Protocol of the Session on January 30, 2025

[Elif Eralp (LINKE): Was machen Sie gegen den Kurs von Merz? – Zurufe von der LINKEN]

Die Brandmauer steht!

[Katalin Gennburg (LINKE): Steht nicht! – Zurufe von der LINKEN]

Die Brandmauer steht bei mir!

[Zuruf von Katalin Gennburg (LINKE)]

Aber ich will Ihnen mal eine Sache sagen: Wir retten und schützen unsere Demokratie nicht nur, indem wir über Brandmauern sprechen. Ich glaube, es ist unsere Aufgabe aus der demokratischen Mitte heraus in jedem Parlament, hier in Berlin, aber auch im Deutschen Bundestag, nicht nur über die Brandmauer zu sprechen, sondern die viel größere Aufgabe zu bewältigen,

[Niklas Schrader (LINKE): Sie zu halten!]

(Regierender Bürgermeister Kai Wegner)

den Brand, der bisweilen in unserer Gesellschaft, in Teilen unserer Gesellschaft brennt, gemeinsam zu löschen. Es geht darum, den Brand zu löschen!

[Beifall bei der CDU – Katalin Gennburg (LINKE): Sie zünden gerade die Hütte an!]

Mein Appell an alle Parteien der demokratischen Mitte auf allen Ebenen ist, dass wir die Sorgen und Nöte der Menschen ernst nehmen,

[Elif Eralp (LINKE): Auch der Menschen mit Migrationsgeschichte, bitte!]

dass wir Probleme gemeinsam ansprechen, und dass wir Probleme gemeinsam in der demokratischen Mitte lösen.

Lieber Werner Graf! Du hast am Ende deiner Rede gesagt, es motiviert dich, spornt dich an, für unsere Demokratie zu kämpfen. Liebe Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Mitte! Lassen Sie uns gemeinsam für unsere Demokratie kämpfen!

[Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der SPD]

Lassen Sie uns gemeinsam unsere Demokratie stärken, Probleme lösen!

[Zuruf von Elke Breitenbach (LINKE)]

Das, was wir derzeit erleben,

[Zuruf von Katalin Gennburg (LINKE)]

auch innerhalb der politischen Diskussion, wird dazu führen, dass rechte Hetzer davon profitieren.

[Katalin Gennburg (LINKE): Ja, wegen Ihnen!]

Die Verantwortung der demokratischen Mitte ist es, nach Möglichkeit bis Freitag eine gemeinsame Lösung zu finden, damit am Freitag Gesetze im Deutschen Bundestag aus der demokratischen Mitte heraus

[Elif Eralp (LINKE): Das ist doch nicht Ihr Ernst!]

beschlossen werden. Und da sind alle Demokratinnen und Demokraten jetzt in der Verantwortung.

[Zurufe von der LINKEN]

Ich bitte, lassen Sie uns das gemeinsam tun! Das ist mein Appell auch an die Kolleginnen und Kollegen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion – ja, auch an die.

[Beifall bei der CDU und der SPD]

Ich hatte das große Glück, wie die allermeisten oder alle von uns, in einer Zeit aufwachsen zu dürfen, in der es Demokratie, Freiheit und Frieden gab. Da ist zurzeit einiges ins Wanken geraten, international wie national. Die Aufgabe von Demokratinnen und Demokraten, die Aufgabe der demokratischen Mitte und meine Aufgabe und mein Ansporn ist, dass unsere Kinder, die nachfolgende Generation, genau wie ich in Frieden, in Freiheit und in einer stabilen Demokratie ohne Rechtspopulisten

in der Verantwortung aufwachsen können. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung. – Vielen Dank!

[Beifall bei der CDU und der SPD – Zuruf von der LINKEN]

Vielen Dank, Herr Regierender Bürgermeister! – Der Abgeordnete Vallendar hat um die Erteilung des Wortes für eine persönliche Erklärung nach § 65 unser Geschäftsordnung gebeten. Im Rahmen einer persönlichen Bemerkung dürfen nur persönliche Angriffe zurückgewiesen oder eigene Ausführungen berichtigt werden.

[Heiko Melzer (CDU): Er kann sich auch für Schwachsinn entschuldigen!]

Sie haben das Wort, bitte schön!

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Zu den persönlichen Angriffen der Vorredner Herr Stettner und Herr King auf meine Person bezüglich etwaiger Äußerungen im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses vom 27. Januar nehme ich wie folgt Stellung: Ich bedauere, wenn ich mich im letzten Innenausschuss missverständlich ausgedrückt habe.

[Heiko Melzer (CDU): Es gibt ein Wortprotokoll!]

Ich habe mich umgehend korrigiert.

[Zurufe von Heiko Melzer (CDU) und Sven Heinemann (SPD) – Zurufe von der LINKEN]

Das ist in der vorliegenden Aufzeichnung der Sitzung auch nachvollziehbar dokumentiert. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. – Vielen herzlichen Dank!

[Beifall bei der AfD – Zuruf von Katalin Gennburg (LINKE)]

Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Die Aktuelle Stunde hat damit ihre Erledigung gefunden.

Ich rufe auf

lfd. Nr. 2:

Fragestunde

gemäß § 51 der Geschäftsordnung des Abgeordnetenhauses von Berlin

Nun können mündliche Anfragen an den Senat gerichtet werden. Die Fragen müssen ohne Begründung kurz gefasst und von allgemeinem Interesse sein sowie eine kurze Beantwortung ermöglichen. Sie dürfen nicht in Unterfragen gegliedert sein. Ansonsten werde ich die Fragen zurückweisen. Zuerst erfolgen die Wort

(Regierender Bürgermeister Kai Wegner)

meldungen in einer Runde nach der Stärke der Fraktionen mit je einer Fragestellung. Nach der Beantwortung steht mindestens eine Zusatzfrage dem anfragenden Mitglied zu. Eine weitere Zusatzfrage kann auch von einem anderen Mitglied des Hauses gestellt werden.

Es beginnt die CDU-Fraktion und hier der Kollege Kraft. – Bitte schön!

Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Wir haben in den letzten Wochen und Tagen etwas zum Zustand der Landsberger-Allee-Brücke gehört. Insofern darf ich den Senat fragen: Wie ist denn der Zustand dieser Brücke über die Landsberger Allee, und muss sie gegebenenfalls abgerissen werden?

[Zuruf von der SPD: Stand doch in der Zeitung!]

Frau Senatorin Bonde, bitte schön!