis für eine solche Argumentation.
Vielen Dank, Herr Kollege Roth. – Meine Damen und Herren, jetzt liegen mir keine weiteren Wortmeldungen mehr vor. Das bleibt auch beim Blick in die Runde so. Ich weise deswegen auch nicht darauf hin, wo noch Redezeiten vorhanden sind.
Wir kommen ganz schnell zur Abstimmung. Die antragstellende Fraktion der CDU hat direkte Abstimmung beantragt. Wer dem Inhalt des Antrags Drucksache 15/1074 zustimmen möchte, den darf ich um das Handzeichen bitten. – Das sind die Abgeordneten der Fraktion der CDU und der Fraktion der FDP. Gegenstimmen? – Das sind die Abgeordneten der Fraktion der SPD, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und der Fraktion Die Linke. Meine Damen und Herren, damit ist der Antrag abgelehnt.