Protocol of the Session on October 11, 2023

Kolleginnen und Kollegen, sehr verehrte Gäste! Das ist schon eine

bemerkenswerte Diskussion, gerade von der CDU und der FDP. Eigentlich

wollte ich Klaus-Rainer Rupp mit dem dritten Problem nicht zustimmen,

aber bei so wenig Sachkenntnis, Herr Abgeordneter Schäck – –.

(Abgeordneter Thore Schäck [FDP]: Jetzt geht‘s wieder los!)

Zu dem, was Sie gerade gesagt haben, muss man sagen: Das ist schon

schwierig. Ich will auf ein paar Punkte eingehen.

(Abgeordneter Thore Schäck [FDP]: Gewerkschaftssekretär erklärt die Welt!)

Dann will ich noch mal sagen: Was meinen wir eigentlich mit

Brückenstrom? Was ist da eigentlich gewollt? Weil das, was Sie gesagt

haben, ist einfach faktisch falsch,

(Abgeordneter Thore Schäck [FDP]: Was denn genau? – Abgeordneter Mustafa Güngör [SPD]: Erst mal zuhören!)

ist nicht der Ansatz, den zumindest wir – ja, mache ich ja gleich –, das ist

nicht der Ansatz, den wir machen.

Vielleicht ein paar Anmerkungen auch zur CDU. Herr Abgeordneter

Michalik, wenn da Anmerkungen kommen – Das ist möglicherweise ein

Verstoß, der es werden könnte, mit der EU –, also entweder, man sagt, es ist

so – wo wir eine andere Auffassung haben, wo es eine Prüfung gibt –, also,

es gibt die Möglichkeit, das EU-konform zu regeln, oder nicht. Aber diesen

Konjunktiv hier reinzubringen, ohne Fakten, ist schon bemerkenswert. Erster

Punkt.

Zweiter Punkt: Das mit dem einen Windkraftrad, das ist doch Populismus.

Sie wissen genau –

(Abgeordneter Frank Imhoff [CDU]: Nee, das ist Realität!)

einmal ausreden lassen –, Sie wissen genau, dass zwei Dinge Fakt sind.

Erstens: Wir sind das kleinste Bundesland. Zweitens: Wir haben die höchste

Dichte an Windkrafträdern.

(Beifall SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE – Abgeordneter Frank Imhoff [CDU]: Und drittens lehnen Sie unsere Windkraft ab!)

Also, wir halten mal fest, objektiv, wir sind in dieser Frage Windkraft mit

Bremen und Bremerhaven – und ich rede nicht über offshore, ich rede über

Bremen und Bremerhaven – die besten. So.

Bemerkenswert finde ich auch, dass Sie zeitgleich sagen, wo soll das Geld

für den Brückenstrom herkommen, auf der anderen Seite aber Entlastung

für alle fordern.

(Abgeordneter Martin Michalik [CDU]: Ich sagte, was ist denn mit dem Industriestrompreis?)

Alle sollen alles bekommen. Da sind Sie einer Meinung mit der FDP,

(Abgeordneter Frank Imhoff [CDU]: Wo soll das Geld denn herkommen?)

mit Absenkung der Steuern. Das halte ich für ausgesprochen schwierig.

(Abgeordneter Thore Schäck [FDP]: Warum ist das schwierig? Sie müssen es begründen! – Zuruf Abgeordneter Martin Michalik [CDU])

Jetzt zum Inhalt. Warum rede ich, und auch andere, nicht vom

Industriestrom, sondern vom Brückenstrom? Weil es darum nicht geht. Es

kann nicht darum gehen, die ganze Industrie pauschal zu entlasten. Es kann

nicht darum gehen, sondern es geht darum – und da hat der Kanzler Olaf

Scholz Recht –, für bestimmte Industrien in bestimmten Situationen eine

Brücke zu schaffen, weil erneuerbare Energien kommen und weil wir im

Moment den Bedarf dadurch noch nicht decken können.

Bremen nicht, aber die Bundesrepublik bleibt ein Energieimportland. Das ist

völlig egal, ob das Gas oder Öl ist oder ob das andere Energieträger sind.

Wir bleiben ein Energieimportland, und das Ziel ist, die Energie zu

importieren, im Wesentlichen auch von der Nordsee, und uns da

unabhängig zu machen. Bis wir das geschafft haben, brauchen wir einen