- Sie haben noch eine zweite Kurzintervention, da können Sie das alles bringen. - Ich möchte gern auf Ihren Mao- und auf Ihren China-Fetisch, die Sie anscheinend haben, zurückkommen: Ich weiß nicht, was passiert, Herr Berndt, wenn Sie nachts heimlich unter der Bettdecke in die Mao-Bibel schauen
und davon träumen, wie es wäre, in China zu leben, aber ich würde Ihnen gern ebenfalls ein Zitat des Verbrechers Mao Zedong an die Hand geben. Er sagte: Egal wie weit der Weg ist, er beginnt mit einem ersten Schritt. - Das sollten Sie sich mal zu Herzen nehmen.
In Bezug auf den Klimawandel, auf Energiesicherheit kann es nicht so weitergehen wie bisher. Wir dürfen nicht stehen bleiben, sondern müssen einen Schritt - einen großen Schritt - hin zu mehr erneuerbaren Energien machen.
Weil Sie sich hier immer messen wollen - ich finde das spannend -: Sie werfen uns immer vor, ideologisch zu handeln, dabei zitieren Sie hier die schlimmsten Diktatoren und Ideologen. Deshalb will ich Ihnen, bevor Sie das nächste Mal wieder mit Mao Zedong kommen und den hier als Helden feiern, ein Zitat von Nikita Chruschtschow vorlesen.
(Heiterkeit bei der AfD - Beifall des Abgeordneten Dr. Berndt [AfD] - Hohloch [AfD]: Ein ganz Guter war das!)
- Ja, ja! Ich sage ja: Wenn Sie hier schon Diktatoren zitieren, orientieren Sie sich vielleicht einmal an einem anderen Diktator. - Er sagte: Mao Zedong ist ein Kleinbürger, der keine Ahnung von
Wenn Sie sich hier hinstellen und über die armen Menschen in diesem Land reden, die sich völlig zu Recht über die steigenden Strompreise ärgern, kann ich diesen Menschen einmal empfehlen, Ihre Anträge zu lesen. Dort schreiben Sie auf der einen Seite, erneuerbare Energien seien gescheitert, das habe alles überhaupt keinen Sinn, das sei alles Ideologie. Was Sie aber jetzt auf einmal in einem Antrag fordern, ist, dass wir Bürgergesellschaften oder Genossenschaften fördern sollen, die in erneuerbare Energien investieren. - Also, was denn nun? Sind Sie gegen erneuerbare Energien
Und der Knaller, der nach all den Geschichten mit Kernfusion und Kernkraftwerken und Atommüllendlagern kommt: Jetzt wollen Sie die Landesregierung losschicken, um Atommüll an Schweden oder Finnland zu verkaufen. - Ich sehe schon vor mir, wie Prof. Dr. Steinbach mit einem großen Container herumrennen und unseren Müll anbieten soll für irgendwelche Dinge.
Das sind doch keine Lösungen! Ich weiß nicht, woher das kommt. Bleiben Sie abends einfach mal über der Bettdecke, legen Sie die Mao-Bibel weg, und kommen Sie in der Realität an, liebe AfD!
Ihre Vorschläge haben nichts mit Energiesicherheit oder Bezahlbarkeit zu tun! Sie wollen auf Lebenszeit auf fossile Energien und auf Atomenergie setzen und mit dem Raubbau an Natur, Umwelt und Mensch weitermachen. Sie werfen anderen immer vor, ideologisch zu handeln, dabei sind Sie die größten Ideologen.
All Ihre Argumente sind mehrfach von der Realität überholt worden, und Sie stecken im Vorgestern fest. Sie wollen den großen Sprung in den Abgrund.
Im Vergleich zu Ihren Vorschlägen - das will ich auch sagen - ist beispielsweise Mr. Burns von den „Simpsons“ ein wirklich innovativer und fortschrittlicher Mensch.
für das Leugnen des Klimawandels. Sie wollen in der Richtung immer weitermachen wie bisher, und Sie machen deutlich: Sie sind die Partei der Reichen!
Sie müssten einmal zur Kenntnis nehmen, dass das reichste eine Prozent auch in Deutschland für 20 % des CO2-Ausstoßes verantwortlich ist. Sie wollen, dass die Reichen wie bisher weitermachen! Ihnen geht es nicht um die Rentnerin! Ihnen geht es nicht um die Menschen in diesem Land! Ihnen geht es darum, dass die Reichen wie bisher weitermachen können und auch die Konzerne wie bisher weitermachen können, damit Sie noch weiter Spenden bekommen!
Wenn Sie von bezahlbarem Strom reden: Ihr Vorschlag, den Sie immer wieder erzählen - Atomstrom -, kostet uns allein in der Produktion schon bis zu 20 Cent pro Kilowattstunde. Da sind die gesamtgesellschaftlichen Kosten gar nicht drin - wir können den Atommüll nicht so leicht nach Finnland oder Schweden verkaufen, wie Sie das hier vorschlagen. Photovoltaik, was Sie nicht wollen, kostet uns nur bis zu 6 Cent die Kilowattstunde und Windkraft 18 Cent pro Kilowattstunde.
Ich sage Ihnen, wer günstigen Strom will, muss zwei Dinge tun: erstens die erneuerbaren Energien massiv nach vorn bringen und zweitens endlich auch eine Energiewende von unten organisieren.
Es geht darum, dass die Windkraftanlagen, die hier in Brandenburg stehen, von den kommunalen Stadtwerken betrieben werden,
dass die Profite hierbleiben, dass die Windkraftanlagen hier produziert werden, dass die Netze in die öffentliche Hand gehören, denn der Markt regelt es nicht, sondern nur die eigenen Profite.
Ein letzter Punkt: Ich habe kürzlich gelesen, dass die Energiekonzerne „trotz“ der Energiekrise Gewinne erzielen.
Nein, nicht trotz der Energiekrise - die Energiekonzerne organisieren die Energiekrise! Die Milliardengewinne, die hier gerade nicht abgeschöpft werden, gehören in die öffentliche Hand. So könnten wir die Energiewende auch finanzieren! - Vielen Dank.
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Kollege Walter, Ihre Wahrnehmungsfähigkeit macht mir schon ein bisschen Sorgen.
Sie sind ja noch ein junger Mensch, und Sie kommen mit einer Rede und einem vorbereiteten Eingangsgag her, mit dem Blackout, der völlig daneben ist! Keiner von uns hat von Blackout geredet! Der erste Blackout, der da war, das waren Sie, weil Sie diesen Gag nicht weglassen konnten!