Protocol of the Session on December 13, 2023

(Zuruf der Abg. Sabine Friedel, SPD)

Ich sage Ihnen etwas, Herr Schuster: Ihre Partei ist dafür verantwortlich, dass unsere Weihnachtsmärkte inzwischen mit „Merkel-Pollern“ geschützt werden müssen,

(Lachen des Abg. Sören Voigt, CDU)

damit dort keine Terroristen, die Sie ins Land gelassen haben, unsere friedlichen Weihnachtsfeiern gefährden. So sieht es aus.

(Beifall bei der AfD – Unruhe – Zuruf des Abg. Sören Voigt, CDU)

Kollege Urban sprach für die AfD-Fraktion. Gibt es vor dem Schlusswort der AfD-Fraktion noch weiteren Redebedarf seitens der Fraktion oder der Staatsregierung? – Das sehe ich nicht. Dann übergebe ich jetzt an Herrn Kollegen Wippel von der AfD-Fraktion für das Schlusswort; bitte schön.

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete! Ich will noch auf ein paar wenige Argumente, die in der Debatte zu diesem Antrag gekommen sind, eingehen.

Das eine: Es ist schön, Herr Schuster, wenn man eine Debatte von einem Antrag unterscheiden kann. Das letzte Mal haben wir grundsätzlich debattiert, da hat der eine oder andere Redebeitrag sicherlich gut hineingepasst, wie zum Beispiel der – völlig am Thema vorbei – von Herrn Pallas. Heute zu dem Antrag hat er leider überhaupt nicht gesprochen. Allerdings habe ich eine Sache wahrgenommen, die von der SPD besonders in den Raum gestellt worden ist: Wir brauchen Fachkräfte, wir brauchen Fachkräfte!

(Zuruf der Abg. Sabine Friedel, SPD)

Einmal muss man zur Kenntnis nehmen, dass fast die Hälfte derer, die hierhergekommen sind, arbeitslos sind und im Sozialsystem festhängen,

(Zuruf der Abg. Antonia Mertsching, DIE LINKE)

und das nicht nur, „weil sie nicht arbeiten dürfen“.

(Heiterkeit bei der AfD)

Mensch, immer dieselbe Schallplatte von Ihnen! Da sind genug Leute, die wollen gar nicht arbeiten.

(Rico Gebhardt, DIE LINKE: Woher wissen Sie das denn?)

Da sind die Leute, die haben eine Arbeit gehabt. – Weil sie es mir selbst gesagt haben, Mensch.

(Beifall bei der AfD – Rico Gebhardt, DIE LINKE: Haben Sie die Leute alle gefragt? – Lebhafte Unruhe)

Ja, das nennt man auch anekdotische Evidenz.

(Zurufe von den LINKEN und des Abg. Sören Voigt, CDU)

Beispiel: Ein Ukrainer, der hat Arbeit gehabt. Der hat dann festgestellt: Oh, ich bekomme mit Bürgergeld viel mehr. Danke für das Angebot, aber nehmen Sie es mir nicht übel. Nee, mache ich nicht mehr.

(Zuruf der Abg. Sabine Friedel, SPD)

Genau das ist aber der Punkt. Man muss sich auch einmal die Frage stellen: Wenn das mit dieser Einwanderung so gut klappt, weil wir ja so viele Arbeitskräfte brauchen, dann frage ich mich, warum wir mittlerweile 84 Millionen Einwohner in Deutschland haben und immer mehr Arbeitskräfte brauchen.

(Heiterkeit bei der AfD)

Wir kriegen doch ständig neue Leute dazu. Offensichtlich sind die dazu nicht geeignet.

(Zurufe von den BÜNDNISGRÜNEN)

Herr Wähner, Familiennachzug: Sie haben gesagt, Familiennachzug dürfe man aus dem Asylgesetz nicht streichen. Ich sage: Doch, das können wir aus dem Asylrecht heraustrennen; das kann man im Einzelfall und für den Einzelfall auch über ein Einwanderungsrecht regeln.

Übrigens: Für die klare Trennung von Asyl und Einwanderung stehen wir als AfD schon länger als zum Beispiel die GRÜNEN. Wir haben hier im Landtag die Forderung nach einem Einwanderungsgesetz gehabt, in dem alles einmal klar geregelt wird,

(Zuruf der Abg. Sabine Friedel, SPD)

damit Asyl und Einwanderung ganz klar voneinander getrennt werden. Da haben Sie noch groß dagegen argumentiert.

Dann haben wir noch einen anderen Punkt. Artikel 16 a, Herr Wähner, ist im Grundgesetz nicht zwingend notwendig, weil man das Asylrecht natürlich auch über die normale Gesetzgebung regeln kann.

Ein Asylgesetz kann man auch haben, wenn Artikel 16 a nicht im Grundgesetz steht. Das hat im Übrigen – auch an alle anderen hier – nichts mit „wegen früher“ zu tun. Wir leben 80 Jahre später

(Rico Gebhardt, DIE LINKE: Ein Wunder!)

und müssen langsam einmal nach vorn schauen,

(Zuruf der Abg. Luise Neuhaus-Wartenberg, DIE LINKE)

selbstbewusst, ohne die Vergangenheit zu vergessen und ohne diesen ganzen Dreck von früher wiederhaben zu wollen.

(Zuruf der Abg. Lucie Hammecke, BÜNDNISGRÜNE)

Das heißt aber nicht, dass wir die notwendigen Maßnahmen für die Zukunft

Ihre Redezeit ist abgelaufen.

(Sabine Friedel, SPD: Sehr gut! – Beifall des Abg. Frank Richter, SPD)

nicht treffen könnten. Bitte stimmen Sie unserem Antrag zu!

(Beifall bei der AfD)

Kollege Wippel sprach das Schlusswort für die AfD-Fraktion.

Meine Damen und Herren! Ich stelle nun die Drucksache 7/14990 zur Abstimmung und bitte bei Zustimmung um Ihr Handzeichen. – Vielen Dank. Die Gegenstimmen? – Danke schön – Stimmenthaltungen? – Sehe ich keine.

Bei vielen Stimmen dafür, aber einer Mehrheit an Gegenstimmen ist die Drucksache nicht beschlossen worden. Dieser Tagesordnungspunkt ist beendet.

Meine Damen und Herren! Wir kommen zu

Tagesordnungspunkt 12

Geschlechtsspezifische Gewalt und häusliche Gewalt wirkungsvoll

bekämpfen – umfangreichen Schutz für Betroffene garantieren!

Drucksache 7/14957, Antrag der Fraktion DIE LINKE

Hierzu können die Fraktionen Stellung nehmen. Die Reihenfolge in der ersten Runde: DIE LINKE, CDU, AfD, BÜNDNISGRÜNE, SPD, fraktionslose MdL und die Staatsregierung, wenn gewünscht. Ich übergebe zuerst an Frau Kollegin Buddeberg, Fraktion DIE LINKE; bitte schön.

Herr Präsident! Werte Kolleg(inn)en! Es ist gar nicht leicht, nach so viel übler Hetze zur Tagesordnung zurückzukehren; doch die AfDFraktion hat zum Glück zu großen Teilen den Saal verlassen. Ich versuche es trotzdem einmal, da das Thema, über welches ich sprechen möchte, wirklich sehr wichtig ist. Ich beginne meine Rede mit einem weihnachtlichen Zitat: