Protocol of the Session on March 21, 2024

Wie Sie sehen, kommt gerade Dynamik in das System.

(Lachen bei der AfD)

- Ja. - Zunächst mussten die Sprach- und Inte- grationskurse durchlaufen werden. Aber in einem Punkt werden wir uns nicht verständigen: Die Ukrainerinnen und Ukrainer sind nicht als Asylbewerberinnen und Asylbewerber hier. Wir wissen, dass die allermeisten von ihnen nach Hause wollen.

(Christian Hecht, AfD: Na klar! - Weitere Zu- rufe von der AfD)

Das müssen wir auch berücksichtigen. Die allermeisten Ukrainerinnen und Ukrainer, die mit uns - ich greife das gern auf - kulturell eng verwandt sind,

(Christian Hecht, AfD: Ach, die Ukrainer sind mit uns verwandt?)

haben dieselbe Einstellung wie wir.

(Christian Hecht, AfD: Die Ukrainer sind Rus- sen!)

Die meisten von uns wollen arbeiten. Das gilt auch für die Ukrainerinnen und Ukrainer. Wir haben das zu organisieren.

Vielen Dank, Herr Robra. - Bevor wir in die Debatte eintreten - Herr Kurze macht sich für die CDU auf den Weg ans Rednerpult -, darf ich ganz herzlich Damen und Herren des Rotary Clubs aus Staßfurt, die jetzt auf der Tribüne Platz genommen haben, begrüßen.

(Beifall im ganzen Hause)

Sie wollen zu dieser späten Stunde die Debatte im Haus verfolgen. - Seien Sie uns herzlich willkommen! - Herr Kurze, bitte schön.

Danke schön, Frau Präsidentin. - Wir haben an den beiden Tagen wirklich schwere Themen im Parlament zu bearbeiten. Aber es ist unsere Aufgabe, das, was die Bevölkerung bewegt, hier auszuwerten und zu diskutieren und nach vernünftigen Lösung zu suchen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist richtig, dass im europäischen Vergleich die

Arbeitsbereitschaft von ukrainischen Staats- bürgern bei uns in Deutschland leider viel zu gering ist.

(Zuruf von der AfD: Und warum?)

Die Gründe dafür mögen vielschichtig sein.

(Lachen bei und Zurufe von der AfD - Ach! bei der AfD - Zuruf von der AfD: Hören Sie doch auf!)

Die Zeit bringt es mit sich, dass man auf alle Fragen immer eine Antwort parat haben muss.

(Ach! bei der AfD - Zuruf von der AfD: Was für ein Quatsch! - Unruhe)

Die damalige Entscheidung, nach dem völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine

(Oh! bei der AfD)

- ja, auch wenn es wehtut, das muss gerade zu Beginn vorangestellt werden -, den Ukrainern zu helfen

(Zustimmung von Guido Heuer, CDU - Zuruf von der AfD: Ach!)

und ihnen auch weiterhin zur Seite zu stehen, war richtig. Aber die Entscheidung, sie direkt in unser soziales Netz aufzunehmen, so wie wir sie jetzt im System haben, das, meine sehr verehrten Damen und Herren, war ein Fehler.

(Beifall bei der CDU - Zuruf von der AfD: Wieso? - Oh! bei der AfD)

Dieser Fehler, meine Damen und Herren, muss korrigiert werden.

(Zuruf: So ein Quark!)

Teile der Politik in Deutschland haben das auch vor Ihrem Antrag schon erkannt.

(Ah! bei der AfD - Tobias Rausch, AfD: Wir z. B.! - Weitere Zurufe)

Ich sagte „Teile der Politik“ haben das, wie gesagt, wirklich schon vorher erkannt.

(Unruhe - Zuruf von der AfD)

Es ist nun einmal so: Alles, was diskutiert werden soll, muss hier im Plenum am Ende auch diskutiert werden. Aber: Ich würde mir wünschen - da spreche ich sicherlich für nicht wenige Menschen -, dass die Politik öfter in der Lage ist,

(Ach! bei der AfD)

Fehlentscheidungen, die getroffen wurden, festzustellen und dann eben auch zu korrigieren.

(Zurufe von der AfD)

Man kann nicht immer alles richtig machen.

(Beifall bei der CDU - Zuruf: Jawohl! - Oh! bei der AfD - Zuruf von der AfD: Das ist doch schade!)

- Da würden mir Entscheidungen nicht nur von der Ampel einfallen, sondern auch aus der eigenen Regierungszeit;

(Oh! bei der AfD)

das muss man der Ehrlichkeit halber sagen. Und wenn man die Stärke hat, Dinge zu verändern, dann ist es am Ende auch Größe.

(Zurufe von der AfD)

Das würde ich mir manchmal in Berlin häufiger wünschen, als es bis dato passiert ist. Wir werden Ihren Antrag ablehnen.

(Oh! bei den AfD)

Wir haben es soeben vom Vorredner gehört: Auch wenn er nur eine vorgeschriebene Rede ablesen musste,

(Zurufe von der AfD)

hat er als Jurist doch deutlich gemacht, dass es nicht so einfach ist, von A in B zu verschieben. Deshalb plädieren wir als Union dafür,

(Zurufe von der AfD)

- schön zuhören, bitte! - das, was unsere Unionsspitze in Berlin vorgeschlagen hat, und zwar das gesamte System Bürgergeld,

(Zuruf von der SPD)

wenn wir es am Ende mitentscheiden könnten, wieder zu verändern, und zwar zurück in ein gerechteres Grundsicherungssystem. Das hat die Union in der letzten Woche vorgestellt.