Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Brandenburger! Ich habe eine Frage in die Runde: Wer plant für seinen nächsten Grillabend mit Steak und Bratwurst und wer mit Heuschrecken? - Wir alle wissen, wie die meisten hier antworten werden. Trotzdem wird ein ideologischer Kampf ums Fleisch geführt, denn die linksgrüne Propaganda fordert jetzt insektenreiche Kost: Insektenburger statt Currywurst! Angefeuert wird das Ganze von überbezahlten EU-Bürokraten, die nichts Besseres zu tun haben, als sich eine neue Zumutung für die Bürger auszudenken.
Frau Kollegin, vielen Dank, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. Sie werfen anderen gerade Ideologie vor. In Ihrem Antrag sprechen Sie davon, dass es - ich zitiere - unsere kulturelle Prägung sei, dass Insekten überwiegend Ungeziefer sind. - Meine Frage lautet deshalb: Ist Ihnen bekannt, welche Bedeutung Insekten im Kreislauf der Ernährungswirtschaft haben? Ist Ihnen auch bekannt, dass Insekten eben nicht überwiegend Ungeziefer sind? Würden Sie mir zustimmen, dass es keine kulturelle Prägung gibt, die davon ausgeht, dass man Insekten als Ungeziefer bezeichnet?
Vielen Dank, Herr Bretz. - Wenn Sie gern Mehlwürmer, Heuschrecken oder Wandergrillen essen, dürfen Sie das gern tun. Auf meinen Speiseplan kommt das nicht. Und ich glaube, da spreche ich den Brandenburgern hier aus dem Herzen.
Meine Damen und Herren, die Hausgrille wurde zum normalen Lebensmittelzusatz erklärt. Einzige Bedingung: Irgendwo im Kleingedruckten auf der Rückseite der Verpackung muss ein Hinweis für Allergiker stehen. - So werden die Verbraucher in die Irre geführt. Darum fordern wir von der Alternative für Deutschland: Insektenzusätze müssen klar auf der Vorderseite jedes Produkts gekennzeichnet werden, denn die meisten Menschen ekeln sich davor.
Die Menschen wollen wissen, ob sie Mehlwürmer oder Heuschrecken essen. Erinnern Sie sich noch an den Skandal, als Pferdefleisch in der Lasagne auftauchte?
Damals schrien alle auf, dass das nicht deklariert gewesen sei. Und jetzt? Jetzt will man uns schwach deklariertes Ungeziefer ins Essen untermischen.
Ja, es gab früher schon Mehlwürmer im Kuchenteig, aber eher aus Versehen, weil etwas mit der Mehlpackung nicht in Ordnung war. Jetzt, meine Damen und Herren, soll es ein Gourmettipp sein, etwas besonders Nahrhaftes. Was bisher Müll war, wird jetzt zum woken Trend deklariert.
Insekten zu essen ist nicht nur eklig, sondern auch risikoreich. Wir essen den vollen Darm der Krabbeltiere mit und wissen nichts über Schwermetalle, Fäkalkeime, Salmonellen oder allergische Reaktionen.
Die italienische Regierung hat das erkannt und gesagt: Insektenbestandteile gehören einfach nicht ins traditionelle Essen,
und hat das in Pizza und Pasta verboten. Nahrungsmittel mit Insektenzusatz müssen demnächst in Supermärkten in gesonderten Regalen angeboten werden. Was die Italiener können, können wir auch, und das fordern wir als AfD auch. - Vielen Dank.
Sehr verehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wer hier ideologisch unterwegs ist und Ideologien verbreitet, ist gerade wieder klar geworden.
Sie wollen, dass alles so bleibt, wie es ist - auf Teufel komm raus. Es soll sich bloß nichts ändern.
Regionale Delikatessen sind in Japan beispielsweise gekochte Wespenlarven, in Nigeria geröstete Heuschrecken oder Ameisen …
- Herr Abgeordneter, das ist wirklich störend. Ganz in Ruhe, Sie haben Ihre Redezeit nachher. Wir kommen sonst nicht durch. - Herr von Gizycki, Sie haben das Wort.
Während das also in vielen Ländern Alltag ist, verursacht die Vorstellung, Insekten zu essen, bei den meisten Deutschen noch immer mehr Ekel als Genuss - zumindest bei Frau Dr. Oeynhausen war das eben sehr offensichtlich. Dabei enthalten Insekten jede Menge Protein, sind reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Spurenelementen und Mineralstoffen wie Magnesium und Phosphor. Einige Heuschrecken enthalten zum Beispiel mehr als doppelt so viel Eiweiß wie Rind- oder Hühnerfleisch. Vielleicht kommen Sie damit Ihrem Ziel von 100 % Eigenversorgung tatsächlich auch näher.