Herr Korell - um Sie persönlich anzusprechen -: Was würden Sie sagen, wenn in Ihrer Spezialdisziplin des Kraftsports - in der Sie ja sehr, sehr gut sind -, Politiker darüber entscheiden würden,
Darüber sind Sie sich ja nicht einmal in Ihren Wettkampfgerichten einig, weil dort oft solche Fragen anders entschieden werden. Und jetzt sollen wir als Politiker darüber entscheiden, was in den eigenen Sportarten richtig ist und was falsch ist. Das müssen Sie mir einmal in der Freizeit erklären. Das verstehe ich nicht. Unsere Sportfachverbände wissen ganz genau, was sie tun. Es ist wirklich - dabei muss ich jetzt lächeln, aber es ist eigentlich nicht zum Lächeln - unglaublich, dass derartige Anträge bei uns im Parlament überhaupt behandelt werden.
Ich kann mich im Namen meiner Fraktion dafür bei Ihnen als Sportfachverbände, die hoffentlich zuschauen oder sich das einmal anhören, entschuldigen und Ihnen das Versprechen geben, dass wir uns auch in Zukunft nicht in Ihre Angelegenheiten mischen werden.
Eigentlich ist Herr Korell als fairer und ehrlicher Sportsmann bekannt. Bis heute war es für mich unvorstellbar, dass gerade er einen derartigen Antrag einbringen will, um zu erreichen, dass die Politik über den Sport zu entscheiden hat. Man merkt an diesem Beispiel, wie sehr die AfD in der Lage ist, Menschen zu manipulieren. - Vielen Dank.
Herr Büttner, Staßfurt, hat die Möglichkeit, noch einmal für die AfD-Fraktion zu sprechen. - Sie haben das Wort.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich sage Ihnen einmal, was der Grundgedanke des Sports ist, weil es viele von Ihnen scheinbar nicht begreifen, aber es wundert mich nicht. Ich glaube, die wenigsten hier haben in ihrem Leben schon einmal aktiv richtig Sport getrieben.
- Wenn Sie sich angesprochen fühlen, ist das Ihr Problem und nicht meines. Diejenigen, die Sport treiben, werden es wissen, und diejenigen, die keinen Sport treiben, wissen es eben nicht. Das werden wahrscheinlich die sein, die eben am lautesten gebrüllt haben.
Der Grundgedanke des sportlichen Wettbewerbs ist es, dass Athleten ihre Fähigkeiten und ihre Talente in einem fairen Wettbewerb mit- einander messen. Jetzt soll mir einmal einer erklären, an welcher Stelle es fair ist, wenn ein Mann, der sich eine Perücke aufsetzt und sich als Frau bezeichnet, mit einer Frau in den Boxring steigt, um ihr dann dort den Schädel einzuschlagen.
Ich sage es Ihnen einmal, so wie es ist und warum die Politik an dieser Stelle handeln muss. Im Übrigen, Frau Ministerin, sehe ich es anders als Sie. Das Ministerium heißt immer noch „Ministerium für Inneres und Sport“. Von daher ist es auch richtig, dass wir im Landtag darüber debattieren.
Wir müssen die Frauen, die Opfer von solchen Männern sind - die der Meinung sind, sich missbräuchlich an sportlichen Wettbewerben zu beteiligen,
um dort Medaillen zu ergattern, die ihnen gar nicht zustehen - schützen. Der Sport darf keine Bühne für ideologische und politische Projekte sein,
Ich stimme doch zu. Na klar gibt es Diverse und welche, die nicht wissen, was sie sind, oder wie auch immer. Aber dann muss eben für die extra Ligen gründen. Dann können Diverse gegen Diverse
Die Menschen haben davon auch die Schnauze voll. Ich sage Ihnen ganz ehrlich, die ertragen solche Schlagzeilen nicht, denen zu entnehmen ist, dass irgendein Typ, ein Mann mit breitem Kreuz beim Schwimmwettbewerb gegen Frauen
antritt, die wesentlich zierlicher sind, und dort ständig die Goldmedaille holt. Die Sportlerinnen selbst haben doch davon die Schnauze voll.
Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, Herr Silbersack, ich hatte von Ihren Ausführungen hier mehr erwartet. Das war ziemlich dünn
und das war ziemlich schlecht. Und gerade diejenigen, die sich hier immer ständig für die Frauenrechte stark machen - - Also ich bin fassungslos, dass Sie sich hier hinstellen und solch ein - ich möchte es jetzt einmal so bezeichnen - dummes Zeug erzählen. Sie müssen doch ein Gefühl dafür haben, was Sie den Frauen im Sport zu- muten können und was nicht. Und das haben Sie nicht. Daran sieht man, dass Ihre Politik nichts anderes ist als ein Widerspruch.
Sie versuchen nach außen immer, so frauenfreundlich zu tun. Aber wenn die Frauen im Boxring auf den Sack bekommen oder auf den Kopf - auf den Sack, das war auch wieder ein Wortspiel -,
dann stört Sie das nicht weiter. Daran sieht man, dass das, was Sie an politischen Positionen vertreten, nichts weiter als Heuchelei ist. Und das haben wir mit diesem Antrag aufgedeckt. - Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Vielen Dank, Herr Präsident. - Ich bin, glaube ich, der dienstälteste Vorsitzende eines Kreissportbundes
- Man sieht mir das schon an. - Also seit gut 30 Jahren bin ich im Ehrenamt. Ich bin Vorsitzender eines Kreissportbundes mit mehr als 270 Vereinen und 26 900 Mitgliedern. Ich will nur Folgendes sagen: Ihre Rede, Kollege Büttner, kriegt bestimmt auf Ihren Kanälen und in Ihren Kreisen Applaus. Ich kann das verstehen, weil das Thema Ungerechtigkeit und dergleichen mehr berührt. Das will ich gar nicht bestreiten.
Aber was wohin gehört, worüber wo diskutiert wird, wer welche Regeln im Sport setzt, wer wofür verantwortlich ist, ist das glasklar geregelt. Ansonsten steht da keiner an der Startlinie.
Insofern ist dieser Auftritt für das Festzelt gut geeignet. Aber wenn man es ernst meint, dann ist er für das Plenum völlig ungeeignet.
Ja, ich möchte darauf reagieren. Ich weiß nicht, ob hier einige nicht wissen, dass Sie hier in einem gesetzgebenden Gremium sitzen. Wenn