Umfang die genannten Komponenten den Weg in die Böden, das Trinkwasser und die Badeseen fänden und damit letztendlich den Menschen gefährden.
„Plusminus“ hatte unter Berufung auf einen Mitarbeiter des DVGW berichtet, dass in hunderten von Städten und Gemeinden in Westdeutschland heute erhöhte PAK-Werte im Trinkwasser vorhanden wären. Die Studie des DVGW wird in „Plusminus“ zitiert. Dort soll es heißen: „Eine Auswertung... zu PAK-Konzentrationen im Bereich mit tauchgeteerten Wasserleitungen zeigte bei 22 % eine Grenzüberschreitung nach Trinkwasserverordnung.“
Rund eine Million Menschen in Deutschland würden daher Trinkwasser trinken, bei dem die Grenzwerte bis zu fünfzigmal im Extremfall überschritten seien. Da die Wasserwerke aber keine regelmäßigen Kontrollen der Trinkwasserwerte bei den Endverbrauchern, sondern nur an den Einspeisestellen in das Rohrnetz vornähmen, gäbe es in diesem Bereich eine erhebliche Dunkelziffer. „Plusminus“ verweist auf das Beispiel der nieder
Frau Staatssekretärin, welche Konsequenzen zieht die Staatsregierung aus der Tatsache, dass Trinkwasser immer noch mit Pestizidrückständen belastet ist?
- Frau Harms, hören Sie ruhig einmal zu -, dann kann ich das Wasser nur trinken, weil das lokale Wasserwerk nicht allein liefert. Das lokale Wasserwerk bekommt Wasser aus der Zuckerrübensteppe, wie wir die Landschaft manchmal nennen. Wenn das liefert, habe ich eine so hohe Nitratbelastung, dass das Wasser als Trinkwasser nicht eingeleitet werden darf. Dieses Wasser wird trinkbar gemacht, indem Harzwasser zugespeist wird, indem es vermischt wird, damit überhaupt erst trinkbares Wasser entsteht.
Im Preisvergleich schneiden diese dann sogar noch günstiger ab als ihre Kollegen aus dem einheimischen Anbau. Wie kann das angehen? Produkte, die um den halben Erdball gekarrt werden, für die teilweise in den Herkunftsländern uralte Urwälder abgeholzt werden und in Wüstenregionen anderweitig dringend benötigtes Trinkwasser zu Bewässerungszwecken für Gemüseplantagen verplempert
Deshalb ist eine Finanzpolitik, wie sie Bayern über viele Jahre praktiziert hat, nämlich sparsam wirtschaften und für die Zukunft vorsorgen, sicherlich der richtige Weg. Ich hoffe nicht, dass die Bayerische Staatsregierung irgendwann sagt, dass Abwasser und Trinkwasser eigener Wirkungskreis der Kommunen sind und die Kommunen deshalb selber schauen müssen. Die können das selber nicht leisten. Denken Sie an die vielen kleineren Anlagen in den Flächengemeinden. Da kommen wirklich mehrere Hunderttausend Euro an Investitionen auf die Kommunen zu. Wer soll das bezahlen? Der Bürger vor Ort? – Der kann es auch nicht. Der verliert dabei Haus und Hof. Sie wissen, wovon ich rede. Ich möchte, dass das nicht eintritt.