Protocol of the Session on October 11, 2023

Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger oder Seiteneinsteigerinnen und

Seiteneinsteiger, und wenn wir die nicht kriegen, dann müssen wir uns eben

was überlegen, wie wir Personal kriegen, das in Schule arbeitet.

Wir haben in der Stadtverordnetenversammlung in Bremerhaven mit dem

Schulausschuss gemeinsam ein weiteres Modell der sogenannten

Praxislehrer beschlossen, über das auch Menschen, die vielleicht nicht

Vollzeit Lehrkräfte werden wollen, in Mangelfächern aushelfen können,

sagen wir mal Musikunterricht oder in der Chemie oder im kaufmännischen

Bereich, die dann auch – und das ist der Punkt, deswegen sage ich das –

weiterqualifiziert werden in der Zeit, in der sie unterrichten. Sie benoten am

Ende nicht, aber sie können Unterricht stattfinden lassen, der am Ende

nicht benotet werden kann.

Das sind alles Wege, die man sich überlegen kann. Vielleicht ist es auch ein

Modell für die Stadt Bremen – ich glaube schon. Das sind alles Punkte und

Wege, bei denen man genau definiert: Unter welchen Bedingungen kann

man welchen Personenkreis damit finanzieren?

Wenn wir im Bereich des nicht unterrichtenden pädagogischen Personals

sind oder des Begleitpersonals, das an Schule Lehrkräfte unterstützt, dann

haben wir mittlerweile auch schon einen gewissen Stellenpool an den

Schulen, und bei dem Fachkräftebedarf, den wir haben, ist es auch immer

möglich, sich von Stelle zu Stelle zu bewegen. Das heißt, wer heute

eingestellt wird über Mittel, die eigentlich für Lehrkräfte vorgesehen sind,

kann rüberrücken, wenn Stellen frei werden, wenn Bedarfe frei werden im

nicht unterrichtenden Personal durch Ausscheiden in Pension oder Umzug

oder ähnliches.

Ich glaube, der Bedarf ist so groß, dass wir einfach jeden an Schule

gebrauchen können: 2 600 Lehrkräfte bis 2030 zusätzlich, und dazu

natürlich auch zusätzliches nicht unterrichtenden Personal. Die Stadt

Bremen oder die Bildungsdeputation hat in der letzten Sondersitzung sechs

Schulneugründungen beschlossen für die Stadt Bremen – sechs

Schulneugründungen! Die brauchen nicht nur Gebäude, die brauchen

Personal. Die brauchen Lehrkräfte, die brauchen alles an Personal, was wir

hier schon aufgeführt haben. Insofern, der Bedarf ist da. Das Wechseln von

Menschen, die erst mal über Mittel eingestellt werden, die für Lehrkräfte zur

Verfügung gestellt werden, später auf die die Standardfinanzierung, ich

glaube, das ist kein Problem. Aber definieren müssen wir es, da bin ich bei

Frau Strunge.

Wichtig ist, dass wir gemeinsam daran arbeiten, und ich freue mich auf die

Haushaltsberatungen. Wir werden das auch genau beobachten, in welche

Richtung es da geht. Heute gehe ich jedenfalls hoffnungsvoll aus der

Debatte. Wir werden unserem Antrag zustimmen

(Heiterkeit Bündnis 90/Die Grünen – Abgeordnete Dr. Henrike Müller [Bündnis 90/Die Grünen]: Das finde ich gut.)

und finden das auch den richtigen Weg. – Vielen Dank!

(Beifall FDP)

Als nächste Rednerin hat das Wort

die Abgeordnete Yvonne Averwerser.

Sehr geehrte Frau Präsidentin,

liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste! Ich möchte auch noch mal

ganz kurz darauf eingehen. Ja, wir sind uns grundsätzlich einig, dass wir

genau so handeln wollen. Wir brauchen Menschen an Schulen, wir brauchen

möglichst Lehrkräfte an Schulen, wir brauchen möglichst grundständig