Protocol of the Session on June 21, 2023

(Zuruf des Abgeordneten Dr. Berndt [AfD])

Es ist ein Staat, der handelt, wenn Amtsträger, Gemeindevertreter, kommunale Abgeordnete von Rechtsextremisten unter Druck gesetzt werden.

(Frau Kotré [AfD]: Aber nicht von Linksextremisten?)

Es ist ein Staat, der handelt, wenn Initiativen gegen Rechtsextremismus und gegen Rassismus unter Druck gesetzt und Menschen bedroht werden. Diese Menschen müssen sich auf den starken Staat verlassen können. Und in Brandenburg können sie sich auf ihn verlassen!

(Beifall SPD, CDU, B90/GRÜNE und DIE LINKE sowie ver- einzelt BVB/FW)

Ich möchte mich bei allen bedanken, die für diesen starken Staat stehen. Das sind zum einen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Brandenburger Justiz sowie die Polizistinnen und Polizisten in unserem Land.

(Zuruf des Abgeordneten Hohloch [AfD])

Aber es ist auch unser Verfassungsschutz, der in diesem Jahr ebenfalls ein Jubiläum gefeiert hat.

(Dr. Berndt [AfD]: Ihr Verfassungsschutz! - Hohloch [AfD]: Ihr Parteischutz ist das!)

Auch den Verfassungsschutz brauchen wir weiterhin. - Sie sind der beste Beweis dafür, dass der Verfassungsschutz in diesem Land leider weiterhin nötig ist.

Danke an alle!

(Beifall SPD, CDU, B90/GRÜNE und DIE LINKE sowie des Abgeordneten Vida [BVB/FW] - Dr. Berndt [AfD]: Weil Sie keine Argumente haben!)

Aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, es braucht noch etwas: Es braucht eine klare Haltung. Es braucht weiterhin glaubwürdige Politik.

(Hohloch [AfD]: Rückgrat wäre auch nicht schlecht!)

Es braucht eine Politik, die die Probleme der Menschen nicht kleinredet, sondern die konstruktiv und ideologiefrei Lösungen für die Menschen anbietet.

(Gelächter bei der AfD - Hohloch [AfD]: Das ist ja Real- satire!)

Ich möchte mich bei allen, die täglich für ein gutes Miteinander in unserem Land arbeiten, ganz herzlich bedanken. Ich möchte mich bei allen bedanken, die auch mit ihrer persönlichen Stimme dafür eintreten und die aufstehen - für ein vielfältiges, weltoffenes und demokratisches Brandenburg!

(Beifall SPD sowie vereinzelt CDU, B90/GRÜNE und DIE LINKE)

Wenn ich von der erfolgreichsten Phase unserer Entwicklung in den vergangenen mehr als 30 Jahren gesprochen habe, dann ist das die Basis, auf der wir weiterhin erfolgreich sein werden.

Deswegen: Glückwunsch, Tolerantes Brandenburg! Alle Gute, ihr werdet weiterhin gebraucht!

(Beifall SPD, CDU, B90/GRÜNE, DIE LINKE und BVB/FW)

Danke schön. - Inzwischen hat sich unsere Besuchertribüne mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und Schulsozialarbeitern gefüllt, die im laufenden Schuljahr an der Veranstaltung dialogP teilgenommen haben. Wir werden uns nachher noch sehen. Herzlich willkommen!

(Allgemeiner Beifall)

Herr Abgeordneter Lüttmann hat auf seinen Redebeitrag verzichtet. Frau Abgeordnete Kotré erhält das Wort für die Fraktion der AfD.

(Beifall AfD)

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Besucher! Ich zitiere aus dem Antrag der SPD-Fraktion zur Aktuellen Stunde:

„Brandenburg braucht weiterhin eine starke und tolerante Zivilgesellschaft. Nur so wird es dauerhaft gelingen, Brandenburgs Attraktivität auch in der Außenwirkung aufrechtzuerhalten […].“

So weit, so richtig. - Was Sie, meine werten Damen und Herren von den Altparteien, allerdings tun, ist genau das Gegenteil:

(Beifall AfD)

Sie reden und machen Brandenburg schlecht. Sie behaupten, Brandenburg habe seine Attraktivität schon längst verloren. Sie fabulieren von angeblichem Rechtsextremismus in großen Teilen Brandenburgs und erklären, dass Menschen hier Angst haben

müssten. Und dann stellen Sie sich tatsächlich in aller Frechheit hier vorne ans Pult und sprechen von Stärke und Toleranz.

(Vereinzelt Beifall AfD)

Ihr Verhalten zeugt allerdings nicht von Stärke, sondern es ist schwach.

(Vereinzelt Beifall AfD)

Ihr Verhalten zeugt auch nicht von Toleranz, sondern von dem Willen, jeden, der nicht Ihre Meinung vertritt, in die Schranken zu weisen.

(Frau Poschmann [SPD]: Das ist so ein Unsinn!)

Sie haben die öffentliche Meinung nicht gepachtet.

(Domres [DIE LINKE]: Sie aber auch nicht!)

Sie müssen endlich lernen, das zu akzeptieren!

(Beifall AfD)

Das können Sie aber gar nicht. Stattdessen machen Sie sich Gedanken darüber, wie man die eigenen Genossen in eigens geschaffenen Posten noch auskömmlicher finanzieren kann -

(Vereinzelt Beifall AfD)

alles selbstverständlich unter dem Deckmantel der Demokratiewahrung. Das, meine werten Damen und Herren - hier spreche ich vor allem die SPD an -, ist unlauter!

(Beifall AfD)

Das ist nichts anderes als eine staatliche Finanzierung von Linksextremismus und Demokratiefeindlichkeit,

(Beifall AfD)

denn wer staatliche Mittel, auf die er mehr oder weniger exklusiven Zugriff hat, für seine eigene Agenda nutzt, verzerrt den Wettbewerb im politischen Meinungskampf - und das auf völlig unredliche Art und Weise!

(Vereinzelt Beifall AfD)

Ich wiederhole mich gerne: Das ist Schwäche! - Sie wissen um Ihre eigenen politischen Unzulänglichkeiten und versuchen, sie auf diese Weise auszubügeln. Statt eine umfassende Kurskorrektur vorzunehmen, bedienen Sie sich staatlicher Mittel, um auf die Menschen in Brandenburg in Ihrem Sinne einzuwirken. Das ist nicht nur link, das ist auch links.

(Heiterkeit und Beifall AfD - Kretschmer [DIE LINKE]: Das war ja ein guter Kalauer!)

Aber - das ist die gute Nachricht, die ich hier heute überbringen kann -: Sie werden mit Ihrem Vorhaben mehr und mehr durch