Protocol of the Session on October 11, 2023

(Vizepräsidentin Christine Schnittker übernimmt den Vorsitz.)

Das ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Es können voll ausgebildete

Lehrkräfte damit bezahlt werden, aber auch Quer- und

Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die entsprechend die

Qualifikation nachweisen. Werden diese Personen nicht erreicht, dann

können keine anderen Personen eingestellt werden in Schule, obwohl ja

dadurch, dass Stellen frei bleiben, der Bedarf an Personal in Schule

eigentlich noch höher ist, als wenn die Stellen besetzt sind, sondern diese

Mittel fließen dann zurück an den allgemeinen Haushalt und können dort

zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet werden, und das werden sie

auch in den letzten Jahren.

Das ist aus unserer Sicht falsch! Wir brauchen in Schule mehr Personal, und

zwar auch verschiedenes Personal. Wer arbeitet mittlerweile in Schule? Das

ist nicht mehr nur, dass Sie dort Schülerinnen und Schüler haben und die

Lehrkräfte auf der anderen Seite oder im gleichen Klassenraum

gemeinsam, sondern da sind natürlich weitere Professionen unterwegs,

selbstverständlich Hausmeister, selbstverständlich auch

Geschäftszimmerangestellte, aber auch noch viele mehr.

Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter finden Sie in den Schulen,

Erzieherinnen und Erzieher in der Ganztagsbetreuung, Sie finden

Psychologen, Sozialpädagogen. Wir haben heute Morgen gehört von Herrn

Klieme, dass zukünftig auch Logopäden gebraucht werden in den Schulen.

Also wir haben ein breites Portfolio von multiprofessionellen Teams, die

gemeinsam daran arbeiten, dass die Kinder zum Bildungserfolg, zu ihrem

bestmöglichen Bildungserfolg gebracht werden, und das ist ja unser

gemeinsames Ziel, und deswegen ist es auch der richtige Weg!

(Beifall FDP)

Das heißt, diesen Weg sollten wir auch fortsetzen, denn wir laufen in den

nächsten Jahren auf eine Knappheit von Lehrkräften zu, die sich noch

weiter verschärfen wird. Wir haben im April in der Bildungsdeputation das

Personalentwicklungskonzept uns angesehen, und der zusätzliche Bedarf an

Lehrkräften im Land Bremen beläuft sich auf über 2 600 Vollzeitstellen bis

2030 zusätzlich zu denen, die schon da sind, und wenn von denen, die

schon da sind, welche in Pension gehen, dann müssen sie auch ersetzt

werden.

Wir haben einen riesigen Bedarf an Lehrkräften. Aus unserer Sicht sind die

Ausbildungskapazitäten der Universität noch zu niedrig. Die müssen auch

weiter ausgeweitet werden, damit wir das schaffen, und selbst dann werden

wir zukünftig noch größere Probleme haben, diese Stellen zu besetzen. Das

würde in der Haushaltsarithmetik dazu führen, dass wir von Jahr zu Jahr

immer mehr Gelder, weil wir es nicht schaffen, diese Stellen zu besetzen, an

den Haushalt zurückführen und diese dem Bildungshaushalt, den

Schülerinnen und Schülern in den Schulen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Ich glaube, das ist der falsche Weg, denn wir wollen gute Bildung, wir wollen

beste Bildung, wir wollen die Schulqualität sukzessive gemeinsam in den

Schulen verbessern, und das geht nur mit gutem Personal.

(Beifall FDP)

Das geht nur mit gutem Personal, und wenn wir keine Lehrkräfte finden,

dann brauchen wir anderes Personal. In Teilen wird das auch schon

gemacht, im niedrigen Millionenbereich, also zwischen ein und zwei

Millionen, werden die auf Antrag umgewidmet, diese Mittel, und es können