Protocol of the Session on December 15, 2023

auf welcher Datengrundlage Sie hier Entscheidungen getroffen haben.

(Thomas Krüger, SPD: Ihr Fraktionsvorsitzender war dabei, bei allen Entscheidungen.)

Und was völlig untergeht, ist, es gab eine Impfpflicht für Pflegekräfte hier im Land. Die wurde seitens der Ministerin durchgesetzt. Es gibt immer noch eine Impfpflicht bei der Bundeswehr, also, und da ist immer noch fraglich, da haben wir jetzt nichts mit zu tun hier, aber es ist immer

noch fraglich, auf welcher Grundlage und ob das wirklich okay ist. Das muss man betrachten.

Und außerdem gibt es da sehr viel aufzuarbeiten. Sie haben auch einen Teil der Bevölkerung selber zu Rechtsbrechern werden lassen.

(Thomas Krüger, SPD: Oh!)

Ja, tun Sie nicht so überrascht! Also ich glaube schon,

(Thomas Krüger, SPD: Oh!)

dass der eine oder andere in Ihren Reihen irgendwo beim Frisör im Hinterzimmer war

(Heiterkeit bei Sebastian Ehlers, CDU)

und Sie haben sich heimlich die Haare schneiden lassen.

(Unruhe vonseiten der Fraktion der SPD – Zuruf von Steffi Pulz-Debler, DIE LINKE)

Das klingt für Sie marginal, aber das wäre Rechtsbruch, wenn die erwischt worden wären.

(Unruhe vonseiten der Fraktion DIE LINKE – Zuruf von Philipp da Cunha, SPD)

Wie gesagt, da gibt es mehrere Leute, die das mit Sicherheit gemacht haben.

(Heiterkeit bei Nadine Julitz, SPD)

Und Sie wissen, dass es so ist. Das wissen Sie auch.

(Zuruf von Rainer Albrecht, SPD)

Und das ist nicht in Ordnung!

(Heiterkeit vonseiten der Fraktion der AfD)

Sie haben Leute ins Unrecht getrieben mit unnützen Maßnahmen. Und deswegen war es mir wichtig, hier noch mal ans Mikrofon zu gehen.

(Philipp da Cunha, SPD: Was für ein sinnloser Beitrag!)

Frau Abgeordnete, möchten Sie erwidern?

Ja, ich werde darauf antworten.

Also einerseits reden Sie ja vom parlamentarischen Untersuchungsausschuss, über den wir heute nicht reden, weil Sie haben keinen Antrag gestellt, werde ich da nicht darauf eingehen. Stellen Sie ihn gerne, den Antrag, aber dann haben wir Gelegenheit, darüber zu reden.

Und dann verlese ich Ihnen noch mal einen Absatz, den ich eben vorgetragen habe, weil Sie sagen, das ist Ihnen alles zu weichgespült, was ich hier verlese oder Ihnen sage, dass wir nicht dazu stehen.

(Zuruf von Andreas Butzki, SPD)

Ich lese noch mal vor: Niemand, niemand und …

(Zuruf von Andreas Butzki, SPD – Der Abgeordnete Thomas de Jesus Fernandes spricht bei abgeschaltetem Saalmikrofon.)

Möchten Sie hören, oder …?

(Der Abgeordnete Thomas de Jesus Fernandes spricht bei abgeschaltetem Saalmikrofon.)

Niemand und auch nicht die Ministerin sagt heute rückblickend, alle Organisation, Kommunikation und Entscheidungsfindung habe auf Anhieb fehlerlos funktioniert. Und mit dem heutigen Wissen würden Entscheidungen an manchen Stellen wohl anders getroffen werden. – Vielen Dank!

(Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

Vielen Dank, Frau Abgeordnete!

Das Wort hat noch einmal für die Fraktion der FDP der Fraktionsvorsitzende Herr Domke.

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wissen Sie was? Ich habe den Eindruck, dass wir heute an sich schon mit etwas Abstand in der Retrospektive viel besser miteinander ins Gespräch kommen konnten, auch wenn das eine oder andere in der Betrachtung noch sehr unterschiedlich ist. Aber es war für meine Begriffe schon mal ein guter Vorgeschmack für das, was wir eigentlich mit unserem Antrag erreichen wollten.

Aber es geht ja gar nicht um uns hier im Parlament, dass wir uns hier die Welt erklären, wie wir sie damals, heute und morgen sehen wollen. Und das haben Sie verkannt, Frau Klingohr. Uns ging es hier nicht um die Aussöhnung der Bevölkerung

(Christine Klingohr, SPD: Das ist nicht verkannt.)

mit der Landesregierung. Das steht gar nicht in unserem Antrag,

(Christine Klingohr, SPD: Ich habe das nicht verkannt.)

sondern die Landesregierung soll Foren unterstützen, Foren schaffen, damit diese Spaltung in der Gesellschaft, die eingetreten ist, aufhört. Denn der Antrag kommt ja nicht aus der Zeit gefallen, sondern wir reden ja jetzt schon wieder darüber, wie wir mit Impfempfehlungen umgehen. Jetzt gehen wir einen anderen Weg, jetzt gehen wir den Weg der Eigenverantwortung, jetzt gehen wir den Weg der Empfehlung. Das war damals anders.

Und jetzt muss man sich natürlich hinterfragen, wir haben auch eine andere Situation,

(Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE: Wir haben eine ganz andere Situation. – Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

aber trotzdem bricht es immer wieder auf, es bricht immer wieder auf. Nehmen Sie das nicht wahr? Nehmen Sie es

nicht wahr, dass es in Freundeskreisen, in Familien, in Kollektiven, unter Arbeitskollegen, dass es da Brüche gab? Das können Sie doch nicht ignorieren! Sie können doch nicht so tun, als wenn es das alles nicht gegeben hätte!

(Christine Klingohr, SPD: Das tut doch auch keiner. Das ignoriert doch gar niemand.)

Das setzt sich bis heute fort.

(Christine Klingohr, SPD: Was erzählen Sie?!)

Und deswegen haben wir gesagt, wir wollen Foren schaffen, die Landesregierung sollte die mit instrumentalisieren, damit diese Aussöhnung überhaupt stattfinden kann, aber der Gesellschaft.

Dann kommen wir mal zu Frau Drese. Frau Ministerin, Sie haben gesagt, ich lade Sie ein.

(Sebastian Ehlers, CDU: Wohin? Fragt sich nur, wohin, ne?!)