Protocol of the Session on October 11, 2023

(Beifall)

Grundlage jeglicher Diskussion kann nur eine Zweistaatenlösung sein. Für

die Bundesrepublik Deutschland ist die Sicherheit Israels bedingt durch

unsere besondere historische Verantwortung seit 1949 Staatsraison. Sie

steht nicht zur Diskussion oder Verhandlung.

(Beifall)

Wir stehen solidarisch an der Seite Israels.

(Beifall)

Wir verurteilen die seit vergangenem Sonnabend stattfindenden

terroristischen Angriffe und Gräueltaten der Hamas und ihrer Unterstützer

auf das Schärfste!

(Beifall)

Wir stehen in diesen Tagen auch an der Seite unserer Partnerstadt Haifa. In

Gedanken sind wir bei allen Opfern der Attacke sowie ihren Familien und

Nahestehenden. Unsere Partnerschaft zu Haifa ist lange, ist unverbrüchlich

und wird weiterbestehen, egal wie schwer die Zeiten auch sein mögen.

(Beifall)

Gleichzeitig hat das Geschehen Auswirkungen auf Deutschland. Die

verstörenden Bilder, die uns unter anderem aus Berlin ereilten, machen uns

fassungslos. Ein falsch verstandenes Opferbild und die Identifikation mit

dieser Rolle ließ viele glauben, dass der terroristische Akt des 7. Oktobers

sowie die Tage seitdem einen Sieg über Unterdrücker zeigen. Deswegen

gab es Kuchen zur Feier von Tod, Leid und Gräuel.

Die reine Verurteilung dessen bringt uns jedoch nicht weiter. Diese

Menschen, Menschen, die falsch liegen und sich abscheulich verhielten,

leben unter uns. Wir müssen sie abholen, damit sie nicht von Islamisten

abgeholt werden. Wir müssen der Erzählung der Islamisten die Wahrheit

entgegensetzen.

(Beifall)

Dafür bedarf es Lösungen, und eine große gesellschaftliche Aufgabe steht

vor uns. Darüber hinaus sind Strukturen, die den Terror rechtfertigen oder

sogar finanzieren, inakzeptabel. Ein Verbotsverfahren für die

Vorfeldorganisationen der Hamas muss geprüft werden, und es muss

sichergestellt sein, dass keinerlei öffentliche Gelder aus Bremen oder

anderen Teilen der Bundesrepublik an Organisationen fließen, die den

Terrorismus gegen Israel befürworten und damit womöglich unterstützen.

Wir dulden keine Unterstützung des Terrors aus unserem Land!

(Beifall)

Nichts steht zwischen uns und der Solidarität mit allen Jüdinnen und Juden

im Lande Bremen und darüber hinaus. Ihre Sicherheit und ihr Schutz in

Bremen, Bremerhaven, Deutschland, Israel und der Welt ist kompromisslos

zu gewährleisten.

(Beifall)

Dabei muss auch geprüft und umgesetzt werden, was neben den

bestehenden Maßnahmen der Sicherheitsbehörden noch getan werden

kann und muss. Während die Welt aufgrund der Gräueltaten immer noch

unter Schock steht, lassen Sie uns sicherstellen, dass sich Israel, alle

Bürgerinnen und Bürger Israels und alle Jüdinnen und Juden in Bremen

und weltweit unserer Solidarität gewiss sind, indem wir uns jeden Tag

entsprechend einsetzen und heute gemeinsam den vorliegenden Antrag

beschließen. [red. Anm.: spricht Hebräisch] – Vielen Dank!