So, und jetzt möchte ich weiterreden, weil ich finde, dass gerade dadurch, dass DIE LINKE jetzt diesen Antrag gestellt hat, noch mal deutlich wird, wie in der Fraktion der CDU Gleichstellungspolitik gesehen wird –
(Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Ganz, ganz schlimm! Ganz schlimm! Frau Gajek, Sie haben es erkannt. Ganz schlimm! Ganz schlimm!)
(Andreas Butzki, SPD: Ich höre aber zu. Ich höre aber zu. Ich habe es noch verarbeitet. Ich habe das auch schon verarbeitet.)
Schwerin hatte nicht auf, aber viele andere Städte. Und ich hätte mir gewünscht, dass man sich vielleicht nicht ganz so wegen des Quötchens gefeiert hätte,
(allgemeine Unruhe – Beifall vonseiten der Fraktion der CDU – Beifall und Heiterkeit bei Udo Pastörs, NPD)
(Rainer Albrecht, SPD: Und ihr habt euch trotzdem gefreut. – Heiterkeit und Zuruf von Udo Pastörs, NPD)
Das, was Sie hier tun, zeigt eigentlich das wahre Bild, wie viel wir noch tun müssen auf dem Weg zur Gleichberechtigung.
(Andreas Butzki, SPD: Nee, stimmt. Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, da gebe ich Ihnen vollkommen recht.)
Wir wollen Lohngerechtigkeit und wir wollen so bezahlt werden, wie es uns zusteht. Deswegen möchte ich jetzt …
und bitte alle Damen und Herren Abgeordnete, auch bei dem letzten Tagesordnungspunkt Ruhe zu bewahren und das Thema nicht ins Lächerliche zu ziehen.
Wir haben hier die Debatte zu führen über einen Antrag, den DIE LINKE gestellt hat auf Drucksache 6/3739. Und ich bitte Sie, dass Sie mit der entsprechenden Sachlichkeit diese Debatte auch führen. Das ist meine letzte Bitte an Sie. Ansonsten werde ich jetzt mit Ordnungsrufen arbeiten.
Ich würde noch mal gern einsteigen bei der tatsächlichen Lohngleichheit. Wir wissen alle, dass Frauen und Männer unterschiedlich verdienen. Am 20.03. – also nächste Woche – ist wieder Equal Pay Day, das heißt, Frauen arbeiten 20 Tage unentgeltlich. Und gerade das Entgeltgleichheitsgesetz, was auch in diesem Zusammenhang dann auf den Weg gebracht wird, hat zumindest einen Ansatz zur Entgeltgleichheit. Wir fordern – und ich weiß, dass es DIE LINKE tut und auch die SPD – endlich die Aufwertung des Care Sektors, der ist nämlich weiblich geprägt. Und ich denke, da ist einiges nachzuholen.
Ich habe vorhin schon erwähnt, dass ein ganz wichtiger Teil die eigenständige Existenzsicherung ist. Es ist ein bundespolitischer Ansatz, aber ich denke gerade, wenn es hierum geht, Gleichstellung umzusetzen, brauchen Frauen wie Männer eine individuelle Existenzsicherung, und da, glaube ich, muss noch ein weiter Weg gegangen werden, bis wir endlich hier eine ruhige Diskussion haben, um das Pro und Kontra abzuwägen. Gutes Einkommen können sich nämlich oder haben …