Protocol of the Session on October 11, 2023

Wirtschaftsstandort Bremen. Gamesprojekte werden meistens mit großen

Teams über mehrere Jahre in den Unternehmen umgesetzt, wodurch

relevante Steuereinnahmen am Standort erzielt werden können.

Zu Frage 2: Die geplante Kürzung der Bundesförderung ist kein gutes

Signal für die Branche und für den Gamesstandort Deutschland insgesamt.

Die vorgesehenen Kürzungen der Bundesförderung verkleinert auch für die

Bremer Unternehmen, die auf die Bundesförderung zugreifen, den Topf an

möglichen Fördermitteln. Grundsätzlich hat die Bundesförderung auch

dafür gesorgt, dass deutsche und auch Bremer Unternehmen der Branche

gegenüber der ausländischen Konkurrenz aufholen konnten.

Es war und ist auch in Bremen durch die Förderung möglich, dass Projekte

in einer Größe realisiert werden können, die vorher so nicht möglich waren.

Die geplante Kürzung der Bundesförderung wird es den deutschen

Unternehmen schwerer machen, gegen die sehr gut erreichbare

europäische und globale Konkurrenz anzukommen. Es ist davon

auszugehen, dass sich durch die Reduzierung der Bundesförderung die

Nachfrage nach Landesförderung erhöhen wird. In welchem Umfang dies

geschehen wird, ist nicht absehbar, wobei die Landesförderung meistens

auf junge Unternehmen und den Nachwuchs abzielt und keinen Ausgleich

für eine reduzierte Bundesförderung darstellen kann.

Zu Frage 3: Eine Zusammenarbeit über die nordmedia - Film- und

Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH ist auch in Bremen

möglich. Das Nachwuchsstipendium CLOSEUP steht unter anderem auch

für den Nachwuchs in der Gamesbranche zur Verfügung. Grundsätzlich

stehen der Gamesbranche aber alle Förderprogramme für die Wirtschaft im

Land Bremen offen. Das beinhaltet beispielsweise die Programme

Forschung, Entwicklung und Innovation oder Crowdfunding „Schotterweg“

der Bremer Aufbaubank, die beide bereits auch durch die Gamesbranche in

Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus können Kulturakteure der

Freien Szene, die Games speziell in ihren kulturellen Dimensionen ausloten,

Projektanträge im Bereich Film/Medien sowie Junge Szene/Subkultur im

Rahmen des jährlichen Projektmittelverfahrens beim Senator für Kultur

stellen. – So weit die Antwort des Senats!

Haben Sie eine Nachfrage, Herr

Abgeordneter? – Bitte sehr!

Wie bewertet der Senat das

niedersächsische Förderprogramm, und inwiefern plant er die

Gamesbranche im Land in ähnlicher Weise zu fördern?

Eine Bremer Gamesförderung analog zu

Niedersachsen könnte auch über die nordmedia abgewickelt werden. Die

nordmedia fördert und unterstützt ja Entwickler:innen und Unternehmen bei

der Idee und Umsetzung innovativer und marktgerechter Games. Um da

den Unterschied noch einmal deutlich zu machen, über welche Summen wir

reden: Bei der Bundesförderung hat ein Bremer Unternehmen ein Volumen

von 25 Millionen Euro realisieren können. Das ist bei der Gamesförderung

über die nordmedia nicht möglich. Deswegen natürlich auch eine andere

Zielgruppe, speziell junge Gründerinnen und Gründer – also so viel Geld hat

auch Niedersachsen nicht im Haushalt.

Die Förderkategorien bei der nordmedia sind Konzeptentwicklungen mit bis

zu 20 000 Euro, Prototypenentwicklung bis zu 80 000 Euro, Produktion bis

zu 200 000 Euro und Vertrieb bis zu 50 000 Euro und die Förderung kann