Männer haben im Frauensport nichts verloren, da sie meist einen unfairen biologischen Vorteil haben. Man würde meinen, das weiß sogar jedes kleine Kind. Aber wir leben leider in einer Zeit, in der sich ideologiegetriebene Schreibtischtäter in Regierungen und Parlamenten dumm stellen und damit wichtige Rückzugsräume für Frauen zerstören.
Bis endlich auch in Deutschland Kulturmoralismus und Regenbogenhype ein Ende finden, sollten wir wenigstens eine der
Ich habe Ihnen bereits in der Vergangenheit von diesem Pult aus des Öfteren dramatische internationale Beispiele genannt, die ich Ihnen jetzt gern noch einmal in Erinnerung rufe. Da war ein Mann, der im Schwimmsport unter dem Namen Lia Thomas die Lebensträume biologischer Frauen zerstörte – und betroffene Mitschwimmerinnen wie die mutige Riley Gaines, die sich zur Wehr setzte, weil sie sich nicht vor einem Mann umziehen wollte. Man erinnere sich auch an die Dame, die sich vor einigen Jahren einen Schädelbruch zuzog, weil sie gegen den Mann Fallon Fox boxte.
Im Bereich des Kampfsportes gibt es auch ein ganz aktuelles Beispiel, an das Sie alle sich sicherlich noch erinnern können: Sie haben das Theater um die Person Imane Khelif mitbekommen, der man es zuerst untersagte, aber dann durfte sie letztes Jahr bei Olympia den Frauen doch ordentlich einen überbraten. Die Woken schrien zwar Zeter und Mordio, als das kritisiert wurde und eine italienische Gegnerin sogar den Kampf versagt hat, aber was kam im Nachgang bei den Untersuchungen heraus? Natürlich, der Algerier ist ein Mann, und die Kritiker hatten schon damals recht.
Leider ist diese moderne Form der Frauenverachtung bereits in Deutschland angekommen: Der DFB hat Regeln erlassen, die schon seit der Saison 2022/2023 das Antreten von Männern im Frauenfußball ermöglichen. Nun droht dies durch das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz noch einfacher zu werden, und der DFB macht dabei willfährig mit, wie Workshops wie der zum „TIN*Spielrecht“ veranschaulichen.
Im Leistungs- und Spitzensport dürften die Auswirkungen der woken Geschlechterverwischung am größten sein – allein schon aufgrund des Betrugsversuchs. Dies stellt übrigens auch der ehemalige Landgerichtspräsident und langjährige Sportfunktionär klar, der in der „Mittelbayerischen Zeitung“ wie folgt zitiert wurde – ich möchte Ihnen einmal das Zitat vorlesen –:
„Die jahrzehntelangen Doping-Erfahrungen haben gelehrt, dass der mögliche sportliche Ruhm – oftmals verbunden mit der Aussicht auf lukrative Einnahmen – Athletinnen und Athleten dazu veranlasst, hierfür selbst gravierende körperliche Schäden in Kauf zu nehmen. Für das sogenannte Gender-Doping heißt das: Ich verschaffe mir Vorteile durch einen Wechsel der geschlechtlichen Zuordnung. […] Es gab vor einigen Jahren eine US-Studie, bei der Athleten befragt worden sind, ob sie für einen Sieg bei Olympischen Spielen bereit wären, auch Mittel einzunehmen, die zur Folge hätten, dass sich ihre Lebenserwartung um einige Jahre verkürzt. Und ein großer Teil, rund 50 Prozent, hat bei dieser anonymen Befragung angegeben, dass sie hierzu bereit wären. So viel zu der Frage, was manche Athleten für sportlichen Ruhm alles zu investieren bereit sind.“
Meine Damen und Herren, Sie sehen also, wenigstens im Bereich des Sports sollte der Handlungsbedarf außer Frage stehen – und das Ganze auch unabhängig davon, wie Sie eigentlich selbst zum Selbstbestimmungsgesetz stehen.
Wir fordern in unserem Antrag die Landesregierung auf, erstens den Landessportbund Brandenburg sowie die ihm unterstehenden Sportverbände dazu aufzurufen, Transgender-Richtlinien zur Zulassung von Athleten, die als männlich geboren wurden, zu weiblichen Wettbewerben zu unterlassen, und zweitens, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einzusetzen,
dass der Zugang von biologischen Männern zu gesonderten Frauenschutzräumen, zum Beispiel Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten, ausgeschlossen bleibt.
Meine Damen und Herren, da Sie von der CDU nicht mehr einem eventuellen Regierungskoalitionszwang unterliegen, hoffen wir, dass Ihre Satireshow aus dem vergangenen Jahr tatsächlich der Vergangenheit angehört, Sie sich dem Ernst der Situation widmen und sich dafür einsetzen, dass Frauen faire Bedingungen im Sport in diesem Jahr und in Zukunft haben werden. – Vielen Dank.
Vielen Dank. – Entsprechend der Rednerliste ist Frau Abgeordnete Kornmesser von der SPD-Fraktion die nächste Rednerin.
Herr Vizepräsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste! Frau Bessin hat sich gerade etwas in Rage geredet.
Was sie allerdings nicht gesagt hat, ist, dass dieser Antrag der fast vollständige Abklatsch eines Antrags der AfD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen vom November letzten Jahres ist; die AfD hier hat ihn nahezu wortgleich übernommen.
Sie als AfD-Fraktion wissen doch ganz genau, dass der Landtag Brandenburg für diese Frage schlicht und ergreifend nicht zuständig und damit nicht der richtige Ansprechpartner ist.
Es schickt sich nicht, unserem Landessportbund und unseren – unabhängigen! – Sportvereinen zu sagen, wie sie ihre Satzungen und Regelwerke auszugestalten und zu leben haben.
Vielmehr geht es Ihnen wieder einmal lediglich darum, Menschen, die nicht Ihrem antiquierten Weltbild entsprechen, zu diffamieren.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der vorliegende Antrag präsentiert sich bei oberflächlicher Betrachtung als Initiative für Gerechtigkeit im Frauensport. Doch in Wahrheit ist er nichts anderes als ein weiterer Versuch, transgeschlechtliche Menschen zu diskriminieren,
Der Sport im Land Brandenburg hat eine herausragende Bedeutung. Im Jahr 2024 zählten unsere Sportvereine mehr als 380 000 Mitglieder. Sportvereine sind Orte der Begegnung, Orte, an denen Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitiger Respekt gelebt werden.
Die SPD Brandenburgs hat sich im Koalitionsvertrag mit dem BSW klar dazu bekannt, den Breiten- und den Spitzensport zu
fördern. Unser Ziel ist eine inklusive Sportlandschaft, in der niemand ausgegrenzt wird, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Identität.
Die AfD unterstellt in ihrem Antrag, durch die Teilnahme von Transgenderfrauen sei der Wettkampfsport in Brandenburg gefährdet und andere Frauen würden dadurch benachteiligt. Tatsächlich machen transgeschlechtliche Athletinnen nur einen verschwindend geringen Anteil aus. Dieses Thema hat bislang keine Rolle im Vereins- und Wettkampfsport in Brandenburg gespielt.
Meine Damen und Herren, die AfD führt in ihrem Antrag den Fall der algerischen Boxerin Imane Khelif an. Der Fall von Imane Khelif bei den Olympischen Spielen in Paris ist ein komplexes und vielschichtiges Beispiel
für die aktuellen Herausforderungen im Bereich „Geschlechteridentität und Fairness im Sport“. Die Kontroverse um diese Boxerin umfasst medizinische, rechtliche und ethische Aspekte, die den internationalen Sport betreffen. Dieser Fall berührt die grundlegende Frage, wie Sportorganisationen eine Balance zwischen Fairness und Inklusion herstellen können.
Kritiker argumentieren, dass genetisch männliche Athleten durch höhere Testosteronwerte und physiologische Unterschiede wie Muskelmasse oder Knochendichte Vorteile im Wettbewerb hätten, die durch Hormontherapien nicht vollständig ausgeglichen werden könnten. Im vorliegenden Fall haben die Befürworter von
und das Recht habe, entsprechend ihrem offiziellen Geschlecht zu konkurrieren und an Wettkämpfen teilzunehmen.
Dieser Fall verdeutlicht, dass das IOC und andere internationale Sportorganisationen vor der Herausforderung stehen, weiter an einheitlichen Standards zu arbeiten sowie wissenschaftlich fundierte und ethisch vertretbare Richtlinien zu entwickeln, wie inter- und transsexuelle Personen im Sport behandelt werden sollten.
Unsere nationalen Spitzenverbände orientieren sich an den internationalen Regelungen. Sie sind für den Schutz der Athletinnen und Athleten sowie für die Förderung der Gleichbehandlung im Sport verantwortlich. Der organisierte Sport befasst sich bereits intensiv mit den Entwicklungen der letzten Jahre in diesem Bereich, um fairere Wettkampfbedingungen für die Sportlerinnen und Sportler sicherzustellen.