und dass es dafür Promillewerte gibt. Deswegen wollte ich noch einmal zurückfragen, auf welche Selbsteinschätzung Sie hierbei zielen?
Wir haben in der Fahrschule gelernt, dass der Alkoholabbau – natürlich ist es vom Körperbau abhängig – bei 0,1 Promille pro Stunde liegt.
Ja, bei Männern. – Bei einem Bier braucht es circa zwei bis drei Stunden, bis man den Alkohol wieder abgebaut hat.
Das ist genau der Unterschied – danke noch einmal für die Zwischenfrage – zum THC-Gehalt, weil dieser sich über Stunden, über Tage aufbaut und sich erst in einem relativ
komplexen Verhalten wieder abbaut. Es ist noch nicht wissenschaftlich sauber belegt, wann man wieder, ich sage mal, clean ist.
Es gibt einen Grenzwert von einem Nanogramm pro Milliliter Blutserum, und dieser Wert wurde bei Konsumenten noch nach Tagen, sogar nach Wochen festgestellt.
doch, ist es sehr wohl! –, weil die Konstitution durchaus eine Rolle spielt. Um zur Frage über den THC-Abbau und Alkoholabbau zu kommen: Wieso setzen Sie das so ins Verhältnis? Sie verharmlosen damit das eine und sehen das andere kritisch.
(Georg-Ludwig von Breitenbuch, CDU: Das haben wir gar nicht gesagt! – Roberto Kuhnert, AfD: Wo denn? – Zuruf des Abg. Jörg Dornau, AfD)
Meine Frage ist: Sie reden über den Abbau von Stoffen, setzen das ins Verhältnis und rufen hier rein. Aber Sie sagen, Alkohol werde ganz anders abgebaut – heißt das, es sei weniger schädlich, oder was soll die Einlassung?
(Roberto Kuhnert, AfD: Der stellt sich selber die Frage, wir sind bei einem ganz anderen Thema! – Weitere Zurufe)
Es ging mir rein um den Aspekt, wann ich wieder in der Lage bin, ein Fahrzeug zu führen. Der Punkt, an dem ich ganz sicher bin, ist, dass ich weder unter dem Einfluss von Alkohol noch unter dem Einfluss von Drogen stehe.
Bei Alkohol – das hatte ich ausgeführt – kann man das relativ gut selbst einschätzen. Das ist aber beim THC-Gehalt nicht möglich,
weil sich das über Tage im Körper aufbaut und über einen längeren Zeitraum wieder abbaut. Je mehr ich konsumiere, umso höher ist dieser Gehalt auch noch nach Wochen. Deswegen diskutiert man im Rahmen der Bundesregierung
über eine Anhebung dieses Grenzwertes auf drei Nanogramm. Man getraut es sich nicht, weil man sich nicht sicher ist – es gibt auch keine verlässlichen Studien dazu –, ob überhaupt ein sicheres Führen des Fahrzeuges möglich wäre;
Ich möchte hier nichts verharmlosen, sondern deutlich machen: Wenn Sie für eine Legalisierung sind, dann nehmen Sie billigend in Kauf, dass es mehr Fahrzeugführer gibt, die unter Einfluss von Drogen im Straßenverkehr unterwegs sind.
bin ich montags sicher noch nicht clean. Wenn ich freitags ein Bier trinke, bin ich sicher montags clean.
Stellen Sie eine Zwischenfrage, wenn Sie mehr wissen möchten. – Das Ergebnis ist: Entweder wir haben mehr Führerscheinentzüge durch Kontrollen der Polizei, oder wir nehmen billigend in Kauf, dass bekifft gefahren wird. Ist das verlässliche Politik?
Ich möchte noch einmal zu dem Märchen kommen, dass wir den Schwarzmarkt austrocknen würden. Ich persönlich habe keine Erfahrungen mit denjenigen, die Drogen verticken, es gibt Kollegen, die haben bessere Marktanalysen.
sind es keine Leute, die sich einschüchtern lassen, nur weil es den nächsten Mitbewerber – der Staat, der legal verkauft – auf dem Markt gibt, sondern man wird sich der Situation anpassen. Marktmechanismen funktionieren auch über den Preis.
Letztendlich kann man am Preis etwas machen. Es ist schön, dass Sie Zahlen haben; aber der illegale Markt gibt weder eine Steuererklärung ab noch beteiligt er sich, nach meiner Kenntnis, an irgendwelchen Marktumfragen.
Wer schon illegal Drogen verkauft, der wird es mit der Steuerpflicht nicht so genau nehmen. Schon alleine der Punkt Umsatzsteuer kann dem illegalen Verkäufer einen 20-prozentigen Preisvorteil verschaffen. Es sei denn, die Regierung stellt die Abgabe von Cannabis steuerfrei – aber dafür gibt es, glaube ich, keinen triftigen Grund.
Es ist eine Illusion, zu glauben, dass sich Menschen, die damit ihr Geld verdienen, ein Geschäftsmodell gänzlich kaputt machen lassen. Wir haben aus den Niederlanden gehört – Alexander Dierks hat es angeführt –, dass genau diese Kiff-Klubs, die angedacht sind, eine wunderbare Gelegenheit sind, um Kunden für Zusatzprodukte mit gesteigertem THC-Gehalt zu akquirieren, weil mehr Wirkstoff auch mehr Party bringt,