Protocol of the Session on May 16, 2014

und ehemaligen Kommunisten …

Herr Pastörs!

… zusammen mit den GRÜNEN, dann wäre das zu befürchten,

(allgemeine Unruhe)

meine sehr verehrten Damen und Herren. Aber so weit sind wir Gott sei Dank noch nicht.

(Zurufe von Regine Lück, DIE LINKE, und Dr. Ursula Karlowski, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Meine sehr verehrten Damen und Herren, die neue Förderperiode von 2014, respektive 2015 bis 2020 weist 325 Milliarden aus, davon 3 Milliarden besondere Zuweisungen für die Integration am Arbeitsmarkt. Und wenn Sie sich hier hinstellen von den GRÜNEN und verlangen Sprachkurse für Ausländer, also für Zugewanderte – das ist ja ein Unterschied, Eingewanderte und Zugewanderte, man könnte auch Eindringlinge sagen –, dann ist das eine Unverschämtheit. Warum das so ist aus meiner Sicht, das versuche ich Ihnen kurz vor Feierabend, wenn Sie noch nicht ganz abgeschaltet haben sollten, zu er- klären.

In einem Land, wo jedes vierte Kind in Armut lebt – deutsche Kinder –, wo die Kindergartenplätze nicht mehr bezahlt werden können, weil die meisten Eltern über ein Einkommen verfügen,

(Zuruf von Dr. Ursula Karlowski, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

das sich durchschnittlich auf unter 800 Euro netto beläuft,

(Vincent Kokert, CDU: Deswegen sind bei uns 97 Prozent der Kinder in Kindergärten, Herr Pastörs.)

in einem Land, meine sehr verehrten Damen und Herren, wo immer mehr Familien gar keinen adäquaten Wohnraum mehr finden, weil der zu teuer ist,

(Zuruf von Dr. Ursula Karlowski, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

und damit die Familien auf Wohngeld und Sozialleistungen des Staates angewiesen sind,

(Peter Ritter, DIE LINKE: Weil da die ganzen Asylbewerber drin sind, in den Wohnungen.)

in einem Land, das ein Billiglohnland ist – noch ein Vierteljahrhundert nach den sogenannten versprochenen blühenden Landschaften des Herrn aus Oggersheim –, ist es eine Unverschämtheit, hier eine ausländische Minderheit gegenüber den Deutschen bevorzugen zu wollen mit so einem unverschämten Antrag,

(Beifall vonseiten der Fraktion der NPD – Peter Ritter, DIE LINKE: Bla, bla, bla, bla, bla, bla! – Zuruf von Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

dem Sie als LINKE- und als GRÜNEN-Fraktion hier das Wort reden,

(Peter Ritter, DIE LINKE: Bla, bla, bla, bla!)

meine sehr verehrten Damen und Herren.

(Peter Ritter, DIE LINKE: Noch was?!)

Das ist noch das Wort zum Wochenende.

(Peter Ritter, DIE LINKE: Immer noch nicht fertig?!)

Und dann wollen wir mal weiterschauen:

(Vincent Kokert, CDU: Muss aber nicht.)

Was ist denn schlecht daran,

(Peter Ritter, DIE LINKE: Das wird nichts nächsten Sonntag, das wird nichts.)

wenn ab 2015 die Ausländer keinen Zugang mehr erhalten zu deutschen Steuergeldern in der Form, dass sie keine Sprachkurse mehr bekommen?

(Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE)

Das ist ganz genau richtig so: erst die Deutschen und dann die Gäste, und dann erst mal gar nichts,

(Zuruf von Dr. Ursula Karlowski, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

und dann die Fremden, die hier als Asylschmarotzer in dieses Land …

(Zuruf von Peter Ritter, DIE LINKE)

Herr Pastörs!

… hinein einwandern.

(allgemeine Unruhe – Beifall vonseiten der Fraktion der NPD)

Herr Pastörs!

Das ist die richtige Reihenfolge, …

Herr Pastörs, …

… meine sehr verehrten Damen und Herren.

(Beifall vonseiten der Fraktion der NPD)

… bitte unterbrechen Sie Ihre Rede.

Ich gehe davon aus, dass wir über das Wort „Asylschmarotzer“ hier schon oft genug gesprochen haben. Das ist eine Beleidigung, die ich hier zurückweise. Und wenn Sie sich jetzt nicht zusammenreißen, erteile Ihnen den dritten Ordnungsruf und dann ist Ihre Rede hier zu Ende.

(Patrick Dahlemann, SPD: Und tschüs!)

Also die Political Correctness beschneidet natürlich mittlerweile auch in diesem Parlament das freie Wort, wie Sie gerade am Beispiel dieses Versprechens gesehen haben.

(allgemeine Unruhe – Beifall vonseiten der Fraktion der NPD – Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Och! Beleidigend! Das kann doch wohl nicht wahr sein!)

Herr Pastörs!

(Der Abgeordnete Udo Pastörs spricht bei abgeschaltetem Mikrofon.)

Herr Pastörs!

(allgemeine Unruhe – Der Abgeordnete Udo Pastörs spricht bei abgeschaltetem Mikrofon. – Zuruf von Heinz Müller, SPD)

Herr Pastörs!