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waltiges Energiereservoir angezapft. Denn das Wasser ist heiß. Heute steht auf dem ehemaligen Kartoffelacker das größte geothermische Heizwerk in Deutschland, ein 40 m langer, beinahe fensterloser Zweckbau mit einem chromglänzenden Schornstein, aus dem an kalten Wintertagen weißer Wasserdampf quillt. Im Inneren des Gebäudes steckt modernste Technologie, die in Erding zum ersten Mal im größeren Maßstab angewendet wird. Denn der von Stadt und Landkreis getragene ‚Zweckverband Geowärme Erding‘ hat sich die ‚Mehrfachnutzung des Thermalwassers‘ auf die Fahnen geschrieben. Das bedeutet: Das Wasser aus dem Bohrloch speist nicht nur die Fernwärmeversorgung und das Thermalbad, sondern wird überdies noch als Trinkwasser genutzt. Freilich trinken die Erdinger nicht das Wasser, in dem andere gebadet haben. Die Kreisläufe sind streng voneinander getrennt. Eine Pumpe befördert das 65 Grad heiße Wasser aus 2 350 m Tiefe an die Oberfläche. 18 Megawatt leistet die Heizzentrale, zwei Drittel davon stammen aus geothermischer Energie, ein Drittel aus Erdgas, das als Antriebsenergie dient und den Spitzenbedarf im Winter abdeckt. Mehrere tausend Menschen, das Kreiskrankenhaus und etliche Schulen werden über das zehn Kilometer lange, neu verlegte Fernwärmenetz mit Heizenergie versorgt. Dem Zufallstreffer der Erdölbohrer hat Erding auch sein Prestigeprojekt Nummer Eins zu verdanken: das neue Thermalbad, das im Herbst 1999 seinen Betrieb aufgenommen hat. Unter einer 56 m überspannenden Glaskuppel ist eine aufwendige Badelandschaft entstanden, die am Rande der Münchener Schotterebene einen Hauch von Karibik verströmt. Doch damit nicht genug. In einem Pilotprojekt wird das Thermalwasser nicht in den Grundwasserstrom zurückgepumpt, sondern in das Trinkwassernetz der Stadt eingespeist. Zuvor wird das stark schwefelhaltige Tiefenwasser entgast, gefiltert und mit Sauerstoff angereichert. ‚Erstmals in Europa wird Tiefenwasser als Trinkwasser genutzt‘, schwärmt Erdings Bürgermeister Karl-Heinz Bauernfeind, der als zweiten Pluspunkt des Projektes dessen Beitrag zur ‚umweltverträglichen, einheimischen und nachhaltigen Energieversorgung‘ nennt.

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Bayern tut alles, um die kommunale Daseinsvorsorge in moderner Form zu gewährleisten. Die Aktivitäten der EU müssen wir aber mit größter Wachsamkeit verfolgen. Wir treten den Bestrebungen, die Leistungen der Daseinsvorsorge ausschließlich unter Wettbewerbsgesichtspunkten zu sehen, mit allem Nachdruck entgegen. Das gilt gerade für die Wasserversorgung, aber künftig auch für die Abfallwirtschaft. Eine Liberalisierung von bestimmten Leistungen der Daseinsvorsorge kann zwar positiv sein, abzulehnen sind aber Pläne der EU, auch die inhaltlichen Anforderungen an die Erfüllung von Aufgaben der Daseinsvorsorge auf europäischer Ebene umfassend zu regeln. Gerade die Versorgung mit Trinkwasser ist und bleibt Aufgabe der Mitgliedsstaaten und ihrer Kommunen. Wasser ist die wichtigste Lebensgrundlage und kein Wirtschaftsgut wie Strom oder Gas! Monopole ohne öffentlich-rechtliche Kontrolle müssen verhindert werden. Wenn schon ein Monopol, was bei Wasser manchmal zwangsläufig ist, dann ein öffentlich kontrolliertes. Angesichts der hohen Standards in Deutschland wollen wir keine inhaltlichen Zugeständnisse machen.

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Frau Staatssekretärin Görlitz (Verbraucherschutzmi- nisterium): Herr Präsident! Herr Kollege Hartenstein, die Kriterien für die Probenahme zur Analyse von Pflanzenbehandlungsrückständen im Trinkwasser sind in den nach wie vor gültigen Vollzugsrichtlinien des seinerzeit zuständigen Staatsministeriums des Innern zur Trinkwasserverordnung vom 2. Oktober 1991 wie folgt festgelegt: