Protocol of the Session on March 7, 2018

(Zuruf des Abg. Alexander Salomon GRÜNE)

den Passus mit dem politischen Mandat für die Verfassten Stu dentenschaften nicht nur aus dem Landeshochschulgesetz streichen,

(Zuruf des Abg. Hans-Ulrich Sckerl GRÜNE)

sondern den Tätigkeitsbereich explizit auf ein hochschulpoli tisches Mandat beschränken. Das wäre sehr wichtig, damit dort nicht allgemeinpolitische Themen diskutiert werden, son dern sich die Studenten nur mit der Frage beschäftigen: Wie können wir die Hochschule nach vorn bringen? Aber es darf keine politische Indoktrination der jungen Leute an der Hoch schule geschehen.

(Beifall bei Abgeordneten der AfD)

Wir haben dazu auch schon Anfragen eingereicht. An den Hochschulen gibt es ja Pflichtbeiträge für die Verfassten Stu dentenschaften. Das heißt, es ist nicht so, dass jeder Student entscheiden könnte, ob er für die Verfasste Studentenschaft Beiträge bezahlen möchte, damit sie dort ihre linksradikale Propaganda betreibt – nein.

(Lachen des Abg. Sascha Binder SPD – Abg. Rein hold Gall SPD: Herr Gögel, das muss Ihnen doch peinlich sein! – Weitere Zurufe)

Auch z. B. die Jusos sind dort sehr stark vertreten. Herr Bin der, Sie wissen das, auch wenn Sie lachen.

(Unruhe – Glocke des Präsidenten)

Die Studentenschaften sind nicht parteipolitisch neutral, so wie es § 65 des Landeshochschulgesetzes vorschreibt. Darin heißt es:

Sie wahrt nach den verfassungsrechtlichen Grundsätzen die weltanschauliche, religiöse und parteipolitische Neu tralität.

Das ist nicht gegeben.

(Beifall bei Abgeordneten der AfD – Zuruf des Abg. Daniel Andreas Lede Abal GRÜNE)

Ich habe das genau so erfahren. Ich war gefestigt mit 28 Jah ren. Wenn ich dort zehn Jahre früher gewesen wäre, dann wä re ich jetzt wahrscheinlich Mitglied bei der SPD.

(Abg. Reinhold Gall SPD: Um Gottes willen! – Hei terkeit)

Gott sei Dank ist das nicht passiert. Da haben Sie noch ein mal Glück gehabt.

(Zurufe, u. a. Abg. Hans-Ulrich Sckerl GRÜNE: Da vor muss man die SPD bewahren! – Große Unruhe – Glocke des Präsidenten)

Wir haben schon drei Anträge gestellt, von der Landesregie rung eine vollumfängliche Erhebung zu bekommen,

(Zuruf des Abg. Andreas Stoch SPD)

wohin die Pflichtbeiträge an den Hochschulen, die jeder Stu dent

(Zuruf des Abg. Sascha Binder SPD)

zahlen muss, eigentlich fließen, an welche Organisationen, an welche linksradikalen Organisationen dieses Geld explizit fließt,

(Unruhe – Glocke des Präsidenten)

wo das von den Studenten abgezwackte Geld – zwangsmäßig abgezwackte Geld – direkt zur Antifa geleitet wird

(Beifall bei Abgeordneten der AfD)

und damit AfD-Parteitage sabotiert oder Kultusministerkon ferenzen gesprengt werden.

(Unruhe)

Das ist ein Skandal, wie von den Leuten mit dem hart erarbei teten Geld der Studenten umgegangen wird.

(Abg. Hans-Ulrich Sckerl GRÜNE: Wieso lesen Sie hier eigentlich Räuberpistolen?)

Wir wollten das überprüfen, damit Sie nicht sagen: Der Räpp le erzählt hier wieder Märchen.

(Lachen bei den Grünen und der SPD – Unruhe – Glocke des Präsidenten)

Ja, ja, ja. Wir wollten das überprüfen und haben drei Anträ ge gestellt.

Herr Kollege, kommen Sie bitte zum Schluss.

Jawohl, ich komme zum Schluss. – Alle drei Anträge wurden von Frau Bauer nicht beantwor tet. Frau Ministerin, ich erwarte von Ihnen, dass Sie jetzt gleich in Ihrem Vortrag dazu Stellung nehmen, warum von der Landesregierung unsere Fragen in diesen drei Anträgen, was mit diesen Geldern bei den Verfassten Studentenschaften passiert, nicht beantwortet wurden und warum verklausuliert – – Ein Beispiel: Die Frage wurde von der Studentenvertre tung Heidelberg gar nicht beantwortet.

(Glocke des Präsidenten)

Herr Kollege!

Die Landesregierung hat das ein fach so akzeptiert und den Verfassten Studentenschaften nicht klar gesagt: Die Abgeordneten haben ein Anrecht auf Infor mation.

(Glocke des Präsidenten)

Dies haben Sie nicht durchgesetzt.

Vielen Dank.

(Beifall bei der AfD)

Kollege, noch ein kleiner Hinweis, wenn Sie wieder einmal eine Rede halten. Sie ha ben sich heute Morgen vielleicht andere als Vorbild genom men. Die Ansprache richtet sich aber nur an das Plenum und nicht an die Zuhörer.

(Abg. Reinhold Gall SPD: So ist es!)

Das nur als kleinen Hinweis.

Ich habe den Minister – –

Alles gut.

Das habe ich mir beim Minister Strobl abgeschaut. Das wird nicht wieder passieren.

(Unruhe)

Ich habe doch gesagt: Sie haben das heute Vormittag möglicherweise als Vorbild genom men. Ich sage: Das ist nicht zulässig. Damit haben es alle ver nommen.

Für die SPD-Fraktion erteile ich Kollegin Rolland das Wort.

Der Minister hat heute Morgen die Gäste angesprochen. – Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich komme zur Tagesordnung zu rück. Ich glaube, es ist wichtig, über das Hochschulrechtswei terentwicklungsgesetz zu sprechen und nicht über irgendwel che Anträge, die heute nicht auf der Tagesordnung stehen.