Protocol of the Session on February 23, 2023

Es gilt nun, für die Zukunft Schlüsse zu ziehen. Das tut die Landesregierung; auch darauf möchte ich hinweisen. Wir überprüfen das Geschehen und arbeiten es gemeinsam auf. Wir haben hier im vergangenen Herbst ein Familienforum durchgeführt, in dem wir uns mit den Folgen der Coronapandemie für Familien auseinandergesetzt haben. Es gibt die COPSY-Studie und Untersuchungen des BMFSFJ zu den Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche. Es gibt Aufholprogramme. Es gibt Verabredungen zwischen Bund und Ländern.

Auch darauf darf ich hinweisen: Kein anderes Bundesland stellt sich der Überprüfung durch dieses Parlament. Wir haben immerhin zwei Untersuchungsausschüsse, in denen wir als Verantwortungsträger ruhig und besonnen Ihre Fragen beantworten.

Der vorliegende Antrag ist überholt und hat sich erledigt. - Herzlichen Dank.

(Beifall SPD, CDU, B90/GRÜNE sowie DIE LINKE)

Das Wort geht noch einmal an die einbringende Fraktion. Frau Dr. Oeynhausen, bitte.

(Beifall AfD)

Herr Vizepräsident! Meine Damen und Herren! Liebe Brandenburger! Leider haben es die Regierung und die Koalition immer noch nicht verstanden. Darum sage ich es noch einmal ganz deutlich:

(Scheetz [SPD]: Wir ziehen den Antrag zurück! - Lachen)

Es geht darum, die Maskenpflicht sofort abzuschaffen, und zwar überall!

(Beifall AfD)

Wir brauchen endlich wieder Freiheit.

(Domres [DIE LINKE]: Mann, Mann, Mann!)

Wir brauchen Eigenverantwortung. Nur, unsere Landesregierung hat keinen Mut dazu. Sie hat kein Vertrauen in die Brandenburger. Stattdessen wir nachgeplappert, was eine grüne Gesundheitssenatorin in Berlin oder der Bundesgesundheitsminister sagt.

(Zuruf: Jetzt müssen Sie wieder blinzeln!)

Jetzt, zum 1. März, sollen die Maskenpflichten in Landeszuständigkeit fallen;

(Noack [SPD]: Sollen? Werden!)

das wurde gerade im Gesundheitsausschuss durchgewunken. Und was macht unsere Gesundheitsministerin daraus? Sie glaubt noch immer, dass die Maskenpflicht in Arztpraxen, also für Ärzte und ihre Mitarbeiter, eine Bundesangelegenheit wäre. Dabei ist sie in Bayern und Baden-Württemberg schon seit Anfang Februar aufgehoben. Das zeigt: Unsere Ministerin hat offensichtlich keine Ahnung.

(Beifall AfD)

In der Brandenburger Infektionsschutzverordnung, der Brandenburger Corona-Verordnung, wurde die Maskenpflicht für Beschäftigte in Arztpraxen gar nicht geregelt. Es gibt faktisch keine politische Entscheidung. Das wurde einfach übersehen. Peinlicher geht es wohl kaum.

Aber das ist nicht alles: Vor Weihnachten behauptete die Staatssekretärin im Gesundheitsausschuss tatsächlich, die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs sei auch eine Bundesangelegenheit. Ist sie nicht! Das ist Ländersache. Auch diese Aussage war zum Fremdschämen. Darum rege ich an, im Ministerium mehr zu lesen.

(Beifall AfD)

Und wenn dort niemand versteht, was Sache ist: Wir von der AfD helfen Ihnen gern auf die Sprünge.

(Beifall AfD)

Wüsste die Landesregierung Bescheid, dann wäre vieles anders gekommen. Dann hätten die Brandenburger nicht drei Jahre lang eine hilf- und mutlose Politik ertragen müssen.

(Beifall AfD)

Denn mittlerweile weiß jeder: Die meisten Corona-Maßnahmen waren sinnlos. Sie haben sogar mehr geschadet als geholfen.

(Beifall AfD)

Trotzdem wurde bis zum bitteren Ende an dem Unsinn festgehalten - wie heute auch. Aber ich lade Sie ein, mit dem Unsinn sofort, das heißt unverzüglich, Schluss zu machen, indem Sie unserem Antrag zustimmen.

(Beifall AfD - Bretz [CDU]: Wie können wir Ihnen helfen?)

Darum fordert die AfD: Die Verantwortlichen im Gesundheitswesen sollen selbstständig entscheiden können, ob sie in ihrer Einrichtung eine Maskenpflicht haben oder nicht. Denn wer soll darüber besser entscheiden können als die Mitarbeiter im Gesundheitswesen selbst? Was auf einer Krebsstation Sinn hat, ist auf einer orthopädischen Station sinnlos.

(Kretschmer [DIE LINKE]: So ein Quatsch! - Dr. Berndt [AfD]: Das ist kein Quatsch!)

Ich fordere an dieser Stelle die Landesregierung noch einmal auf, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen und die Krankenkassendaten dem Paul-Ehrlich-Institut unverzüglich zukommen zu lassen. Es ist ganz wichtig, dass diese Geschichte beleuchtet wird und das Gesundheitsministerium seine Aufsichtspflicht hinsichtlich der Kassenärztlichen Vereinigung wahrnimmt. Das Paul-EhrlichInstitut muss die Krankenkassendaten haben, um die Auswertung übernehmen und prüfen zu können, inwieweit die mRNAImpfstoffe der Gesundheit der Bevölkerung geschadet haben. Dazu sind Sie verpflichtet - zum Wohle der Bürger und zum Schutz ihrer Gesundheit.

(Beifall AfD)

Vielen Dank. - Damit sind wir am Ende der Aussprache und kommen zur Abstimmung über den Antrag „Alle restlichen Maskenpflichten abschaffen“ der AfD-Fraktion auf Drucksache 7/7210, Neudruck. Ich darf Sie fragen, wer dem Antrag folgt. - Gegenprobe! - Stimmenthaltungen? - Damit ist der Antrag bei Stimmenthaltungen mehrheitlich abgelehnt.

Ich schließe Tagesordnungspunkt 7 und rufe Tagesordnungspunkt 8 auf.

TOP 8: Lebens- und Wirtschaftsraum des Oderbruchs weiterhin garantieren - Hochwasserschutz und Gewässerunterhaltung konsequent fortführen und ausbauen

Antrag der AfD-Fraktion

Drucksache 7/6891

Ich eröffne die Aussprache. Es beginnt Herr Abgeordneter Günther von der AfD-Fraktion. Bitte schön.

(Domres [DIE LINKE]: Ja wo ist er denn?)

- Ja, gute Frage.

(Domres [DIE LINKE]: Wieder mal nicht da!)

Dann überbrücken wir. - Es gibt einen Geschäftsordnungsantrag. Bitte schön.

Ich würde darum bitten, dass wir mit dem nächsten Tagesordnungspunkt weitermachen, wenn der als Redner vorgesehene Abgeordnete es nicht für wert hält, anwesend zu sein.

(Beifall CDU, SPD und B90/GRÜNE sowie DIE LINKE)

Herr Hohloch.

Herr Präsident, ich würde empfehlen, dass wir in der Rednerreihenfolge fortfahren und den Tagesordnungspunkt so behandeln,

wie er zu behandeln ist. Er ist auf die Tagesordnung gesetzt. Der Antrag liegt allen vor. Die Redebeiträge sind da.

(Domres [DIE LINKE]: Der Einbringer ist nicht da! - Frau Kotré [AfD]: Er ist doch da - Einbringer ist die Fraktion! - Domres [DIE LINKE]: Der Antrag muss aber eingebracht werden! Mann, Mann, Mann! - Dr. Berndt [AfD]: Der Antrag liegt schriftlich vor, er ist eingereicht worden und kann auch debattiert werden!)

Ich unterbreche ganz kurz.

(Vizepräsident Galau berät sich mit der Landtagsverwal- tung.)