Protocol of the Session on November 14, 2014

Das ist auch eine konservative Position. Das ist nicht ein Alleinstellungsmerkmal der GRÜNEN oder beispielsweise der LINKEN.

(Peter Ritter, DIE LINKE: Ja, bei manchen dauert es ein bisschen länger, bis die Einsicht kommt.)

Auch wir sagen, jawohl, wer in Deutschland integriert werden soll, der muss natürlich die deutsche Sprache vom ersten Tag an lernen. Ich finde das dann aber nicht schön, wenn hier so getan wird, als ob nichts passiert. Ich meine, Ihre Antwort zum Heim-TÜV haben wir ja schon gekriegt.

(Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Oh! Ich sage dazu nachher noch was.)

Wir brauchten also nicht bis 2013 zu warten,

(Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ich sage dazu nachher noch was.)

bis die Sachsen uns mit gutem Beispiel vorangehen konnten, sondern wir waren schon 2012 das gute Beispiel.

Aber auch dieses Thema mit der Krankenkasse für Asylbewerber, Frau Gajek – hier werden Sachen,

(Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Wie lange dauert das denn jetzt noch?)

hier werden Sachen entstellt dargebracht, die sich ganz anders verhalten haben.

(Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ach!)

Die CDU hat von Anfang an erklärt, wir sind dafür,

(Peter Ritter, DIE LINKE: Das können Sie bloß nicht so zeigen.)

aber wir wollen mal sehen, welche Folgen denn die Einführung einer solchen Krankenkassenkarte hat. Und dann haben wir uns gemeinsam,...

(Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Und wie lange soll das jetzt noch dauern? Die anderen überholen uns, die anderen Bundesländer.)

Frau Gajek! Frau Gajek!

(Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Wir reden jetzt seit einem Jahr darüber. – Zuruf von Dr. Hikmat Al-Sabty, DIE LINKE)

… wir haben gemeinsam...

Dass Sie gemeinsame Vereinbarungen ignorieren, das wissen wir doch nun.

(Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das stimmt doch überhaupt nicht.)

Wir haben vereinbart, dass wir wissen wollen, was das in Bremen, in Hamburg und auch beim Pilotverfahren in Lulu gekostet hat.

(Dr. Hikmat Al-Sabty, DIE LINKE: In der Anhörung haben das alle gesagt. – Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Es gibt doch immer Ausreden.)

Und die Antwort steht aus. Die Antwort haben wir bis heute nicht und das müssen Sie der...

Einen Moment, Herr Silkeit!

Ich glaube, es steht allen Fraktionen noch entsprechende Redezeit zur Verfügung. Wenn das dann jetzt hier wirklich so wird, dass drei Leute gleichzeitig eine Rede halten, aber einer steht nur am Rednerpult, dann, denke ich mal, ist das ein bisschen zu viel. Also bitte, jeder hat hier noch Zeit, zu Wort zu kommen, das will ich auch gerne zulassen, aber wenn es denn länger dauert, bitte von hier vorne.

Jetzt können Sie weitermachen, Herr Kollege.

Und, lieber Kollege Al-Sabty, jetzt kommt noch mal wieder ein Lob in deine Richtung. Du hast es ja gesagt, du hast ja im Grunde genommen den Finger auf die Wunde gelegt,

(Peter Ritter, DIE LINKE: Ist auch besser.)

wir wollen die Betreuung ein bisschen sinnvoller gestalten. Ja, natürlich, wir wollen den Stand, den wir heute haben, den wollen wir ausdehnen. Wir wollen ihn verbessern, das ist gar keine Frage,

(Zuruf von Peter Ritter, DIE LINKE)

das ist doch menschlich, aber dafür müssen wir doch keinen Flüchtlingsgipfel durchführen.

(Dr. Hikmat Al-Sabty, DIE LINKE: Aber Sie helfen nicht dabei. Das ist das Problem. – Peter Ritter, DIE LINKE: Denk an dein Herz!)

Ist okay, gut.

(Peter Ritter, DIE LINKE: Steht nicht im Protokoll.)

Alle Probleme, alle Probleme...

Nein, das steht so nicht im Protokoll, lieber Kollege Ritter. Dass du mich gerne missverstehst, das habe ich nun

auch schon ein paar Mal erleben dürfen, das ist nicht weiter dramatisch.

Aber die Probleme, die hier angesprochen wurden, sind in der Regel auf kommunaler Ebene zu lösen. Dafür brauchen wir keinen Flüchtlingsgipfel. Das ist einfach so, das ist eine Tatsache und der Innenminister hat es ja deutlich gemacht. Übrigens ist er auch mit Laisser-faire über das Thema „Dezentrale Unterbringung“ hinweggegangen. Ich kann mich hier noch an rege Diskussionen –

(Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja, da kommt ja noch was.)

und jeder kennt meine Auffassung dazu –, an rege Diskussionen erinnern und kaum einer hat nachher den Innenminister gelobt,

(Peter Ritter, DIE LINKE: Doch.)

als das ganz unkompliziert...

(Peter Ritter, DIE LINKE: Doch! – Vincent Kokert, CDU: Ach, Herr Ritter hat das wieder ganz leise gemacht.)

Ja, es stimmt.

(Zurufe von Vincent Kokert, CDU, und Peter Ritter, DIE LINKE)

Als es mit einem Mal möglich war, war man sparsam mit Lob. Nennen wir es einfach mal so.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, wieder einmal verlieren sich die GRÜNEN in pauschalen Behauptungen.

(Unruhe vonseiten der Fraktionen der SPD und CDU)

Leute, ich habe genug Redezeit, also, ihr könnt jetzt gerne noch.

Dieses Mal müssen strukturelle Probleme in Mecklenburg-Vorpommern herhalten, wo auch immer diese liegen mögen. Bisher habe ich nicht ein einziges strukturelles Problem vonseiten der GRÜNEN benannt bekommen. Herr Jaeger hat ja in der letzten Landtagssitzung immer nach Beweisen gefragt, ich frage nach Gründen.

(allgemeine Unruhe)