„kann von einem einfachen Schnupfen so krank werden, dass dieser lebensbedrohlich ist. Und da ist es gut, dass sie nur mit 6 Kindern in einer Gruppe ist und nicht mit 20, die alle die unterschiedlichsten Viren mit sich herumtragen.
Meine andere Freundin kann nicht sprechen, aber weißt du, wie ich sie verstehe? Sie hat einen Computer, auf dem sie sagen kann, was sie heute mit mir spielen möchte. Und dann, mein bester Kumpel, der zu wenig Sauerstoff bei der Geburt abbekommen hat, rate mal, was er kann. Er kann laufen, und nein, er hat das nicht mal so eben gemacht, sondern er hat für das Laufenlernen Zeit bekommen und konduktive Förderung.
„und es wird solche besonderen Kinder, wie wir es sind, immer geben. Mama sagt, es ist nicht Aufgabe von irgendjemandem“,
„uns zu betreuen, sondern es ist die Gesellschaft, die diese Aufgabe übernehmen sollte.“ Ende des Zitats.
Sehr geehrte Damen und Herren, Jonathan ist heute exakt 303 Tage älter als an jenem Tag, an dem seine Eltern für ihn diesen Brief geschrieben haben, der nicht nur mich, sondern auch die Sozialministerin und den Ministerpräsidenten erreicht hat. Jonathan ist ein kleiner Autist, ein „Rain Man“, aber ein „Rain Man“ mitten im Leben.
Sonderkindertagesstätte, Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung beziehungsweise Lernen, eine Rundumbetreuung durch die gesamte Familie. Durch einen zähen und beschwerlichen Weg erstritten sich seine Eltern eine umfangreiche und gezielte inklusive Förderung und Jonathan forderte sie sich ein.
Seine mathematische Begabung wurde erkannt und bildete von nun an das Zentrum seiner Betreuung – ein erster kleiner Erfolg der beginnenden Inklusion in Deutschland, einem demokratischen Rechtsstaat, der die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet hat.
Aus dieser Verpflichtung heraus ist es auch für Deutschland geltendes Recht, eine inklusive Gesellschaft zu entwickeln. Aber dieser Antrag beweist, dass für die NPD Recht und Gesetz in keiner Weise eine Rolle spielen.
und für die demokratische Gesellschaft, in der er lebt. Nicht Härte und Stärke sind Gradmesser, sondern Individualität in der Vielfalt, respektiert und wertgeschätzt.
sondern sie sind Herausforderungen, denen wir uns in der gesamten Gesellschaft und somit auch in der schulischen Bildung stellen.
(Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)
sondern eine gleichberechtigte Teilhabe jedes Kindes, jedes Jugendlichen und jedes Erwachsenen ist der Garant für eine demokratische, mitmenschliche und
diesen Weg zur Selbstverständlichkeit beschreiten die vier demokratischen Fraktionen im Landtag, denn gemeinsam wollen wir
das Konzept zur inklusiven Bildung in MecklenburgVorpommern erarbeiten und umsetzen. Die Entwicklung eines Konzepts für das gemeinsame Lernen von begabten Kindern und Kindern, die in den Bereichen Lernen sowie sozial-emotionale Entwicklung Begleitung und Unterstützung benötigen, das ist die Herausforderung, der sich die demokratischen Vereine, Institutionen und Parteien stellen,
Sehr geehrte Damen und Herren, Inklusion ist nicht nur ein Thema für Experten, sondern ein Thema, das alle Menschen betrifft. Das eigentliche Ziel liegt nicht darin, die Menschen gleichzumachen und aus einem missverstandenen Anspruch keine Unterschiede mehr zu sehen, sondern das Ziel liegt gerade darin, die Vielfalt endlich als selbstverständlich anzunehmen und aus dieser Akzeptanz heraus die gleichberechtigte und vollständige Teilhabe an Bildung, Kultur, eben am Leben, für jede und jeden zu ermöglichen.
Deshalb ist Inklusion das Gegenteil eines gleichmachenden, absoluten Anspruchs, der überfordernd oder einengend wirken könnte. Inklusion ist gerade die Einsicht in die Notwendigkeit, der Gesellschaft ein menschliches Gesicht zu geben. Nicht die Menschen müssen sich anpassen, sondern die Gesellschaft muss sich für alle Menschen öffnen und ihnen die Chance geben, mitzumachen, mitzulernen