Protocol of the Session on September 16, 2020

Es wird damit geworben, dass Kinder lebensecht und weich nachgestellt werden, die Puppen seien ca. 104 cm groß. Das ist übrigens die Kleidergröße, die meine fünfjährige Tochter kürzlich noch getragen hat. Ich muss sagen, dass ich das dermaßen widerlich finde. Ich will das einfach nicht. Als Mutter will ich nicht, dass erlaubt ist,

(Beifall von der AfD)

dass man sich an diesen Puppen, die Kindern nachgestellt sind, befriedigt, völlig unabhängig davon, ob anschließend jemand einen sexuellen Missbrauch ausübt oder nicht. Es gibt Grenzen, und diese Grenze ist da eindeutig erreicht.

Auch Professor Klaus Beier, Sprecher des Netzwerks „Kein Täter werden“, sieht das so. Er befürchtet eine weitere Enthemmung der potenziellen Täter, dass jemand, der gegen seine pädophilen Neigungen anzugehen versucht, dadurch weiter stimuliert wird und zur Tat schreitet.

Im Übrigen ist das auch in dem Blog „Schicksal und Herausforderung“ – eine Internetseite, die von Pädophilen betrieben wird, die versuchen, ein Leben ohne Sex mit Kindern zu führen – nachzulesen. In einer Frage ging es nicht um Sexpuppen, sondern um Kinderpornografie mit animierten Bildern, also ohne den Missbrauch eines Kindes. Eine Antwort lautet:

„Doch schadet man wirklich niemandem, wenn man so etwas konsumiert? Was ist mit der eigenen Person? Wenn man auf längere Zeit regelmäßig Pornographie konsumiert, verändert sich das eigene Denken – man stumpft ab.“

„Daher besteht für animierte Kinderpornographie“

oder auch für Kindersexpuppen –

„die Gefahr, als eine Art Einstiegsdroge zu wirken. … Selbst wenn man sich unter Kontrolle hat, sollte man sich fragen, wie der regelmäßige Konsum animierter Kinderpornographie“

oder vielleicht auch von Kindersexpuppen –

„die eigene Wahrnehmung beeinträchtigt. Kinder werden dort als reine Sexobjekte dargestellt.“

Ich muss mich schon wundern. Auf der einen Seite werden bei einem Leichtathletikwettbewerb Plakate verboten, auf denen Frauen mit ihrem Hintern abgebildet werden. Auf der anderen Seite diskutieren wir darüber, dass man erst einmal erforschen müsste, ob Kindersexpuppen in Umlauf gebracht werden können. Da ist ja wohl jede Verhältnismäßigkeit abhandengekommen.

(Beifall von der AfD)

Der Betroffene führt weiter aus:

„Es ist leicht, abzustumpfen, und schwer, sich wieder zu sensibilisieren. Enthaltsame Pädophile können aber kein Interesse daran haben, Kinder immer nur sexuell zu betrachten – ob bewusst oder unbewusst.“

Ich denke, damit ist alles zu dem Thema gesagt, ob man Kindersexpuppen legalisieren sollte oder nicht, wenn selbst Betroffene, die versuchen, ihre Neigungen in den Griff zu bekommen, sich derart offen und kritisch äußern.

Darüber hinaus haben auch Sie, Frau Schäffer von den Grünen, gerade wieder gesagt – das wundert mich nicht –, Stigmatisierung Pädophiler sei kein Ausweg. Das ist natürlich der Diskursraum, der seit Jahren immer weiter geöffnet und in den vorgedrungen wird.

Pädophilie sei keine Krankheit, so heißt es auch im Deutschlandfunk Kultur. Tillmann Krüger, ein anerkannter Sexualwissenschaftler, sagt:

„Pädophilie allein ist keine Krankheit, sondern eine sexuelle Neigung, Orientierung oder Präferenz.“

Na ja, wenn es lediglich eine sexuelle Präferenz wäre, dann wäre es wahrscheinlich auch möglich, diese ganz gut in den Griff zu kriegen. Für viele ist es aber offensichtlich eine sehr große Belastung.

Frau Kopp-Herr, Sie haben es gerade angesprochen: Für verantwortungsvolle Pädophile gibt es häufig keine andere Option als Testosteronblocker usw. und somit den kompletten Verzicht auf Sexualität, um überhaupt als Nichttäter durchs Leben zu schreiten.

Schauen Sie sich einmal an, welche Vorstöße gemacht werden, selbst in der „Lindenstraße“ im Vorabendprogramm im letzten Jahr, 2019. Konstantin kämpft mit seinen Gefühlen für die zwölfjährige

Nachbarin. Um dem Thema gerecht zu werden, haben sich die Produzenten auch bei „Kein Täter werden“ usw. informiert. „Kein Täter werden“ schreibt selbst:

„Das Ergebnis ist eine differenzierte und glaubwürdige Darstellung der Pädophilie.“

Ganz ehrlich: Muss eine differenzierte und glaubwürdige Darstellung der Pädophilie mit einem sympathischen jungen Mann im Vorabendprogramm erfolgen, und dann auch noch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Ist es notwendig, dass wir alle unseren Fokus öffnen, dass Pädophilie ja eigentlich eine ganz normale Neigung ist, die jedermann quasi in sich trägt? – Nein, mit Sicherheit nicht. Was soll denn dieser Vorstoß? Warum muss denn der Diskurs so ausgeweitet werden?

Und schauen Sie sich einmal die Darstellung in der „Lindenstraße“ an, fast mit Weichzeichner geschehen. Ein zwölfjähriges Mädchen tänzelt barfuß über ein Seil, der junge pädophile Mann sitzt daneben, und ihm bricht der Schweiß aus. „Konstantin verbringt den Nachmittag mit Mila im Park“, so die Beschreibung auf ARD.

„Er genießt ihre Nähe – allerdings zu sehr. Konstantin fühlt sich zu Mila hingezogen, obwohl diese gerade einmal zwölf Jahre alt wird. Als Mila ihm am Abend eine Einladung zu ihrer Geburtstagsfeier schickt, löscht Konstantin mit zitternden Händen den Kontakt auf seinem Handy. Er möchte seine Gefühle für Mila nicht zulassen. In der Anonymität des Internets sucht er nach Fotos junger Mädchen.“

„Cliffhanger: Konstantin masturbiert zu den Bildern junger Mädchen.“

Und all das in der „Lindenstraße“! Gut, die ist Gott sei Dank mittlerweile abgesetzt.

Die „Lindenstraße“ hat sich früher damit gerühmt, das erste homosexuelle Paar auf die Bildfläche gezaubert zu haben. Rühmt sie sich denn jetzt damit, auch den ersten Pädophilen dargestellt zu haben, und zwar differenziert und glaubwürdig?

(Arndt Klocke [GRÜNE]: Was ist denn das für ein Vergleich? Das ist eine Unverschämtheit!)

Nein, es ist wahr. Was soll denn das?

Wenn man sich damit beschäftigt, stellt man fest, dass dem zum Beispiel auch an den Universitäten im Zusammenhang mit Gender und Queer Studies Raum geöffnet wird. „Gender/Queer Studies: Eine Einführung“ von Nina Degele ist ein Standardwerk in dieser Hinsicht.

Versucht man einen Zugang über die Bedeutung von „queer“, dann fand und findet man „queer“ als Adjektiv im englischsprachigen Raum noch immer als

Schimpfwort gegen Lesben und Schwule usw. Als Substantiv ist „Queer“ ein politischer Sammelbegriff für GLBT bzw. für all diejenigen, die sich nicht in das Korsett eindeutig heterosexueller Orientierung und binärer Geschlechtszuordnung zwängen lassen. Fußnote der Autorin: fehlende Ethik.

„Das wirft ein nicht zu unterschätzendes Problem auf: Wer gehört (nicht) dazu? Wenn sich queer nicht nur auf marginalisierte homosexuelle Praktiken beziehen soll, wie sieht es dann mit der Abgrenzung zu heterosexuellen Abweichungen aus? Dürfen Voyeure, Zuhälter … Pädophile

und Kannibalen –

(Arndt Klocke [GRÜNE]: Ich fasse es nicht!)

dieses Etikett für sich reklamieren …?“

(Arndt Klocke [GRÜNE]: Was erzählen Sie denn da für einen Unsinn? – Sven Wolf [SPD]: Unverschämtheit! – Arndt Klocke [GRÜNE]: Unfassbar!)

Nein, es ist keine Unverschämtheit.

(Arndt Klocke [GRÜNE]: Unfassbar!)

Denn das ist der Diskursraum,

(Arndt Klocke [GRÜNE]: Eine unverschämte homophobe Geschichte, die Sie hier erzäh- len!)

der eröffnet wird. Und genau das ist der springende Punkt:

(Arndt Klocke [GRÜNE]: Pädophilie und Ho- mosexualität gleichzusetzen, das ist eine Un- verschämtheit!)

(Arndt Klocke [GRÜNE]: Ja, eine Unver- schämtheit ist das!)

Minor-attracted Persons,