Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger oder Seiteneinsteigerinnen und
Seiteneinsteiger, und wenn wir die nicht kriegen, dann müssen wir uns eben
was überlegen, wie wir Personal kriegen, das in Schule arbeitet.
Wir haben in der Stadtverordnetenversammlung in Bremerhaven mit dem
Schulausschuss gemeinsam ein weiteres Modell der sogenannten
Praxislehrer beschlossen, über das auch Menschen, die vielleicht nicht
Vollzeit Lehrkräfte werden wollen, in Mangelfächern aushelfen können,
sagen wir mal Musikunterricht oder in der Chemie oder im kaufmännischen
Bereich, die dann auch – und das ist der Punkt, deswegen sage ich das –
weiterqualifiziert werden in der Zeit, in der sie unterrichten. Sie benoten am
Ende nicht, aber sie können Unterricht stattfinden lassen, der am Ende
nicht benotet werden kann.
Das sind alles Wege, die man sich überlegen kann. Vielleicht ist es auch ein
Modell für die Stadt Bremen – ich glaube schon. Das sind alles Punkte und
Wege, bei denen man genau definiert: Unter welchen Bedingungen kann
man welchen Personenkreis damit finanzieren?
Wenn wir im Bereich des nicht unterrichtenden pädagogischen Personals
sind oder des Begleitpersonals, das an Schule Lehrkräfte unterstützt, dann
haben wir mittlerweile auch schon einen gewissen Stellenpool an den
Schulen, und bei dem Fachkräftebedarf, den wir haben, ist es auch immer
möglich, sich von Stelle zu Stelle zu bewegen. Das heißt, wer heute
eingestellt wird über Mittel, die eigentlich für Lehrkräfte vorgesehen sind,
kann rüberrücken, wenn Stellen frei werden, wenn Bedarfe frei werden im
nicht unterrichtenden Personal durch Ausscheiden in Pension oder Umzug
Ich glaube, der Bedarf ist so groß, dass wir einfach jeden an Schule
gebrauchen können: 2 600 Lehrkräfte bis 2030 zusätzlich, und dazu
natürlich auch zusätzliches nicht unterrichtenden Personal. Die Stadt
Bremen oder die Bildungsdeputation hat in der letzten Sondersitzung sechs
Schulneugründungen beschlossen für die Stadt Bremen – sechs
Schulneugründungen! Die brauchen nicht nur Gebäude, die brauchen
Personal. Die brauchen Lehrkräfte, die brauchen alles an Personal, was wir
hier schon aufgeführt haben. Insofern, der Bedarf ist da. Das Wechseln von
Menschen, die erst mal über Mittel eingestellt werden, die für Lehrkräfte zur
Verfügung gestellt werden, später auf die die Standardfinanzierung, ich
glaube, das ist kein Problem. Aber definieren müssen wir es, da bin ich bei
Wichtig ist, dass wir gemeinsam daran arbeiten, und ich freue mich auf die
Haushaltsberatungen. Wir werden das auch genau beobachten, in welche
Richtung es da geht. Heute gehe ich jedenfalls hoffnungsvoll aus der
Debatte. Wir werden unserem Antrag zustimmen
(Heiterkeit Bündnis 90/Die Grünen – Abgeordnete Dr. Henrike Müller [Bündnis 90/Die Grünen]: Das finde ich gut.)
und finden das auch den richtigen Weg. – Vielen Dank!
Als nächste Rednerin hat das Wort
die Abgeordnete Yvonne Averwerser.
Sehr geehrte Frau Präsidentin,
liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste! Ich möchte auch noch mal
ganz kurz darauf eingehen. Ja, wir sind uns grundsätzlich einig, dass wir
genau so handeln wollen. Wir brauchen Menschen an Schulen, wir brauchen
möglichst Lehrkräfte an Schulen, wir brauchen möglichst grundständig