Protocol of the Session on October 11, 2023

tun und versuchen, entsprechende Schwierigkeiten zu lösen.

Eine konkrete eigene Herangehensweise im Sinne staatlicher Unterstützung

finanzieller Art ist in dem Zusammenhang nicht vorgesehen.

Haben Sie eine weitere Zusatzfrage? – Bitte

sehr!

Verstehe ich Sie richtig, dass mit

finaler Lösung diese Übergangscontainerlösung gemeint ist oder wirklich

eine finale räumliche Lösung zur langfristigen Unterbringung der

Methadonausgabestelle?

Es sind momentan beide Optionen im Spiel,

ich nenne das jetzt mal so. Auf jeden Fall wird es keine Lücke geben in der

Versorgung.

Wenn es nach mir ginge, möchte ich sagen, dass wir diese Containerlösung

möglichst vermeiden, um direkt einziehen zu können. Das ist aber bislang

nicht geklärt, weil es davon abhängig ist, welche von den in Rede stehenden

Niederlassungen es wird.

Frau Abgeordnete, eine weitere Zusatzfrage?

Bitte sehr!

Wir durften aus der Vorlage lernen,

dass die zur Verfügung stehenden Plätze oder die Versorgung der bislang

340 Substituierten bei weitem nicht ausreicht und der Bedarf viel höher ist.

Wie sind die Pläne seitens des Ressorts, einen Ausbau vorzunehmen oder

Ausgabestellen zu unterstützen – auch, wenn es dann AMEOS ist –, um den

Bedarf so gut es geht zu decken?

Bisher hat AMEOS einen großen Anteil des

Versorgungsauftrags, das ist richtig. Mir geht es auch nicht darum zu sagen,

ob es jetzt der Träger ist oder ein anderer, sondern wir brauchen mehr

Drogenhilfeplätze. Das ist unbestritten. Aber das ist eine Frage, die wir zum

einen mit den Kassen verhandeln müssen und zum anderen sind unsere

Ressourcen – da sind wir wieder bei der Haushaltsfrage – heiß umkämpft.

Ich bin aber der Meinung, dass wir im Zuge der Zunahme und der Bedarfe

an der Stelle doch noch mal deutlich aufstocken müssten. Ich sage das mal

ganz vorsichtig.

Eine weitere Zusatzfrage durch die

Abgeordnete Sofia Leonidakis.

Frau Senatorin, stimmen Sie

mir zu, dass die Annahme der CDU, dass insbesondere Crackkranke, wenn

Sie durch den Drogenkonsumraum geschleust werden, dann nicht mehr

suchtkrank werden, etwas absurd anmutet?

(Abgeordneter Frank Imhoff [CDU]: Das ist eine Unterstellung, was soll denn so ein Quatsch! – Abgeordnete Miriam Strunge [DIE LINKE]: Doch, natürlich, das hat sie doch gesagt! – Abgeordnete Maja Tegeler [DIE LINKE]: Das war jetzt aber unparlamentarisch!)

Doch, na klar, das hat sie gesagt!

(Abgeordneter Frank Imhoff [CDU]: Es ist immer wieder das gleiche Spiel!)

Das Wort hat die Senatorin, um die Frage

beantworten zu können.

Es ist leider durchaus verbreitet, wie soll man

sagen, dass man praktisch neben der Sanktionspolitik bei den

Auffangmöglichkeiten, die man hat, das habe ich gerade erwähnt, einen

Zeitfaktor hat, den man unterschätzt.

Methadon funktioniert nicht so, dass man sagt, „Du kommst von der Droge

weg.“ Sondern es ist etwas, was man begleitet im Sinne von „Du musst mit

der Droge leben und klarkommen, Du musst wieder in irgendeiner Weise