Protocol of the Session on October 18, 2023

(Beifall AfD)

Sie lügen, dass sich die Balken biegen, und meinen tatsächlich, dass Sie die Wähler damit täuschen könnten. Sie haben nämlich überhaupt kein Interesse daran, die Migration einzuschränken. Sie haben ein Interesse daran, Ihre eigenen Posten zu retten und Ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen.

(Beifall AfD)

In den vergangenen Jahren glaubten - -

(Frau Johlige [DIE LINKE]: Billiger geht’s nicht!)

- Doch, billiger geht’s noch. Das haben wir bei Frau Kniestedt gehört.

In den vergangenen Jahren glaubten SPD und CDU nämlich noch, dass es irgendwie schick wäre, möglichst viele kulturfremde Menschen unter dem Deckmantel der Solidarität hier ins Land zu holen. Man glaubte schlicht, sich damit Mehrheiten zu verschaffen.

(Lachen bei der Fraktion B90/GRÜNE)

Jetzt ist bei Ihnen allerdings auch schon angekommen, dass die Menschen in Brandenburg diese Masseneinwanderung überhaupt nicht möchten. Und da drehen SPD und CDU ihr Fähnchen einfach mal nach dem Wind.

Das ist nicht nur armselig, das ist wegen seiner Erbärmlichkeit zu verachten.

(Beifall AfD)

Sie sind maßgeblich schuld an den heutigen Zuständen. Von dieser Schuld können Sie sich jetzt nicht reinwaschen. Das werden die Brandenburger nicht vergessen.

Herr Lüttmann, Sie sprechen über das Leid der Menschen durch Krieg und Verfolgung. Jeder, der Krieg und Verfolgung wirklich erlebt hat, ist froh, wenn er hier ein Dach über dem Kopf hat

(Beifall des Abgeordneten Dr. Berndt [AfD])

und wenn er hier etwas zu essen hat. Der ist auch froh, wenn er eine Chipkarte oder andere Sachleistungen in der Hand hat;

(Beifall AfD)

der will gar keine Geldleistungen, darauf kommt es ihm nicht an. Wer aber hierherkommt, um diesen Sozialstaat auszunehmen, der braucht diese Geldleistungen, und der fordert sie auch.

(Vereinzelt Beifall AfD)

Und da wären wir beim Thema Fordern. Sie haben ja gesagt, Sie fordern. Das Einzige, was Sie fordern, ist die Geduld der Brandenburger Bürger. Und damit muss endlich Schluss sein.

(Beifall AfD)

Frau Johlige, zu den immer gleichen Dauerschleifen aus Ihrem kunterbunten Traumland fällt mir nichts mehr ein. Aber das kennen wir ja; das ist ja immer das Gleiche.

Und Herr Lakenmacher: Ich wundere mich, ich war wirklich verwundert. Wissen Sie, warum ich verwundert war? - Dass Sie überhaupt hier sind, dass Sie nicht irgendwo auf der Straße stehen und Unterschriften sammeln, um Ihren Innenminister überhaupt handlungsfähig zu machen. Das ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten.

(Beifall AfD)

Und ein ganz kurzer Teil noch zu Frau Nonnemacher: Sie hatten seit 2015 acht Jahre Zeit - acht Jahre! -, um gesetzliche Vorga- ben zu überprüfen oder auf den Weg zu bringen. Und jetzt stellen Sie sich hier hin und sagen, dass könne man nicht als Schnellschuss machen, das könne man nicht übers Knie brechen.

(Beifall AfD)

Auch das ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. - Vielen Dank.

(Beifall AfD)

Wir sind am Ende der Rednerliste. Ich schließe die Aussprache und komme zur Abstimmung.

Die AfD-Fraktion hat namentliche Abstimmung über den Antrag „Anreize beseitigen - Sach- statt Geldleistungen für Asylbewerber“, Drucksache 7/8569, beantragt.

Ich eröffne die Abstimmung und bitte die Schriftführer, mit dem Namensaufruf zu beginnen.

(Namentliche Abstimmung)

Gibt es jemanden hier im Saal, der seine Stimme nicht abgeben konnte?

(Zuruf von der AfD: Habe Hooge nicht gehört!)

- Herr Abgeordneter Hooge? - Sie wurden laut den Schriftführern aufgerufen und haben mit Ja gestimmt.

Herr Abgeordneter Dr. Redmann?

(Abgeordneter Dr. Redmann [CDU] gibt sein Votum ab.)

Gibt es jemanden im Saal, der seine Stimme noch nicht abgegeben hat?

(Abgeordnete Block [DIE LINKE] gibt ihr Votum ab.)

Ich frage noch einmal: Gibt es jemanden im Saal, der seine Stimme noch nicht abgegeben hat? - Das ist nicht der Fall.

Ich schließe die Abstimmung und bitte die Schriftführer, auszuzählen.

Meine Damen und Herren, solange ausgezählt wird, möchte ich die Gelegenheit nutzen, Besucher zu begrüßen: Mitglieder der SPD Teltow-Fläming. - Herzlich willkommen und viel Spaß bei der Debatte!

(Allgemeiner Beifall)

Meine Damen und Herren, wir haben ein Ergebnis. Zu dem Antrag gab es 18 Jastimmen und 54 Neinstimmen. Damit ist der Antrag mehrheitlich abgelehnt.

(Abstimmungslisten siehe Anlage S. 106)

Ich schließe Tagesordnungspunkt 3 und rufe Tagesordnungspunkt 4 auf.

TOP 4: Solidarisches Brandenburg sichern und stärken - Solidaritätsgesetz jetzt

Antrag der Fraktion DIE LINKE

Drucksache 7/8561

Diesen Antrag hat die Fraktion als ihre Priorität angemeldet.

Ich eröffne die Aussprache. Herr Abgeordneter Büttner spricht für die Fraktion DIE LINKE.

Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuschauerinnen und Zuschauer hier im Saal und auch am Livestream! In Brandenburg sind wir stolz auf unsere Tradition der Solidarität und des sozialen Engagements. Unsere Identität als solidarisches Brandenburg, als solidarisches Bundesland gründet sich auf das große soziale Engagement zahlreicher Vereine und Träger, die unermüdlich daran arbeiten, das Leben unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger zu verbessern. Diese Strukturen sind das Herzstück unserer sozialen Infrastruktur; sie müssen erhalten und gestärkt werden, meine Damen und Herren.